Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 80.0 ch @ 10500 tr/min (58.8 kW)
- Drehmoment
- 55.9 Nm @ 9500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 11.3:1
- Bohrung × Hub
- 62.6 x 48.7 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 290 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 785.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 229.00 kg
- Trockengewicht
- 202.00 kg
- Neupreis
- 6 299 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch daran, dass man Mitte der 2000er Jahre eine vollverkleidete Vierzylinder-600er für gerade einmal 6 299 Euro bekommen konnte? Die Suzuki GSX-F 600, Baujahr 2005, besetzte damals eine Nische, die sonst niemand begehrte: die der verkleideten Mittelklasse-Tourer, zugänglich, ohne sportlichen Anspruch. Eine Nische, fast ein Anachronismus in einer Zeit, in der die 600er-Supersportler sämtliche Scheinwerfer auf sich zogen. Und dennoch fand diese Maschine ihr Publikum – von Anfängern bis zu pragmatischen Motorradfahrern, die ein zuverlässiges Werkzeug suchten statt eines Statussymbols auf dem Parkplatz vor dem Dorfcafé.

Stilistisch lässt die GSX-F 600 niemanden kalt. Ihr sehr organisches Design, direkt von der 750er übernommen, spaltet die Gemüter. Die Frontoptik mit ihrem eigenwilligen Blick und das untypische Rücklicht verleihen ihr eine eigenständige visuelle Identität, weit entfernt vom ästhetischen Konsens der japanischen Sportler jener Epoche. Man mag sie oder geht weiter. 2004 hat Suzuki übrigens nachgebessert, mit einem konventionelleren Rücklichtblock und Farbgebungen im Stil der GSX-R. Geschmackssache – aber die Originalversion hatte zumindest den Verdienst des Charakters.
Im Sattel beruhigen die 785 mm Sitzhöhe und die gut ausgeformte Sitzbank sofort. Das Gewicht von 229 kg vollgetankt, inklusive des 20-Liter-Tanks, wird dank eines gut platzierten Schwerpunkts und einer natürlichen Ausgewogenheit schnell vergessen. Die Sitzposition neigt sich leicht in Richtung Sport, ohne zu übertreiben. Man fühlt sich darauf auf einer Landstraße wohler als eingeklemmt zwischen zwei roten Ampeln. Der Reihenvierzylinder mit 600 cc leistet 80 PS bei 10 500 U/min und ein Drehmoment von 55,9 Nm bei 9 500 U/min. Ehrliche Zahlen, nicht umwerfend. Wie so oft bei dieser Art von Triebwerk muss man die Drehzahlen suchen, um das Temperament des Motors zu wecken. Unter 6 000 U/min schnurrt der Block höflich vor sich hin, ohne echte Überzeugung. Darüber drückt er endlich und schiebt bis zu einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 203 km/h. Das Sechsganggetriebe erledigt seine Arbeit ohne besonderen Glanz.
Der Doppelschleifen-Stahlrahmen verrät eine Konstruktion aus einer anderen Generation. Von der Steifigkeit eines Aluminium-Brückenrahmens wie bei einer Yamaha FZ6 oder einer Honda CBF 600 ist man weit entfernt. Die Suzuki GSX-F 600 bevorzugt Stabilität gegenüber Dynamik. In schnellen, weiten Kurven zeigt sie sich gelassen und berechenbar. In einer Folge enger Kurven hingegen muss man vorausschauend fahren, die Maschine auf ihren Federbeinen einfedern lassen, bevor man sie hineinlenkt. Die telehydraulische Gabel mit 41 mm und das Federbein hinten bieten jeweils 130 mm Federweg. Das ist ordentlich, mehr nicht. Die Bremsanlage mit zwei vorderen 290-mm-Scheiben, gegriffen von Zweikolben-Sätteln, verlangt Nachdruck am Hebel, um wirklich zuzupacken. Nichts Gefährliches, aber kein Vergleich mit moderneren Anlagen. Für einen ruhigen Straßeneinsatz reicht das Gesamtpaket vollkommen aus.
Der wahre Trumpf dieser Suzuki ist ihre Positionierung. Verfügbar in einer 34-PS-Version für den Stufenführerschein, zu einem günstigen Preis verkauft, sparsam im Unterhalt dank einer seit Ende der 80er Jahre bewährten Mechanik: Die GSX-F 600 hat Generationen überdauert, von der Version 1989 über die von 2002 bis 2005, mit eher kosmetischen als technischen Weiterentwicklungen. Das ist ein Motorrad, das man zum Fahren kauft, nicht zum Angeben. Wer sich fragt, wie viel eine Suzuki GSX-F 600 wiegt oder welche tatsächliche Leistung sie hat, sucht oft einen ersten verkleideten Tourer zu einem vernünftigen Preis auf dem Gebrauchtmarkt. Und auf diesem Terrain bleibt sie eine sichere Bank – vorausgesetzt, man akzeptiert ihre Grenzen und verlangt ihr nicht ab, was sie nie zu bieten beansprucht hat.
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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