Schlüsselleistung

80 ch
Leistung
🔧
600 cc
Hubraum
⚖️
229 kg
Gewicht
🏎️
203 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
785 mm
Sitzhöhe
20.0 L
Tankinhalt
💰
6 299 €
Neupreis
Suzuki GSX-F 600 vergleichen mit: Motorrad wählen →

Technische Daten

Motor

Hubraum
600 cc
Leistung
80.0 ch @ 10500 tr/min (58.8 kW)
Drehmoment
55.9 Nm @ 9500 tr/min
Motortyp
4 cylindres en ligne, 4 temps
Kühlung
combiné air / huile
Verdichtungsverhältnis
11.3:1
Bohrung × Hub
62.6 x 48.7 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT

Fahrwerk

Rahmen
Double berceau tubulaire en acier
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique Ø 41mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 130 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 290 mm, étrier 2 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Vorderreifendruck
2.25 bar
Hinterreifen
150/70-17
Hinterreifendruck
2.50 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
785.00 mm
Tankinhalt
20.00 L
Gewicht
229.00 kg
Trockengewicht
202.00 kg
Neupreis
6 299 €

Übersicht

Wer erinnert sich noch daran, dass man Mitte der 2000er Jahre eine vollverkleidete Vierzylinder-600er für gerade einmal 6 299 Euro bekommen konnte? Die Suzuki GSX-F 600, Baujahr 2005, besetzte damals eine Nische, die sonst niemand begehrte: die der verkleideten Mittelklasse-Tourer, zugänglich, ohne sportlichen Anspruch. Eine Nische, fast ein Anachronismus in einer Zeit, in der die 600er-Supersportler sämtliche Scheinwerfer auf sich zogen. Und dennoch fand diese Maschine ihr Publikum – von Anfängern bis zu pragmatischen Motorradfahrern, die ein zuverlässiges Werkzeug suchten statt eines Statussymbols auf dem Parkplatz vor dem Dorfcafé.

Suzuki GSX-F 600

Stilistisch lässt die GSX-F 600 niemanden kalt. Ihr sehr organisches Design, direkt von der 750er übernommen, spaltet die Gemüter. Die Frontoptik mit ihrem eigenwilligen Blick und das untypische Rücklicht verleihen ihr eine eigenständige visuelle Identität, weit entfernt vom ästhetischen Konsens der japanischen Sportler jener Epoche. Man mag sie oder geht weiter. 2004 hat Suzuki übrigens nachgebessert, mit einem konventionelleren Rücklichtblock und Farbgebungen im Stil der GSX-R. Geschmackssache – aber die Originalversion hatte zumindest den Verdienst des Charakters.

Im Sattel beruhigen die 785 mm Sitzhöhe und die gut ausgeformte Sitzbank sofort. Das Gewicht von 229 kg vollgetankt, inklusive des 20-Liter-Tanks, wird dank eines gut platzierten Schwerpunkts und einer natürlichen Ausgewogenheit schnell vergessen. Die Sitzposition neigt sich leicht in Richtung Sport, ohne zu übertreiben. Man fühlt sich darauf auf einer Landstraße wohler als eingeklemmt zwischen zwei roten Ampeln. Der Reihenvierzylinder mit 600 cc leistet 80 PS bei 10 500 U/min und ein Drehmoment von 55,9 Nm bei 9 500 U/min. Ehrliche Zahlen, nicht umwerfend. Wie so oft bei dieser Art von Triebwerk muss man die Drehzahlen suchen, um das Temperament des Motors zu wecken. Unter 6 000 U/min schnurrt der Block höflich vor sich hin, ohne echte Überzeugung. Darüber drückt er endlich und schiebt bis zu einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 203 km/h. Das Sechsganggetriebe erledigt seine Arbeit ohne besonderen Glanz.

Der Doppelschleifen-Stahlrahmen verrät eine Konstruktion aus einer anderen Generation. Von der Steifigkeit eines Aluminium-Brückenrahmens wie bei einer Yamaha FZ6 oder einer Honda CBF 600 ist man weit entfernt. Die Suzuki GSX-F 600 bevorzugt Stabilität gegenüber Dynamik. In schnellen, weiten Kurven zeigt sie sich gelassen und berechenbar. In einer Folge enger Kurven hingegen muss man vorausschauend fahren, die Maschine auf ihren Federbeinen einfedern lassen, bevor man sie hineinlenkt. Die telehydraulische Gabel mit 41 mm und das Federbein hinten bieten jeweils 130 mm Federweg. Das ist ordentlich, mehr nicht. Die Bremsanlage mit zwei vorderen 290-mm-Scheiben, gegriffen von Zweikolben-Sätteln, verlangt Nachdruck am Hebel, um wirklich zuzupacken. Nichts Gefährliches, aber kein Vergleich mit moderneren Anlagen. Für einen ruhigen Straßeneinsatz reicht das Gesamtpaket vollkommen aus.

Der wahre Trumpf dieser Suzuki ist ihre Positionierung. Verfügbar in einer 34-PS-Version für den Stufenführerschein, zu einem günstigen Preis verkauft, sparsam im Unterhalt dank einer seit Ende der 80er Jahre bewährten Mechanik: Die GSX-F 600 hat Generationen überdauert, von der Version 1989 über die von 2002 bis 2005, mit eher kosmetischen als technischen Weiterentwicklungen. Das ist ein Motorrad, das man zum Fahren kauft, nicht zum Angeben. Wer sich fragt, wie viel eine Suzuki GSX-F 600 wiegt oder welche tatsächliche Leistung sie hat, sucht oft einen ersten verkleideten Tourer zu einem vernünftigen Preis auf dem Gebrauchtmarkt. Und auf diesem Terrain bleibt sie eine sichere Bank – vorausgesetzt, man akzeptiert ihre Grenzen und verlangt ihr nicht ab, was sie nie zu bieten beansprucht hat.

Praktische Infos

  • Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
  • La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.34 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.24 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
131.5 ch/L
In der Kategorie Sport · Hubraum 300-1200cc (3978 verglichene Motorräder)
Leistung 79 ch Top 70%
27 ch Median 118 ch 209 ch
Gewicht 229 kg Leichter als 14%
168 kg Median 202 kg 249 kg
L/G-Verhältnis 0.34 ch/kg Top 74%
0.18 Median 0.58 1.07 ch/kg

Ähnliche Motorräder

Häufig gestellte Fragen

Bewertungen & Kommentare

Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!