Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 80.0 ch @ 10500 tr/min (58.8 kW)
- Drehmoment
- 55.9 Nm @ 9500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 11.3:1
- Bohrung × Hub
- 62.6 x 48.7 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 290 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 785.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 229.00 kg
- Trockengewicht
- 202.00 kg
- Neupreis
- 6 299 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch daran, dass man Anfang der 2000er Jahre eine vollverkleidete Vierzylinder-600er für gerade einmal 6 299 Euro bekommen konnte? Die Suzuki GSX-F 600 besetzte damals eine Nische, die sonst niemand begehrte: die der verkleideten Mittelklasse-Tourer, zugänglich und ohne sportlichen Anspruch. 1989 geboren und bis 2006 im Programm, durchlief diese Maschine die Epochen ohne große Revolution. Der Jahrgang 2004 spendierte ihr ein neu gestaltetes Rücklicht und Farbgebungen aus der GSX-R-Linie, doch unter dem Kleid blieb das Rezept unverändert. Und genau dieser Konservatismus macht ihren Reiz für eine klar definierte Zielgruppe aus.

Auf der Motorseite leistet der 600-cc-Reihenvierzylinder 80 PS bei 10 500 U/min bei einem Drehmoment von 55,9 Nm bei 9 500 U/min. Bescheidene Zahlen im Vergleich zu den Sportlern jener Zeit, doch die Bestimmung liegt woanders. Der Block mit seinem Verdichtungsverhältnis von 11,3:1 und seinen sechzehn Ventilen verlangt nach Drehzahl, um sich zu entfalten. Unter 5 000 U/min schnurrt der Vierzylinder ohne rechte Überzeugung. Man muss das Sechsganggetriebe ausnutzen und die rote Zone streifen, um den Motor zum Leben zu erwecken. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 203 km/h bestätigt den Tourencharakter der Maschine: Wir sind hier nicht auf einer CBR 600 F, und schon gar nicht auf einer R6. Die Suzuki GSX-F 600 spielt in einer eigenen Kategorie – der von Maschinen, die man wählt, um gelassen Kilometer zu fressen, statt Bestzeiten zu jagen.
Die Ergonomie trägt zu dieser Philosophie bei. Mit einer Sitzhöhe von nur 785 mm, gemuldet und einladend, gibt die Sitzposition sofort Sicherheit. Wie viel wiegt eine Suzuki GSX-F 600? Rechnen Sie mit 229 kg fahrfertig, inklusive des 20-Liter-Tanks. Das ist nicht leicht, aber die Masseverteilung und der niedrige Schwerpunkt gleichen das aus. Der Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen gehört einer anderen Schule an als die Aluminium-Brückenrahmen der Sportler, und das spürt man in engen Kurvenkombinationen: Die GSX-F verlangt Vorausschau, eine besonnene Fahrweise, bei der man die Maschine vor der Kurve platziert. Auf schnellen, weiten Bögen hingegen ist die Stabilität eine echte Stärke. Die teleskophydraulische 41-mm-Gabel und das Mono-Federbein hinten, beide mit 130 mm Federweg, bieten ordentlichen Komfort auf schlechter Fahrbahn, ohne das Motorrad in den Kurven zum Wackelpudding zu machen.
Die Bremsanlage bleibt die Achillesferse dieser Generation. Zwei 290-mm-Scheiben vorn mit Zweikolben-Sätteln, eine einzelne 240-mm-Scheibe hinten: Der Anlage fehlt es an Biss und Gefühl im Vergleich zu dem, was Honda CBF 600 oder Yamaha Fazer 600 derselben Epoche bereits boten. Für Ausfahrten und den täglichen Weg reicht es. Wer sportlich fahren will, sollte sich anderweitig umsehen. Die Bereifung in 120/70-17 und 150/70-17 bestätigt die Tourenausrichtung mit Dimensionen, die Stabilität über Agilität stellen.
Die Suzuki GSX-F 600 in der Version 2002 oder 2004 ist die rationale Wahl für alle, die einen ersten verkleideten Tourer suchen, ohne sich zu ruinieren – zumal sie in einer gedrosselten 34-PS-Version für den damaligen A2-Führerschein erhältlich war. Auf dem Gebrauchtmarkt stellt sie heute einen äußerst erschwinglichen Einstieg in die Welt der japanischen Vierzylinder dar. Sie wird nie Rennstrecken-Enthusiasten oder Liebhaber roher Emotionen begeistern, doch sie erfüllt ihren Vertrag mit einer mechanischen Ehrlichkeit, die selten geworden ist. Ein Motorrad ohne Angeberei, das seinen Job erledigt, ohne besondere Aufmerksamkeit zu verlangen. Für Einsteiger und Tourenfahrer mit knappem Budget ist sie ein Einstiegsticket, das schwer zu schlagen ist.
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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