Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 744 cc
- Leistung
- 51.0 ch @ 6200 tr/min (37.5 kW)
- Drehmoment
- 60.8 Nm @ 2800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V transversal à 90°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 80 x 74 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 40 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 118 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm
- Vorderreifen
- 100/90-18
- Hinterreifen
- 130/80-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 805.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 198.00 kg
- Trockengewicht
- 182.00 kg
- Neupreis
- 7 799 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die V7 Classic? 2012 beschließt Mandello del Lario, die Karten neu zu mischen, und verwandelt seine kleine Italienerin in die Moto Guzzi V7 750 Stone – ein Name, der einst der California in ihrer puristischsten Ausführung vorbehalten war. Die Botschaft ist klar: Reduzieren, verdunkeln, zurück zum Wesentlichen. Schwarzes Kleid, Gabelfaltenbalge, Speichenfelgen und ein auf 22 Liter gewachsener Tank. Die V7 Stone positioniert sich als Einstiegsticket einer Baureihe mit drei Gesichtern, ergänzt durch die Special mit stärkerem Vintage-Flair und die Racer für alle, die sonntags Café Racer spielen wollen.

Unter dem Tank hat der quer eingebaute 90°-V-Twin mit 744 ccm eine ernsthafte Frischzellenkur erfahren. Guzzi spricht von 70 Prozent überarbeiteten Teilen. Das ist kein bloßes kosmetisches Lifting. Neue Brennräume, neu konstruierte Kolben, eine überarbeitete Ansaugseite mit einem einzelnen 38-mm-Einspritzkörper, der beide Zylinder über einen Y-Sammler versorgt, sowie eine eigene Lambdasonde an jedem Auslass. Das Verdichtungsverhältnis steigt auf 10,2:1. Das Ergebnis: 51 PS bei 6.200 U/min und vor allem 60,8 Nm Drehmoment, die bereits ab 2.800 U/min anliegen. Auf dem Papier bleibt das bescheiden. In der Realität liefert dieser Twin seinen Schub mit einer Geschmeidigkeit und einem Charakter, die Zahlen allein nicht erzählen können. Der berühmte seitliche Ruck bei jedem Gasaufreißen, Markenzeichen jedes quer eingebauten Guzzi-V-Motors, ist nach wie vor da und erinnert daran, dass der Motor zwischen den Beinen lebt.
Im Vergleich zur Konkurrenz zwingt die Moto Guzzi V7 750 Stone im Test zum Vergleich mit der Triumph Bonneville 865 und der Kawasaki W 800, die dasselbe Neo-Retro-Segment bedienten. Der italienische Twin spielt nicht die Leistungskarte. Er setzt auf anderes: ein Gewicht von nur 198 kg fahrfertig, eine niedrige Sitzhöhe von 805 mm, die den meisten Staturen entgegenkommt, und vor allem einen Kardanantrieb, der von der lästigen Kettenpflege befreit. Ein Argument, das Alltagsfahrer zu schätzen wissen. Das 5-Gang-Getriebe reicht aus, um das Ganze auf eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h zu bringen, auch wenn niemand dieses Motorrad kauft, um Bestzeiten zu jagen.
Beim Fahrwerk keine Revolution. Ein Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen, eine 40-mm-Telegabel mit 130 mm Federweg, zwei Federbeine hinten mit 118 mm. Die Bremsanlage besteht aus einer vorderen 320-mm-Scheibe mit Vierkolben-Sattel und einer hinteren 260-mm-Scheibe. Solide, ohne sportlich zu sein. Die V7 Stone erhebt nicht den Anspruch, Kurven in Schräglage anzugreifen – sie zieht es vor, sie gelassen zu durchfahren. Die Bereifung in 100/90-18 vorn und 130/80-17 hinten unterstreicht diese ruhige Tourenausrichtung.
Mit 7.799 Euro im Jahr 2012 platzierte Guzzi seine Stone in einer aggressiven Preiszone für ein italienisches Motorrad mit Kardanantrieb und charakterstarkem Motor. Sie richtet sich an Motorradfahrer, die eine Maschine für die tägliche Ausfahrt suchen, an jene, die Stil ohne aufwendige Wartung wollen, und an A2-Führerscheininhaber, die in den 51 PS eine perfekt zugeschnittene Leistung finden. Ihre Schwächen? Eine Verarbeitung, die bei manchen Details mehr Sorgfalt verdient hätte, ein Basisfahrwerk, das auf schlechtem Belag seine Grenzen zeigt, und fünf Gänge, während die Konkurrenz bereits auf sechs setzte. Ihre Stärken? Ein authentischer mechanischer Charme, eine Silhouette, die Moden überdauert, ohne eine Falte anzusetzen, und jenes schlichte Vergnügen, auf einem Motorrad zu fahren, das nicht beeindrucken will, sich aber zu lieben weiß.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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