Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1064 cc
- Leistung
- 86.0 ch @ 7500 tr/min (63.3 kW)
- Drehmoment
- 84.3 Nm @ 6800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V transversal à 90°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 92 x 80 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 45 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Monobras CARC et mono-amortisseur, déb : 140 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 282 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Gewicht
- 252.00 kg
- Trockengewicht
- 231.00 kg
- Neupreis
- 11 090 €
Übersicht
Man erinnert sich noch gut an die Zeit, als BMW unangefochten auf dem Markt der distinguierten großen Roadster herrschte. Doch 2009 antwortete Italien mit dieser Breva V 1100, einer Maschine, die die R 1150 R mit einem entscheidenden Argument herausfordert: dem Charme. Bei Moto Guzzi ist Charme kein Accessoire, sondern Teil der DNA. Diese Breva greift das Konzept der 750 auf, aber mit den Innereien des V11 S, die für eine zivilere Nutzung überarbeitet wurden. Der V-Twin liefert 86 Pferdestärken, eine Zahl, die angesichts einiger japanischer oder englischer Roadster bescheiden wirkt, aber das ist eine Fehleinschätzung. Ihre wahre Stärke liegt in ihrem Drehmoment von 84 Nm, das mit einer Großzügigkeit freigesetzt wird, die jede Beschleunigung in eine lange Liebkosung verwandelt, anstatt in einen Ruck. Die Drehmomentkurve wurde homogenisiert, die Zylinderköpfe erhielten eine Doppeltändelung, alles wurde getan, damit diese Mechanik geschmeidig und hilfreich ist, ein wahrer GT-Motor, der die Sinnlichkeit der Gewalt vorzieht.

Auf diesem 800 mm hohen Sitz merkt man schnell, wer die Zielgruppe dieser Moto Guzzi Breva V 1100 ist: der Reisende, der einen charismatischen Reisebegleiter sucht, oder der Liebhaber der mechanischen Ästhetik, der den Alltag nicht auf Kosten des Charakters aufs Spiel setzen will. Das Chassis ist ein Sessel, das Armaturenbrett ist von seltener Vollständigkeit, fast schon zu reichhaltig. Man navigiert durch seine Funktionen über den Lenkerlinksarm, eine Innovation, die anfangs verwirrt, aber schnell überzeugt. Und dann ist da noch die Monobrace-Kardanwelle, eine italienische Antwort auf BMWs Paralever, die einen kurzen Radstand und einen großzügigen Federweg ermöglicht. Das System funktioniert mit bemerkenswerter Diskretion und minimiert die typischen Sprünge der Kardanwelle. Sie wiegt 252 kg vollgetankt, bewegt sich aber mit einer Leichtigkeit, die die Waage in den Schatten stellt.
Die Breva V 1100 zeigt ihre Grenzen jedoch beim Bremsen. Die Brembo sind vorhanden, mit zwei 320 mm Scheiben vorne und einer 282 mm Scheibe hinten, aber die Dosierung ist heikel. Bei niedrigen Geschwindigkeiten können sie tückisch sein, mit einer Tendenz, das Hinterrad zu blockieren oder die Vorderräder zu abrupt zu greifen. Das ist ein überraschender Mangel für ein Motorrad, das alles auf Komfort und Kontrolle setzt. Im Vergleich zu einer Triumph Speed Triple oder einer Kawasaki Z1000 der damaligen Zeit ist die Breva weniger eine Maschine für Stadt-Drängeleien, sie erfordert mehr Fingerspitzengefühl. Ihr 23-Liter-Tank und die Kardanantrieb machen sie für lange Strecken geeignet, nicht für Ampelduelle.
Auf der Straße verwandelt sie sich jedoch. Das Chassis ist präzise, beruhigend und kommuniziert mit einer seltenen Klarheit. Die 45-mm-Gabel und der Monodämpfer bewältigen die 231 kg Trockengewicht mit einer Eleganz, die dem italienischen Label Ehre macht. In Kurven ist sie leichtgängig, gehorcht ohne zu betrügen, und der Motor entfaltet seine Leistung mit einer Progressivität, die zum tiefen Einlenken einlädt. Man könnte ihr mehr Punch wünschen, ihre 86 PS sind nicht atemberaubend, aber das missversteht ihre Rolle. Sie ist kein Rennstreckenmotorrad, sie ist eine Genießerin. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erreicht sie ihre Grenzen ohne Stress, immer stabil, immer komfortabel.
Insgesamt ist diese Breva V 1100 ein Angebot für 11.090 Euro, das durch seinen Charakter und seine Raffinesse überzeugt. Sie ist nicht für diejenigen geeignet, die aggressive Sportlichkeit suchen, aber sie ist ein idealer Begleiter für diejenigen, die einen Roadster mit Seele, der in der Lage ist zu mühelosen Reisen und stilvollen Ausflügen, suchen. Sie beweist, dass Moto Guzzi mit den Deutschen auf dem Gebiet der Technologie konkurrieren kann, während der Swing ihres legendären Zweizylinders intakt bleibt. Ein Motorrad, das auch heute noch ein begehrtes Objekt für diejenigen ist, die glauben, dass das Reisen eine Feier sein sollte, kein Rennen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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