Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1077 cc
- Leistung
- 175.0 ch @ 11000 tr/min (128.7 kW)
- Drehmoment
- 120.6 Nm @ 9000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en V à 65°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 81 x 52.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre périmetrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 200/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 825.00 mm
- Tankinhalt
- 18.50 L
- Gewicht
- 209.00 kg
- Trockengewicht
- 185.00 kg
- Neupreis
- 17 319 €
Übersicht
Pikes Peak, Juli 2019. Carlin Dunne hatte in diesem selben Rennen wenige Stunden zuvor sein Leben verloren, und doch hatte der Berg sein mechanisches Urteil mit unerbittlicher Kälte gesprochen. Canet Wheeler, auf einer in Aprilia-Farben aufgebauten Tuono, hatte das Rudel der Bolognesen im Ziel abgehängt, die seit Jahren die „Race to the Clouds" dominiert hatten. Ein italienischer Sieg, gewiss, aber nicht der erwartete.

Aprilias Reaktion auf diesen Erfolg sagt viel über die Kultur der Marke aus Noale. Kein lärmender Triumphalismus, keine schreiende Werbekampagne. Eine auf 25 Exemplare limitierte Serie, reserviert für den amerikanischen Markt, getauft auf den Namen Summit Attack und jenseits des Atlantiks für 19.499 Dollar verkauft. Auf dem europäischen Markt schlägt die Basisversion Factory mit 17.319 Euro zu Buche – bereits eine ernsthafte Summe für einen Roadster, der sich gegenüber vielen Supersportlern auf der Rennstrecke jedoch kaum zu verstecken braucht.
Was an der Summit Attack zunächst auffällt, ist genau das, was sie zu verbergen sucht. Während die RSV4 in ihren aggressiven Lackierungen die Kriegerin gibt, kleidet sich die Tuono Factory Summit Attack in ein fast mönchisches Anthrazitgrau. Als einziges sichtbares chromatisches Zugeständnis verraten die goldenen Tauchrohre der invertierten 43-mm-Öhlins-Gabel die erstklassige Ausstattung. Derselbe Öhlins-Stoßdämpfer hinten, mit 130 mm Federweg, komplettiert ein Fahrwerk, das viele reinrassige Sportler nicht verleugnen würden. Die 330-mm-Brembo-Scheiben, gebissen von radial montierten Vierkolbensätteln, tun das Übrige: Die Bremsanlage ist eine absolute Referenz in der Kategorie.
Denn über den Motor muss gesprochen werden. Dieser 65-Grad-V4 mit 1077 cc leistet 175 PS bei 11.000 U/min und 120,6 Nm bei 9.000 U/min. In einem Roadster von 185 kg trocken, also 209 kg fahrfertig, erzeugen diese Werte Beschleunigungen, die jede philosophische Debatte über die im Alltag notwendige Leistung hinfällig machen. Gegenüber einer KTM Super Duke R 1290 oder einer Ducati Streetfighter V4 gibt die Tuono in Sachen Motorbrutalität nichts ab, und sie kompensiert ihre leicht üppigere Statur durch ein besonders ausgefeiltes Elektronikpaket – ein direktes Erbe der RSV4-Entwicklungen aus dem WorldSBK. Die hohe Sitzbank bei 825 mm und der 18,5-Liter-Tank richten die Maschine klar an erfahrene Fahrer, die ebenso viel Reichweite wie Fahrgefühl suchen.
Die Zielgruppe dieser Summit Attack ist nicht der ängstliche Sammler, der sie unter einer Abdeckhaube einmotten würde. Es ist der Enthusiast, der die Rennleistungen verfolgt hat, der versteht, was ein Sieg bei Pikes Peak in Bezug auf technische Entwicklung bedeutet, und der eine greifbare Spur dieser Leistung in seiner Garage haben möchte. Fünfundzwanzig Exemplare – das ist weniger als ein Vorführflottenbestand bei manchen Importeuren. Die Seltenheit rechtfertigt den Preis, die Schlichtheit der Präsentation rechtfertigt den Einsatz. Eine Tuono Summit Attack, die auf Bergstraßen Kilometer sammelt, ergibt weit mehr Sinn als ein unbewegliches Museumsstück.
Was Aprilia mit dieser Sonderedition gelungen ist, ist die Kapitalisierung auf einen sportlichen Sieg, ohne daraus ein vulgäres Marketingargument zu machen. Der Name Summit Attack genügt, um an die Leistung zu erinnern. Den Rest spricht die Maschine selbst.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch MP9.1
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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