Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1064 cc
- Leistung
- 86.0 ch @ 7500 tr/min (63.3 kW)
- Drehmoment
- 84.3 Nm @ 6800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V transversal à 90°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 92 x 80 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 45 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Monobras CARC et mono-amortisseur, déb : 140 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 282 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Gewicht
- 252.00 kg
- Trockengewicht
- 231.00 kg
- Neupreis
- 11 090 €
Übersicht
Kann eine Maschine sowohl ein elegantes Roadster als auch eine komfortable Tourenmaschine sein? Im Jahr 2008 wagte Moto Guzzi mit der Breva V 1100 das Experiment, einer Italienerin, die die deutschen Reisemaschinen auf ihrem eigenen Terrain herausfordert. Mit ihrem quer eingebauten V-Twin mit 1064 cm3 leistet sie 86 PS bei 7500 U/min und entwickelt ein Drehmoment von 84,3 Nm, Zahlen, die nicht einschüchternd sind, aber Flexibilität versprechen. Damals zielte sie klar auf die BMW R 1150 R, aber mit einer hedonistischeren Philosophie als sportlich.

Sobald man auf diese Moto Guzzi Breva V 1100 steigt, wird der Ton angegeben. Der 80 cm hohe Sattel ist ein wahrer Sessel, und das Armaturenbrett, das eine seltene Fülle aufweist, ähnelt dem Innenraum einer GT. Abseits von aggressiven Roadstern wie der Speed Triple oder der Monster S4R setzt die Breva auf Komfort und Eleganz. Der Motor, der von der V11 übernommen und abgemildert wurde, wurde um 40 mm im Rahmen nach vorne verlegt, um das typische Kippmoment der Guzzi zu reduzieren. Es bleibt jedoch diese charakteristische Pulsation im Leerlauf, ein schmackhafter Schwung, der verschwindet, sobald sich die Räder drehen. Die Kardanwelle und der Monobrac-Antrieb, stark inspiriert vom Paralever von BMW, funktionieren bemerkenswert gut, ohne die gelegentlichen Rucke, die diesem System manchmal vorgeworfen werden.
Doch erst auf der Straße offenbart die Breva ihren wahren Charakter. Der Motor entfaltet sein Drehmoment mit linearer Großzügigkeit, ideal um mühelos Kilometer zu verschlingen. Das präzise und beruhigende Fahrwerk vermittelt Vertrauen in Kurven. Doch nicht alles ist perfekt. Die Brembo-Bremsen leiden unter einem Mangel an Progressivität. Bei niedrigen Geschwindigkeiten ist er zu bissig, bis hin zum Risiko des Blockierens des Hinterrades. Ein überraschender Mangel für eine Maschine, die auf Gelassenheit ausgerichtet ist.
Letztendlich überzeugt diese Moto Guzzi Breva V 1100 durch ihren einzigartigen Charme und ihre Vielseitigkeit. Sie sucht nicht die rohe Leistung, sondern vielmehr die Kunst des Reisens mit Stil. Ihr 23-Liter-Tank und ihr Komfort machen sie zu einer überzeugenden Reisemaschine, während ihr Aussehen und ihre lebendige Mechanik ihr die Banalität ersparen. Sie richtet sich an den Motorradfahrer, der die Degustation der Hektik vorzieht, einen Fahrer, der auf Charakter mehr als auf Zahlen Wert legt. Für 11.090 Euro bot sie damals eine spannende italienische Alternative zur manchmal kühlen Effizienz der deutschen Konkurrenten. Eine Maschine, die auch heute noch daran erinnert, dass das Motorradvergnügen oft durch die Empfindungen und nicht nur durch die technische Datenblatt entsteht.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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