Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1064 cc
- Leistung
- 86.0 ch @ 7500 tr/min (63.3 kW)
- Drehmoment
- 84.3 Nm @ 6800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V transversal à 90°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 92 x 80 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 45 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Monobras CARC et mono-amortisseur, déb : 140 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 282 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Gewicht
- 252.00 kg
- Trockengewicht
- 231.00 kg
- Neupreis
- 11 090 €
Übersicht
Kann ein Motorrad gleichzeitig eine Hommage an die Tradition sein und dem Konformismus eine Ohrfeige verpassen? Im Jahr 2005 positionierte sich die Moto Guzzi Breva V 1100 als Schock im Segment der Premium-Roadster, einem Gebiet, das damals von oft zu zurückhaltenden deutschen Maschinen dominiert wurde. Mit ihrem quer eingebauten V-Zweizylinder, der unter einem Winkel von 90 Grad schwenkt, existiert die Breva nicht nur, sondern verkündet laut und deutlich, dass Charakter keine Verhandlungssache ist. Im Vergleich zur zu brav wirkenden BMW R 1150 R bringt die Italienerin diesen Hauch von Verrücktheit und diese vibrierende Seele, die diesem Segment akut fehlten.

Sobald man auf dieses Biest steigt, ist der Ton gesetzt. Der 80 cm hohe Sattel ist ein wahrer Sessel, und das Armaturenbrett, von fast germanischer Komplexität, kündigt eine Ausrichtung auf den Langstrecken-Tourismus an. Lassen Sie sich jedoch nicht täuschen: Dieser GT-Roadster verbirgt unter seinem distinguierten Äußeren einen gut durchgehenden Charakter. Sein 1064 cm³-Motor, entlehnt dem Sportmodell V11, aber gemildert, leistet 86 PS bei 7500 U/min. Die Zahl mag bescheiden erscheinen, aber es ist sein Drehmoment von 84,3 Nm, das ab der Mittelstellung verfügbar ist, das seine wahre Signatur ausmacht. Es sorgt für einen schnellen und linearen Schub, ideal um die Bundesstraßen mühelos zu verschlucken. Die Kardanwelle und der Monobrac-Hinterbau, eine deutliche Spitze gegen BMWs Paralever, sorgen für ein sauberes und beruhigendes Fahrverhalten und begrenzen die Drehmomentwirkungen bei der Beschleunigung. Mit 252 kg vollgetankt ist die Breva V 1100 kein Leichgewicht, aber ihr niedriger Schwerpunkt verleiht ihr eine überraschende Wendigkeit in der Stadt.
Dennoch ist nicht alles perfekt in diesem idyllischen Bild. Die Bremsanlage, die an Brembo-Sättel übertragen wird, leidet unter einem überraschenden Mangel an Progressivität. Der Hebel ist hart und der Biss zu heftig, was langsame Manöver erschwert und das Risiko besteht, dass das Hinterrad blockiert. Ein überraschender Mangel für eine Maschine, die sich zugänglich und sicher geben soll. Das ist vielleicht der Preis für eine sehr sorgfältige Verarbeitung und eine umfangreiche Ausstattung, die sie zu einem Preis von etwa 11.000 Euro zu der Zeit positioniert, eine kühne Platzierung.
Auf der Straße wirkt die Magie. Das Chassis, das für die damalige Zeit bemerkenswert präzise und stabil ist, vermittelt ein absolutes Vertrauen. Die 45-mm-Gabel und der Hinterradstoßdämpfer sind auf Komfort ausgelegt, was die Breva zu einer erstklassigen Reisebegleiterin macht, besonders mit ihrem 23-Liter-Tank. Sie verhält sich in Kurven mit einer überraschenden Leichtigkeit, unterstützt von einem Motor, der mit einem tiefen und süchtig machenden Klang läuft. Sie zielt nicht auf den aggressiven Fahrer ab, sondern auf den anspruchsvollen Tourenfahrer, den Ästheten, der authentische Empfindungen sucht, fernab von technischer Kälte.
Die Moto Guzzi Breva V 1100 bleibt daher ein liebenswertes Außerirdisches. Sie beweist, dass man das lebendige mechanische Erbe der Marke aus Mandello mit einer effektiven Moderne verbinden kann. Mehr als nur ein Roadster ist es eine Liebeserklärung an das Vergnügenmotorrad, an das, das man genießt, mehr als man es dominiert. Sie wird diejenigen nicht überzeugen, die nach roher Leistung suchen, aber sie verzaubert sofort jeden, der immer noch glaubt, dass die Seele einer Maschine an den Vibrationen gemessen wird, die sie in den Lenker sendet, und an dem Lächeln, das sie auf das Gesicht zaubert. Eine kühne Wette, und ein unbestreitbarer Charme.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!