Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 250 cc
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Bohrung × Hub
- 78.0 x 52.3 mm (3.1 x 2.1 inches)
- Zündung
- Keihin EMS
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Central double-cradle-type 25CrMo4 steel
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet multi-disc clutch, Brembo hydraulics
- Vorderradaufhängung
- WP XACT-USD, Ø 48 mm
- Hinterradaufhängung
- WP XACT Monoshock with linkage
- Federweg vorne
- 310 mm (12.2 inches)
- Federweg hinten
- 300 mm (11.8 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 110/90-19
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 950.00 mm
- Radstand
- 1495.00 mm
- Bodenfreiheit
- 370.00 mm
- Tankinhalt
- 7.00 L
- Trockengewicht
- 99.00 kg
Übersicht
Neunundneunzig Kilogramm auf der Waage trocken, 45 PS freigesetzt von einem Einzylinder mit 249,9 cm³, eine Sitzhöhe von 950 mm, die den Fahrer sofort in Angriffsposition bringt. Die KTM 250 SX-F versucht nicht, auf dem Papier zu überzeugen – sie setzt ihre Argumente auf gestampfter Erde durch, im Lärm und Staub der Motocross-Strecken. Und auf genau diesem Terrain wagen es nur wenige Maschinen, ihr die Stirn zu bieten.

Was diesen Motor von seinen direkten Konkurrentinnen, der Yamaha YZ250F oder der Honda CRF250R, unterscheidet, ist die Dichte seiner Architektur. Das DOHC-Aggregat mit vier Ventilen pro Zylinder, mit einer Bohrung von 78 mm bei einem Hub von 52,3 mm, weist ein Verdichtungsverhältnis von 14,4:1 auf, das keinerlei Zweideutigkeit über seine Absichten lässt. Dazu kommen Titanventile, die von DLC-beschichteten Kipphebeln betätigt werden, um Reibung zu reduzieren, eine Keihin-Einspritzung mit 44 mm, gesteuert von einem ECU, das den eingelegten Gang in Echtzeit erkennt – und man erhält einen Motor, der bei jeder Gasöffnung mit einer verblüffenden Direktheit reagiert. Die KTM 250 SX-F 2020 schiebt stark, gewiss, aber sie schiebt mit einer Ablesbarkeit, die Hobbyfahrer ebenso schätzen werden wie Profis.
Der hydrogeformte Chrom-Molybdän-Rohrrahmen arbeitet in direkter Synergie mit der 48-mm-WP-Upside-Down-Gabel, einstellbar auf 310 mm Federweg, und dem hinteren WP-Monodämpfer mit 300 mm. Dieses vollständig einstellbare Fahrwerks-Duo – hinten in Hoch- und Niedergeschwindigkeitsdämpfung, vorne in Druckstufe und Zugstufe mit je 30 Klicks – hebt das Motorrad in Sachen Abstimmungsgenauigkeit in eine eigene Kategorie. Der einteilige druckgegossene Schwingarm ermöglicht Radstandsanpassungen für verschiedene Streckenkonfigurationen. Die Brembo-Wave-Scheiben mit 260 mm vorne und 220 mm hinten vervollständigen ein Bremspaket, das präzise anspricht, ohne je brutal zuzubeißen.
Die Elektronik der KTM 250 SX-F 2020 verdient eine Erwähnung ohne Herablassung. Der Kennfeldwahlschalter am Lenker ermöglicht das Umschalten zwischen zwei Leistungskurven, die Aktivierung der Traktionskontrolle auf nassen Streckenabschnitten oder die Nutzung der Startautomatik vom Gitter aus – eine Funktion, die vor einigen Jahren noch ausschließlich Supercross-Maschinen vorbehalten war. Der elektrische Mitsuba-Starter, gespeist von einer 2-Ah-Lithium-Ionen-Batterie, ist im Rennsport unverzichtbar geworden, und KTM hat es verstanden, ihn zu integrieren, ohne das Gesamtgewicht zu belasten. Für alle, die eine KTM 250 SX-F gebraucht suchen oder zwischen den Modelljahren schwanken: Diese elektronische Weiterentwicklung stellt ein echtes Argument gegenüber früheren Versionen dar.
Der einzige Punkt, bei dem man differenziert urteilen kann, betrifft den 7-Liter-Tank, der für den reinen Renneinsatz stimmig ist, bei längerem Freizeitgebrauch jedoch einschränkend wirkt. Die Sitzhöhe von 950 mm erfordert zudem eine entsprechende Statur, was dieses Modell klar in Richtung bereits erfahrener Fahrer ausrichtet – und nicht in Richtung Einsteiger auf der Suche nach ihrem ersten Crossmotorrad. Mit einem Preis von 9.499 Euro positioniert sich die KTM 250 SX-F im oberen Segment des MX2-Marktes, auf gleichem Niveau wie ihre japanischen Premium-Konkurrentinnen, jedoch mit einem Serienausrüstungsniveau, das andere Marken ohne einen zweiten Gang zur Kasse nicht bieten.
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