Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 250 cc
- Leistung
- 40.0 ch (29.4 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.9 : 1
- Bohrung × Hub
- 78 x 52.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 44 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre tubulaire central en acier au chrome-molybdène
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée WP Ø 48 mm, déb : 300 mm
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur WP, déb : 317 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 100/90-19
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 992.00 mm
- Tankinhalt
- 7.50 L
- Trockengewicht
- 102.20 kg
- Neupreis
- 8 560 €
Übersicht
Wenn ein Hersteller Jahr für Jahr MX2-Weltmeistertitel einsammelt, geht es nicht mehr um Marketing: Die KTM 250 SX-F spricht durch ihre Ergebnisse. Auf internationalen Strecken ebenso wie auf Amateur-Geländen hat sich dieser 249,91-cc-Einzylinder als Maßstab der Kategorie etabliert und seine japanischen Konkurrenten methodisch in die Boxen gedrängt. Für 2015 hat sich KTM nicht damit begnügt, die Plastikteile neu zu lackieren und das als Neuheit zu verkaufen. Die Österreicher haben ihre Ingenieure aus dem Depot geholt und ernsthaft an den zwei Bereichen gearbeitet, die Rennen entscheiden: Motor und Fahrwerk.

Der DOHC-Motor ist eine Maschine, die in einem Drehzahlbereich lebt, in dem andere aufgeben. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 13,9:1, einer Bohrung von 78 mm bei einem Hub von 52,3 mm und Titanventilen mit auf maximalen Gaswechsel ausgelegten Abmessungen dreht der Motor klaglos bis 14.000 U/min. Die angegebenen 40 PS haben in dieser Kategorie Gewicht, erst recht wenn sie von einer Keihin-Einspritzung mit 44-mm-Drosselklappen und einem per Laptop parametrierbaren EMS begleitet werden. Dieses Maß an elektronischer Zugänglichkeit war noch vor wenigen Saisons Werksteams vorbehalten. Heute kann jeder handwerklich begabte Fahrer seine Einspritzkennlinie mit wenigen Klicks anpassen, während die Konkurrenz noch auf altmodische Vergasereinstellungen angewiesen ist. Spätere Versionen wie die KTM 250 SX-F 2021 oder die KTM 250 SX-F 2022 werden diese Philosophie fortführen, doch es ist dieser Jahrgang 2015, der die Grundlage gelegt hat.
Der Chrom-Molybdän-Stahlrahmen verdient besondere Beachtung. Das geschmiedete und gefräste Querrohr, das die beiden Rahmenhälften verbindet, eliminiert Schweißnähte an dieser kritischen Stelle, spart 60 Gramm und verbessert die Fertigungsgenauigkeit. Das ist Uhrmacherarbeit an einem Schlamm-Motorrad – und genau diese Art von Obsession unterscheidet KTM von seinen Mitbewerbern. Die 48-mm-WP-Upside-down-Gabel mit 300 mm Federweg, gekoppelt mit dem einstellbaren WP-5018-Federbein mit 317 mm Federweg, arbeitet als System: Der für 2015 überarbeitete Umlenkmechanismus senkt das Heck leicht ab und verhärtet die Anfangsprogression, was die Stabilität beim Herausfahren aus Kurven verbessert, ohne das Motorrad bei großen Schlägen brutal zu machen. Die neue 22-mm-Vorderachse – zuvor 26 mm – verfeinert das Feedback am Vorderrad zusätzlich, wo die feinfühligsten Fahrer ihre Informationen suchen.
Was das Gewicht betrifft, zeigt die KTM 250 SX-F 102,2 kg trocken – das entspricht dem Standard der Kategorie gegenüber einer Yamaha YZ250F oder einer Honda CRF250R. Die Sitzhöhe von 992 mm macht deutlich, dass dieses Motorrad nicht für Einsteiger gedacht ist, die die Disziplin am Wochenende ausprobieren möchten. Es ist ein reines Wettkampfgerät, konzipiert für Fahrer, die ihre Linien und ihre Einstellungen kennen. Der 7,5-Liter-Tank entspricht genau dem Bedarf eines Motocross-Laufes, ohne unnötiges Gewicht mitzuschleppen. Die hydraulische Brembo-Kupplung und das 5-Gang-Getriebe bieten eine Präzision, die Fahrer, die regelmäßig KTM 250 SX-F Gebrauchtmaschinen fahren, beim Kauf oft als entscheidendes Kriterium nennen.
Zum Katalogpreis von 8.560 Euro positioniert sich die KTM 250 SX-F 2015 konsequent über den japanischen Modellen. Dieser Aufpreis rechtfertigt sich durch das serienmäßige Ausstattungsniveau: CNC-gefräste Excel-Felgen, Renthal-Fatbar-Lenker, Brembo-Wave-Bremsen. Das ist kein Datenblatt-Füllmaterial. Bei Modellen wie der KTM 250 SX-F 2018 oder der Factory Edition 2021 wird diese Premium-Philosophie noch weiter verschärft. Doch bereits in diesem Jahrgang liefert der Österreicher ein Motorrad, dessen Komponenten nicht vor den ersten Rennen getauscht werden müssen – was eine günstige japanische Viertakt-Maschine nicht immer bieten kann. Für einen Vereinsfahrer, der regionale Podiumsplätze anstrebt, oder einen Wettkämpfer, der ein zuverlässiges MX2-Gerät sucht, ist die Rechnung einfach.
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