Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 250 cc
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.9 : 1
- Bohrung × Hub
- 78.0 x 52.3 mm (3.1 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 44 mm
- Schmierung
- Forced oil lubrication with 2 Eaton pumps
- Zündung
- Contactless, controlled, fully electronic ignition system with digital ignition timing adjustment
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Central tube frame made of chrome molybdenum steel tubing
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet multi-disc clutch / hydraulically operated
- Vorderradaufhängung
- WP Suspension Up Side Down 4860 MXMA CC
- Hinterradaufhängung
- WP Suspension 5018 BAVP DCC
- Federweg vorne
- 205 mm (8.1 inches)
- Federweg hinten
- 185 mm (7.3 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Four-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. Two-piston calipers.
- Vorderreifen
- 80/100-21
- Hinterreifen
- 100/90-19
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 992.00 mm
- Radstand
- 1495.00 mm
- Bodenfreiheit
- 375.00 mm
- Tankinhalt
- 7.50 L
- Trockengewicht
- 102.80 kg
- Neupreis
- 8 290 €
Übersicht
Acht Jahre Motocross-Weltmeisterschaft in der MX2-Klasse, Seriensiege, ein Ruf aufgebaut im Schlamm und Staub internationaler Rennstrecken: Als KTM für den Jahrgang 2013 die Grundlagen seiner 250 SX-F vollständig neu gestaltet, geschieht das nicht des schönen Scheins wegen. Es ist eine komplette Neuausrichtung, diktiert von einer bekannten österreichischen Obsession – Gramm einsparen, wo Konkurrentinnen wie die Yamaha YZ250F oder die Honda CRF250R sich mit kosmetischen Anpassungen begnügen. Das Ergebnis wiegt 102,8 kg trocken, was diese kleine orangene Bombe zu einer der leichtesten Maschinen ihrer Klasse macht.

Das Herzstück ist naturgemäß der neue Einzylinder-Viertaktmotor. Die Bohrung wächst auf 78 mm gegenüber 76 mm bei der Vorgängergeneration, was großzügigere Einlassventile von 32,5 mm und auf 26,5 mm vergrößerte Auslassventile ermöglicht. Der Gasdurchfluss steigt um 10 %, und der Motor dreht nun bis 14 000 U/min, wo das alte Modell bei 13 400 U/min abgeriegelt wurde. Um diesen Drehzahlbereich zu halten, ohne den Fahrer in einen Vibrationsmasseur zu verwandeln, integriert KTM eine seitliche Ausgleichswelle, die gleichzeitig als Antrieb für die Steuerkette und die Wasserpumpe dient – eine kompakte und rationale Lösung. Das druckgegossene Motorgehäuse macht den Kickstarter überflüssig, spart Gewicht, und eine verstärkte Aluminiumlegierung schützt die gesamte Einheit gegen die disziplineigenen Schlagbelastungen. Bei der KTM 250 SX-F ist der DOHC-Motor mit DLC-behandelten Tassenstößeln und Titanventilen kein Messeargument – es ist reines Wettkampfmaterial.
Die Keihin-Einspritzung erhält einen auf 44 mm vergrößerten Drosselklappenkörper gegenüber zuvor 42 mm sowie neue Injektoren, die das Kraftstoffmanagement bei hohen Drehzahlen verfeinern. Der Kabelbaum wurde vereinfacht, die Stecker durch Gummidichtungen vor Feuchtigkeit geschützt und der Drosselklappensensor gegen Steinschlag abgeschirmt – denn im Motocross entscheiden solche Details darüber, ob man das Rennen beendet oder aufgibt. Ein optionaler Map-Select-Switch ermöglicht den Kennfeldwechsel am Lenker, eine Funktion, die Fahrer ansprechen wird, die das Motoransprechverhalten je nach Streckenbedingungen anpassen möchten.
Das Chrom-Molybdän-Chassis übernimmt die Grundprinzipien der Marke – dünnwandigere Rohre, versteiftes Rahmendreieck, optimierte Motoraufnahmen – für eine Struktur, die an Verwindungssteifigkeit gewinnt, ohne an Gesamtgewicht zuzulegen. Die 48-mm-WP-USD-Gabel mit neu formuliertem Öl für bessere thermische Verschleißbeständigkeit über eine Renndistanz sowie der WP-Monoshock-Dämpfer mit einstellbarer Hoch- und Niedergeschwindigkeits-Druck- und Zugstufe bilden eine solide Arbeitsgrundlage für Aufbauteams. Die Excel-Felgen mit CNC-Naben und schwarzen Speichen gehören zu jenen Details, die eine Maschine als auf Sieg ausgelegt kennzeichnen – nicht auf die Beruhigung von Sonntagskäufern. Zu 8 290 Euro richtet sich die KTM 250 SX-F ausschließlich an Fahrer mit bereits vorhandenem Lizenzausweis oder an jene, die eine KTM 250 SX-F gebraucht suchen, um zu geringeren Kosten Zugang zu diesem Technologieniveau zu erhalten.
Was diese Version von 2013 in der Modellchronologie darstellt, ist ein klarer Bruch. Die nachfolgenden Generationen, von der KTM 250 SX-F 2018 bis zur KTM 250 SX-F 2021 oder der Factory Edition 2021, haben alle diese tiefgreifend überarbeitete Architektur geerbt. Eine gebrauchte KTM 250 SX-F aus dieser Baureihe zu kaufen bedeutet, eine über Jahre gereifte Rennsport-DNA zu übernehmen. Für einen erfahrenen Piloten, der im Regionalbereich fährt oder eine ernsthafte Saison vorbereitet, ist sie eine der wenigen Maschinen in dieser Hubraumklasse, die jeder japanischen Konkurrentin auf Augenhöhe begegnen kann – vorausgesetzt, die Wartung des hochverdichteten 250-cm³-Motors wird nicht vernachlässigt, der eine kompromisslose mechanische Sorgfalt verlangt.
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