Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 250 cc
- Leistung
- 45.0 ch (33.1 kW)
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 14.0:1
- Bohrung × Hub
- 78.0 x 52.3 mm (3.1 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 44 mm
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Zündung
- Keihin EMS
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- 25CrMo4 steel central-tube frame
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet multi-disc clutch / hydraulically operated
- Vorderradaufhängung
- WP-USD, AER 48, Ø 48 mm
- Hinterradaufhängung
- WP shock absorber with linkage
- Federweg vorne
- 300 mm (11.8 inches)
- Federweg hinten
- 300 mm (11.8 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Brake calipers on floating bearings
- Hinterradbremse
- Single disc. Brake calipers on floating bearings
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 960.00 mm
- Radstand
- 1485.00 mm
- Bodenfreiheit
- 370.00 mm
- Tankinhalt
- 7.00 L
- Trockengewicht
- 98.20 kg
- Neupreis
- 8 995 €
Übersicht
Wenn ein Motorrad so viele MX2-Weltmeisterschaften gewinnt wie aufeinanderfolgende Saisons an der Spitze, fragt man sich irgendwann, ob die Konkurrenz wirklich alles daran setzt, es vom Thron zu stoßen. Die KTM 250 SX-F 2018 will es nicht jedem recht machen: Sie ist auf Sieg ausgelegt, Punkt. Mit 98,2 kg Trockengewicht, einem serienmäßigen Elektrostarter, der in dieses Leichtgewicht integriert ist, und 45 PS aus einem 249,9-cc-Einzylinder mit 4 Ventilen folgt die österreichische Maschine einer strikten Logik, bei der jedes eingesparte Gramm der Streckenperfomance dient.

Der Motor steht im Mittelpunkt der KTM-Philosophie. Mit einer Bohrung von 78 mm und einem Hub von 52,3 mm dreht der Einzylinder in hohen Drehzahlbereichen, getragen von einer Kurbelwelle mit kurzem Pleuel, die die bewegten Massen reduziert und das Ansprechverhalten agiler macht. Das Verdichtungsverhältnis von 14:1 sagt alles über die Absicht: Dieses Motorrad zielt nicht auf Sonntagsfahrten, es zielt auf die Rundenzeit. Der DOHC-Zylinderkopf integriert Titanventile, die über DLC-beschichtete Kipphebel betätigt werden – ein Detaillierungsgrad, der in der Serie selten zu finden ist. Die Keihin-Einspritzanlage mit 44-mm-Drosselklappe verwaltet die Motorkennfelder je nach eingelegtem Gang, mit Traktionskontrolle und Launch Control, die über einen Lenkerknopf bedienbar sind. Die Honda CRF250R und die Yamaha YZ250F boten zu dieser Zeit nicht dieses Niveau an integrierter Elektronik in ihrer Serienversion – das ist ein konkreter Vorteil, kein kosmetischer.
Der Rahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl 25CrMo4 spielt auf zwei gegensätzlichen Feldern: torsionssteif, um die Maschine in schnellen Kurven zu stabilisieren, und längsflexibel, um Stöße zu absorbieren, ohne den Fahrer über einen kompletten Manche zu ermüden. Die Bodenfreiheit von 370 mm und der Radstand von 1485 mm definieren eine aggressive Geometrie, die für reines Motocross konzipiert ist, nicht für Ausfahrten. Die WP USD AER 48 Luftfedergabel lässt sich werkzeuglos mit der mitgelieferten Pumpe einstellen; der WP-Umlenkungsdämpfer vervollständigt das Setup mit präzisen Zug- und Druckstufeeinstellungen. Für einen Fahrer, der eine gebrauchte KTM 250 SX-F sucht, um im MX2-Wettbewerb einzusteigen, bietet diese Abstimmungsplattform echtes Entwicklungspotenzial – vorausgesetzt, man investiert Zeit, um die Einstellungen zu verstehen. Das ist kein Motorrad, das sich sofort erschließt.
Der 7-Liter-Tank reicht gerade für einen Grand-Prix-Lauf, ohne übermäßiges Mehrgewicht mitzuführen. Die hohe Sitzposition von 960 mm richtet sich klar an erfahrene Fahrer oder entsprechende Körpergrößen; ein kleiner Anfänger wird beim stehenden Start schnell in Schwierigkeiten geraten. Die Brembo-Bremsen mit schwimmend gelagerten Wave-Scheiben liefern eine direkte Verzögerung ohne überflüssige Dosierbarkeit. Wer den KTM 250 SX-F 2018 Preis mit neueren Jahrgängen wie der KTM 250 SX-F 2021 oder der KTM 250 SX-F Factory Edition 2021 vergleicht, stellt fest, dass die Unterschiede vor allem bei den elektronischen Updates und ergonomischen Details liegen – nicht bei der grundlegenden Architektur, die von Saison zu Saison konsistent bleibt.
Zum Einführungspreis von 8.995 Euro rechtfertigt sich dieser Tarif durch die technische Dichte der Maschine, richtet sie aber klar auf den ernsthaften Wettbewerbseinsatz aus. Ein regelmäßiger Streckenpilot, der seine Einstellungen kennt und die Mechanik ordentlich pflegt, findet hier eine solide Basis zur Weiterentwicklung. Wer ein Wochenendmotorrad ohne strenge Wartung sucht, sollte sich anderweitig umsehen: Die KTM 250 SX-F verlangt Einsatz, um ihr Bestes zu geben – und genau dieser stillschweigende Vertrag ist seit Jahren ihre Identität.
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