Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1811 cc
- Leistung
- 84.0 ch (61.8 kW)
- Drehmoment
- 161.4 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1
- Bohrung × Hub
- 101.0 x 113.0 mm (4.0 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet multi-plate
- Vorderradaufhängung
- Telescopic forks with air adjust
- Hinterradaufhängung
- Single shock
- Federweg vorne
- 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 114 mm (4.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. 4 piston caliper.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. 2-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-B16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-B16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 660.00 mm
- Radstand
- 1701.00 mm
- Bodenfreiheit
- 142.00 mm
- Länge
- 2522.00 mm
- Breite
- 1000.00 mm
- Höhe
- 1176.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 360.00 kg
- Trockengewicht
- 349.00 kg
- Neupreis
- 28 490 €
Übersicht
Wer hätte vor zehn Jahren darauf gewettet, dass Indian zum Störenfried werden könnte, der Harley-Davidson im Touring-Segment das Fürchten lehrt? Mit der Indian Springfield Dark Horse 2019 treibt die Polaris-Marke ihre Strategie der umfassenden Verdunkelung einen Schritt weiter. Nach der Chief und der Chieftain ist nun die Springfield an der Reihe, die komplett schwarze Lackierung zu tragen – jene Dark-Horse-Behandlung, die jedes Modell in ein Objekt nächtlicher Begierde verwandelt. Das Ergebnis beschränkt sich nicht auf einen neuen Anstrich: Der Jahrgang 2019 bringt echte mechanische und technologische Weiterentwicklungen mit, die eine nähere Betrachtung verdienen.

Unter dem matten Schwarz mit glänzenden Akzenten schlägt der Thunderstroke 111, ein V-Twin mit 1811 cc, der 84 PS und vor allem 161 Nm Drehmoment bereits bei 3000 U/min liefert. Die nackten Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte. Dieser Motor strebt nicht nach reiner Leistung, er setzt auf satten und gleichmäßigen Durchzug – jenen Schub, der einen in den Sattel drückt und Kilometer mühelos verschlingt. Die eigentliche Neuheit dieses Jahrgangs ist die Einführung dreier wählbarer Motorkennfelder. Der Tour-Modus glättet das Ansprechverhalten für ausgedehnte Langstreckenfahrten, der Standard-Modus eignet sich für den Alltag, und der Sport-Modus weckt die Pferdestärken mit einer direkteren Gasannahme. Indian hat zudem ein System zur Zylinderabschaltung des hinteren Zylinders im Stand eingeführt, um die Hitze zu reduzieren, die im Stau zwischen den Beinen aufsteigt. Eine willkommene Lösung bei einer Maschine, die sowohl für die Stadt als auch für große Überlandstraßen konzipiert ist. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, was die Springfield Dark Horse klar im Bereich des entspannten Reisens verortet und nicht im Streben nach Geschwindigkeitsrekorden.
Optisch unterscheidet sich die Springfield Dark Horse von ihren Schwestermodellen durch ein freier gestaltetes Vorderteil. Keine massive Verkleidung hier, sondern ein ausgestellter Kotflügel, der an die Indian-Modelle der Vorkriegszeit erinnert, kombiniert mit einem 19-Zoll-Vorderrad. Das Gesamtbild wirkt visuell leichter als bei einer Chieftain. Fast alles ist in Schwarz gehalten: Lenker, Gabel, Spiegel, Motordeckel, Fußrasten. Nur die Kühlrippen und die Auspuffanlage behalten einen metallischen Glanz, der die Monotonie durchbricht. Zwei Farbvarianten werden angeboten, darunter eine zweifarbige Version in Weiß und Schwarz, die einen markanten Kontrast erzeugt. Das Design ist gelungen, stimmig und hebt sich deutlich vom mitunter überladenen Ansatz mancher Harley Street Glide ab.
Mit 360 kg fahrfertig bleibt das Gerät schwer. Da braucht man sich nichts vorzumachen. Aber sie wirkt schlanker und handlicher als die Roadmaster, die über 400 kg wiegt und einem Ozeandampfer gleicht. Die niedrige Sitzhöhe von 660 mm gibt im Stand Sicherheit, und die Federung – vorne eine Telegabel mit pneumatischer Einstellung, hinten ein Monodämpfer – filtert schadhaften Asphalt ordentlich ab. Die ABS-Bremsanlage mit doppelten Schwimmsattelbremsen vorne erledigt ihre Aufgabe, auch wenn man mit der Masse haushalten muss. Der 20,8-Liter-Tank ermöglicht eine angemessene Reichweite zwischen zwei Tankstopps. Für diejenigen, die sich fragen, ob die Indian Springfield Dark Horse über einen Tempomat verfügt: Ja, serienmäßig – ebenso wie das schlüssellose Startsystem und die Reifendruckkontrolle.
Bleibt die Frage des Preises. Mit 28 490 Euro positioniert sich die Indian Springfield Dark Horse 2019 als direkte Konkurrentin der Harley-Davidson Sport Glide, allerdings mit großzügigerer Serienausstattung und einem anderen Motorcharakter. Sie richtet sich an Liebhaber des selbstbewussten Bagger-Stils, an jene, die reisen wollen, ohne das Volumen eines Full-Tourers mitzuschleppen, dabei aber die starren Seitenkoffer und den Komfort eines gutgebauten Aluminiumrahmens behalten möchten. Der Zubehörkatalog der Indian Springfield Dark Horse erlaubt es anschließend, die Maschine nach eigenen Bedürfnissen zu individualisieren. Wer eine Indian Springfield Dark Horse als Gebrauchtmaschine sucht: Die Jahrgänge 2018 bis 2021 teilen dieselbe Basis und stellen solide Alternativen dar, wobei die später erschienene 116-Kubikzoll-Version einen spürbaren Hubraumzuwachs bietet. Eine Maschine mit Charakter, unvollkommen durch ihr Gewicht, aber unwiderstehlich verführerisch durch ihre Erscheinung und die Art, wie sie die Straße im Rhythmus ihres großen Twins verschlingt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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