Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1201 cc
- Leistung
- 65.0 ch @ 6000 tr/min (48.0 kW)
- Drehmoment
- 96.0 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.0:1
- Bohrung × Hub
- 88.9 x 96.8 mm (3.5 x 3.8 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Schmierung
- Dry sump
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Multi-plate with diaphragm spring in oil bath
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Twin shocks
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc. Dual-piston. Optional ABS.
- Hinterradbremse
- Single disc. Single-piston. Optional ABS.
- Vorderreifen
- MH90-21
- Vorderreifendruck
- 2.07 bar
- Hinterreifen
- 150/80-B16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 730.00 mm
- Radstand
- 1540.00 mm
- Bodenfreiheit
- 130.00 mm
- Länge
- 2275.00 mm
- Tankinhalt
- 7.90 L
- Gewicht
- 257.00 kg
- Trockengewicht
- 251.00 kg
- Neupreis
- 12 290 €
Übersicht
Motorrad: Harley-Davidson Sportster Seventy-Two (2016)

Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als ein Motorrad zuerst nach seiner Ausstrahlung beurteilt wurde, bevor man seine technischen Daten auf einem Datenblatt prüfte? Die Harley-Davidson Sportster Seventy-Two von 2016 ist genau das. Eine ehrliche Stil-Erklärung, ein deutlicher Wink an die kalifornische Chopper-Kultur der 70er Jahre, die ihre Prioritäten voll und ganz kennt: das Aussehen zuerst, die Straße danach.
Mit dem ersten Blick ist der Ton gesetzt. Dieser Mini-Ape-Hanger-Lenker, der fast den Himmel zu küssen scheint, der Peanuts-Tank – lächerlich klein, 7,9 Liter, eine Autonomie für Träumer –, die Reifen mit weißen Seiten und der Solo-Sattel, so flach wie ein Schneidebrett. Sie macht keine halben Sachen. Mit ihren 257 kg im fahrbereiten Zustand präsentiert sie eine massive Präsenz, aber diese langgestreckte Silhouette, das verkürzte Heck und das 21-Zoll-Vorderrad verleihen ihr eine flüchtige und niedrige, fast reptilienartige Erscheinung. Die Sitzhöhe von 73 cm ist eine willkommene Lüge und macht dieses Biest für fast jeden zugänglich.
Lassen Sie sich aber nicht täuschen, unter dieser Retro-Verkleidung schlägt das Herz eines bekannten Sportsters. Der 1201 cm³ Evolution-V2 ist ein alter Hase, der hier 65 PS und vor allem 96 Nm Drehmoment ab 3500 U/min liefert. Die Leistung ist bescheiden, aber das Drehmoment ist das entscheidende Argument. Es zieht dieses Gewicht mit einer charakteristischen Nonchalance, begleitet von einem tiefen, gleichmäßigen Klang, der der wahre Soundtrack dieses Motorrads ist. Das Fünfganggetriebe, kombiniert mit einem Riemenantrieb, ist vorhersehbar weich. Man steigt nicht auf eine Seventy-Two, um die Drehzahlbegrenzung zu erreichen; man steigt auf, um weiche, sonore Schubwellen zu genießen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 170 km/h, eine Zahl, die eher eine Anekdote als eine wirklich relevante Angabe für ihren Verwendungszweck ist.
Wie fährt sie sich also? Ehrlich gesagt, als Kurvenmaschine ist sie ein Kompromiss. Der lange Radstand von 1540 mm und der lächerlich geringe Bodenabstand von 130 mm schränken den Lenkwinkel erheblich ein. Sie liebt geradeaus liegende Strecken und weit ausgeführte Kurven, aber sie wird Sie schnell wieder auf den richtigen Weg bringen, wenn Sie nach aggressivem Gegenlenken suchen. Die Federung, die 2016 mit einer einstellbaren Cartridge-Gabel und einstellbaren hinteren Stoßdämpfern überarbeitet wurde, bietet einen korrekten Komfort auf glattem Asphalt, ist aber bei den ersten Unebenheiten schnell überfordert. Die Bremsanlage mit einer einzelnen Scheibe vorne und hinten ist ausreichend, aber nicht sportlich; das optionale ABS ist eine willkommene Sicherheit bei einem Motorrad dieser Preisklasse – immerhin 12.290 Euro.
Für wen ist sie geeignet? Für den Custom-Anfänger oder den reinen Ästheten. Für denjenigen, für den die Fahrt zum Café ein Vorwand ist, um auffallen zu können, für den das Motorengeräusch und der Chromglanz alle technischen Argumente überwiegen. Im Vergleich zu einer Indian Scout oder einer Yamaha Bolt wirkt sie archaisch, teuer und wenig leistungsstark. Aber gerade das ist ihr Charme. Die Seventy-Two vergleicht sich nicht, sie akzeptiert sich selbst. Es ist ein motorisiertes Modeaccessoire, ein rollendes Stück Geschichte, das Sie lediglich bittet, die Leistung zu vergessen, um die einfache Freude am Fahren eines Kunstwerks wiederzuentdecken. Eine Freude, die, muss man zugeben, einen ordentlichen Preis hat.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!