Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1200 cc
- Leistung
- 78.0 ch @ 6100 tr/min (57.4 kW)
- Drehmoment
- 105.9 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre parallèle, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / eau
- Verdichtungsverhältnis
- 10:1
- Bohrung × Hub
- 97.6 x 80 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 47 mm, déb : 90 mm
- Hinterradaufhängung
- type hardtail (factice) - monoamortisseur sous la selle, déb : 77 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 255 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 690.00 mm
- Tankinhalt
- 12.00 L
- Gewicht
- 251.00 kg
- Neupreis
- 16 595 €
Übersicht
Ein Motorrad „Stealth" zu nennen, wenn es einen violetten Tank trägt, der auf jedem Parkplatz sämtliche Köpfe verdreht – dazu muss man sich erst mal trauen. Triumph hat es nie an Humor mangeln lassen, und diese Bonneville Bobber Purple Stealth Edition 2024 ist der lebende Beweis dafür. Hinter dem semantischen Augenzwinkern verbirgt sich jedoch echte Feinarbeit an der Lackierung, dem einzigen Element, das diese limitierte Serie vom Standard-Bobber unterscheidet.

Das Verfahren der Farbgebung verdient einen genaueren Blick. Eine silberne Grundierung mit Spiegeleffekt, ein millimetergenau aufgetragener Graphit-Verlauf, dann mehrere Schichten transluzider Tönungslacke, von Hand aufgebracht. Das Ergebnis wechselt je nach Lichteinfall sein Gesicht: mal tiefes Schwarz, mal elektrisches Violett, mit Reflexen, die über die Flanken des 12-Liter-Tanks gleiten wie ein Ölfilm über Chrom. Es ist die Art von Finish, um die man zehn Minuten lang herumschleicht, bevor man überhaupt die Zündung betätigt. Und genau das verkauft Triumph hier: visuelle Präsenz, ein Objekt, das aus jedem Winkel den Blick auf sich zieht. Der Rest der Silhouette spielt perfekt mit. 16-Zoll-Reifen vorne und hinten, eine niedrige Sitzbank auf 690 mm, ein falsches Hardtail, das ein Monofederbein unter der Sitzfläche verbirgt, schräg geschnittene Auspuffendtöpfe. Der Bobber besitzt die seltene Fähigkeit, wie direkt aus einer kalifornischen Garage der Sechziger zu wirken, obwohl er 2024 in Hinckley geboren wurde.
Was den Motor betrifft, lassen Sie sich nicht vom „1200 HT" auf dem Motorgehäuse täuschen. Dieser Paralleltwin mit 1200 cc leistet lediglich 78 PS bei 6100 U/min, was ihn in Sachen reiner Pferdestärken weit hinter eine Indian Scout oder selbst eine Harley Sportster S stellt. Doch der Bobber spielt nicht diese Karte aus. Seine wahre Währung ist das Drehmoment: 105,9 Nm, die bereits ab 4000 U/min anliegen – eine Schubwand, die fast aus dem Leerlauf heraus abrufbar ist. Jedes Aufdrehen des Gasgriffs erzeugt einen entschlossenen, satten Vortrieb, ohne dass der Drehzahlmesser klettern müsste. Für den Stadt- und Überlandeinsatz, für Sonntagstouren ohne Stoppuhr in der Tasche, ist das genau das Richtige. Wer Dragster-light-Feeling auf 200 Metern sucht, wird bedient. Wer hingegen einen Pass mit Präzision angreifen will, muss mit den 251 kg vollgetankt und einem auf 77 mm begrenzten Federweg hinten zurechtkommen.
Der Stahlrohrrahmen beherbergt eine 47-mm-Gabel mit 90 mm Federweg, 310-mm-Bremsscheiben vorne und eine einzelne 255-mm-Scheibe hinten. Klassische Kost, auf entspanntes Fahren statt auf Sportlichkeit ausgelegt. Die Bordelektronik hingegen hat nichts Nostalgisches: Ride-by-Wire-Gasgriff, ABS, abschaltbare Traktionskontrolle, Tempomat und zwei Motorkennfelder. Triumph hat es geschafft, die Moderne unter einem Retro-Kleid zu verstecken, ohne dass es deplatziert wirkt – eine Übung, in der der britische Hersteller seit Jahren brilliert.
Der Einstiegspreis liegt bei 16 595 Euro, also rund 800 Euro über dem Bobber in klassischer Lackierung. Das ist der Preis für eine handwerkliche Lackierung und einen Hauch Exklusivität. Für den Motorradfahrer, der allein unterwegs ist, im bewussten Cruising-Modus, und der einen Custom will, der jedem daneben geparkten Café-Racer die Schau stiehlt, geht die Rechnung auf. Wer Vielseitigkeit, großzügige Reichweite oder komfortablen Soziusbetrieb sucht, sollte sich besser anderweitig umsehen. Die Bobber Purple Stealth Edition ist ein Motorrad mit Charakter, zugeschnitten auf ein Publikum, das ebenso sehr mit den Augen kauft wie mit dem rechten Handgelenk.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Nombre de mode de conduite : 2
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Contrôle de traction
- Embrayage anti-dribble
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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