Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1202 cc
- Leistung
- 61.2 ch @ 5500 tr/min (45.0 kW)
- Drehmoment
- 91.2 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 88.9 x 96.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø nc
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 49 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Gewicht
- 262.00 kg
- Neupreis
- 9 990 €
Übersicht
Motorrad: SWM 1200 Stormbreaker (2024)

Wenn SWM sich dem Segment der Custom-Motorräder mit großem Motor gewachsen zeigt, spielt die italienische Marke nicht mit Zurückhaltung. Die 1200 Stormbreaker trägt ihren Namen zurecht: Es ist eine Maschine, die um einen V-Twin mit 45° aufgebaut ist – eine Architektur, die nach heißem Asphalt und langen, geraden Straßen duftet. Hinter dem aggressiven Namen verbirgt sich jedoch ein kohärentes Projekt, das seine Prinzipien annimmt, selbst wenn einige technische Entscheidungen im Jahr 2024 Stirnrunzeln verursachen.
Der Motor ist der Kern der Debatte. Dieser 1202 cm³ V-Twin mit zwei Ventilen pro Zylinder kennzeichnet eine bewusst retrogeprägte Identität. Es geht nicht um Spitzentechnologie: Der Bohrungsdurchmesser von 88,9 mm bei einem Hub von 96,8 mm ergibt einen Unterdimensionierten Motor, der für das Drehmoment und nicht für die Drehzahl ausgelegt ist. Und das macht sich in den technischen Daten bemerkbar: 91,2 Nm sind ab 4000 U/min verfügbar – das drückt einen im mittleren Drehzahlbereich spürbar. Im Gegenzug erscheinen die 61,2 PS bei 5500 U/min für dieses Format spärlich bemessen. Ein Indian Scout Bobber mit vergleichbarer Hubraumleistung produziert mehr Leistung und bewahrt gleichzeitig diesen Drehmoment-First-Geist. Die Stormbreaker spielt kein Versteckspiel: Sie zielt auf den primären mechanischen Fahrspaß ab, nicht auf die chronometrierte Leistung.
Das Stahl-Doppelrohrrahmenchassis und die 49-mm-Teleskopgabel gehören zu einem bewährten Bereich. Nichts Revolutionäres, aber eine solide Basis, die zum angezeigten Stil passt. Die beiden seitlichen Stoßdämpfer an der Rückseite verstärken diese klassische Ästhetik. Was stärker fraglich ist, ist das Gewicht: 262 kg vollgetankt für 61 PS, das Verhältnis ist angespannt. Zum Vergleich wiegt eine Moto Guzzi V9 Bobber rund 200 kg für eine zwar geringere, aber deutlich überlegene urbane Agilität. Die Stormbreaker gehört eindeutig zu der Kategorie von Maschinen, die auf freier Strecke geschätzt werden, nicht auf einem Supermarktparkplatz.
Der 14-Liter-Tank mit einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h bietet eine korrekte Reichweite für einen entspannten Touring-Einsatz, obwohl das Fünfganggetriebe auf der Autobahn bei längeren Strecken möglicherweise etwas knapp erscheint. Die Kettenantrieb auf diesem Typ von Maschine bleibt eine funktionale Wahl, weniger Premium als der Riemen einer Harley-Davidson Sportster, einfacher zu warten als ein Kardanantrieb. Die Bremsanlage beschränkt sich auf eine Scheibe pro Rad, eine minimalistische Konfiguration, die eine beherrschte Fahrweise voraussetzt, im Einklang mit dem allgemeinen Charakter der Maschine.

Für 9990 Euro positioniert sich die Stormbreaker in einem wettbewerbsorientierten Terrain. Der Einstiegspreis ist attraktiv, vor allem im Vergleich zu japanischen Modellen wie der Honda CMX1100 Rebel, die ein deutlich höheres Budget erfordert. SWM setzt auf den Charme der italienischen Herkunft und einen ausgeprägten Stil, um Käufer zu überzeugen, die eine Alternative zu den großen historischen Marken des Genres suchen. Die Zielgruppe sind eindeutig erfahrene Fahrer, die empfindlich auf Ästhetik im Neo-Retro-Stil reagieren und ein hohes, flexibles Drehmoment einem Motor vorziehen, der schreit, um seine Talente auszudrücken. Anfänger sollten das imposante Format berücksichtigen, bevor sie sich vom Preis verführen lassen.
SWM zeichnet hier eine Maschine, die ihren Absichten treu ist, in ihrer Konstruktion kohärent ist, aber nichts revolutioniert. Sie übernimmt ihre Kompromisse und ihre Positionierung als zugängliches Custom-Motorrad mit italienischer Persönlichkeit. Es ist nicht das vielseitigste Motorrad des Segments, aber für diejenigen, die das Wesentliche des Custom-Fahrspaßes suchen, ohne in den Glanz zu verfallen, verdient es, dass man es sich ernsthaft ansieht.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : Chine
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