Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1200 cc
- Leistung
- 78.0 ch @ 6100 tr/min (57.4 kW)
- Drehmoment
- 106.0 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre parallèle, 4 temps, calé à 270°
- Kühlung
- combiné air / eau
- Verdichtungsverhältnis
- 10:1
- Bohrung × Hub
- 97.6 x 80 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Starter
- électrique
- Euro-Norm
- Euro 5+
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 47 mm, déb : 90 mm
- Hinterradaufhängung
- type hardtail (factice) - monoamortisseur sous la selle, déb : 77 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Nissin Ø 255 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 690.00 mm
- Tankinhalt
- 12.00 L
- Gewicht
- 251.00 kg
- Neupreis
- 16 795 €
Übersicht
Triumph spielt die Karte der Sonderedition mit der Regelmäßigkeit eines Schweizer Uhrwerks. Jedes Jahr kleidet sich die Bonneville-Baureihe in eine neue „Icon"-Kollektion, und der Bobber 2025 präsentiert sich in einem Gewand, das man lange nicht gesehen hatte: tiefes Schwarz, durchzogen von silbernen Streifen, eingefasst von handgezeichneten Goldlinien. Auf den Tankflanken greift das Triumph-Logo die exakte Kalligraphie des Wappens von 1907 auf, jenes Emblems, das das ursprüngliche Zeichen ersetzt hatte, bevor es für mehr als ein Jahrhundert in den Archiven von Hinckley verschwand. Ein subtiler historischer Augenzwinkerer — vielleicht sogar zu subtil.

Denn genau darin liegt das Problem. Die Gold Line von 2022 hatte die Messlatte hoch gelegt, mit ihren Goldlinien, die über die gesamte Silhouette liefen. Die Speedmaster Icon Edition derselben Kollektion spielt die gleiche Melodie mit mehr Selbstbewusstsein, ihr verchromter Schwung aus zwanzig Metern sichtbar. Der Bobber hingegen verharrt in einer fast mönchischen Zurückhaltung für eine Sonderedition, die 800 Euro mehr kostet als die Standardversion — insgesamt 16.795 Euro. Das ist keine unerhebliche Summe für ein paar Pinselstriche und ein aus den Archiven geborgenes Logo.
Unter der Karosserie ändert sich nichts, und das ist gut so. Der parallele Zweizylinder mit 1.200 cm³, um 270 Grad versetzt, leistet 78 PS bei 6.100 U/min und vor allem 106 Nm, die bereits ab 4.000 U/min anliegen. Dieses früh einsetzende Drehmoment ist die Seele des Bobber: ein direkter, geradezu brutaler Vortrieb im mittleren Drehzahlbereich, der den Fahrer in den Sattel drückt, ohne zurückschalten zu müssen. Im Vergleich zur Indian Scout oder Harley-Davidson Forty-Eight, die im selben stilistischen Umfeld spielen, liefert der Triumph-Twin einen europäischeren Klang, weniger dumpf, mit jenem charakteristischen Körnchen der großvolumigen Motoren. Die 251 kg im vollgetankten Zustand sind deutlich spürbar, und der Sattel auf 690 mm stellt für kleinere Fahrer die Frage nach der Alltagstauglichkeit, auch wenn dieser Käufertyp in der Regel nicht zuerst nach Zugänglichkeit sucht.
Die Silhouette erzielt nach wie vor ihre Wirkung. Das vorgetäuschte Hardtail-Heck, der gefederte Sattel, die 47-mm-Telegabel, die Ballonreifen in 130/90-16 vorne und 150/80-16 hinten, die 310-mm-Brembo-Scheiben mit ihren Zweikolben-Bremssätteln: Alles dient der Hot-Rod-Ästhetik der Fünfzigerjahre. Doch Triumph war klug genug, sich nicht auf die Pose zu beschränken. Zwei Fahrmodi, ABS, abschaltbare Traktionskontrolle, Tempomat und LED-Tagfahrlichtsignatur machen den Bobber zu einem Custom-Bike, das im Alltag wirklich nutzbar ist — ohne die Kompromisse, die man bei dieser Art von Maschine üblicherweise in Kauf nimmt. Das ist der große britische Vorteil gegenüber der amerikanischen Konkurrenz, die bei der Bordelektronik oft weniger großzügig ist.
Das anvisierte Publikum ist nicht der pragmatische Motorradfahrer, der ein vielseitiges Fahrzeug sucht. Es ist der Ästhetikliebhaber, der diskrete Sammler, derjenige, der die historische Referenz zu schätzen weiß, ohne dass sie ihm ins Auge springen muss. Für dieses Profil erfüllt die Icon Edition ihren Auftrag mit Aufrichtigkeit. Für alle anderen bietet die Standardversion für 15.995 Euro exakt dasselbe Motorrad — mit einer zwar weniger historischen, aber ebenso verführerischen Karosserie. Die Frage ist nicht, ob der Bobber Icon Edition ein schönes Motorrad ist; das ist er zweifellos. Die Frage ist, ob 800 Euro Aufpreis für ein hundert Jahre altes Logo und ein paar Goldlinien eine gerechtfertigte Investition darstellen. Jeder wird nach seinen eigenen Überzeugungen urteilen — und nach seiner Verbundenheit mit der Geschichte einer Marke, die seit Coventry nie aufgehört hat, sie zu erzählen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Nombre de mode de conduite : 2
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Contrôle de traction
- Embrayage anti-dribble
- Jantes à rayon
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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