Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 997 cc
- Leistung
- 130.0 ch (95.6 kW)
- Motortyp
- Bicylindre en V à 88°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 94 x 71.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø nc
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre aluminium usiné et struture en carbone
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 113 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage Beringer
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Beringer
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 170/60-17
Abmessungen
- Neupreis
- 240 000 €
Übersicht
Motorrad: Brough Superior RMB01 (2025)

Richard Mille fert Uhren im Wert von 500.000 Euro für das Handgelenk von Formel-1-Piloten. Brough Superior, wiederbelebt in Toulouse, fertigt seine Motorräder aus massivem Material für eine Kundschaft, die nie einen Versicherungsvergleich geöffnet hat. Wenn diese beiden Häuser beschließen, zusammenzuarbeiten, nennt man das kein Serienmodell. Es heißt RMB01, Initialen, die sich wie eine Signatur auf einem Ausnahmevertrag kreuzen, produziert in 150 Exemplaren und mit 240.000 Euro netto berechnet.
Bevor man überhaupt das Thema Motor anspricht, muss man sich die sichtbaren Details genauer ansehen. Oder besser gesagt, was man nicht sieht: überflüssiges Material. Das Chassis ist aus gefrästem Aluminium gefertigt, die selbsttragende Heckstruktur aus geschmiedetem Carbon, der Schwingarm ist wie ein Stück industriellen Schmucks ausgehöhlt. Kein Titan hier, anders als bei anderen Brough-Modellen, aber eine ästhetische Kohärenz, die jeden Bestandteil durchzieht. Die Halbgriffe integrieren die hydraulischen Bedienelemente in einem einzigen Block. Die Felgen sind mit Schrauben an den Speichen angebracht. Die Fior-Gabel, durchbrochen, verlängert diese Logik bis zum Boden. Man kann über die Front-Winglets diskutieren, diese kleinen Flügel, die von Streckenmaschinen entliehen wurden, die je nach Geschmack die Silhouette entweder leicht oder schwer aussehen lassen. Ihre Funktion ist bei 250 km/h gegeben, der angegebenen Höchstgeschwindigkeit, aber ihre Anwesenheit ist fraglich bei einer Maschine, die so selten gefahren wird.

Der französische V-Twin mit 88 Grad Winkel dreht seit Jahren in den Brough-Modellen der regulären Produktpalette und leistet rund 100 Pferde. In der RMB01 steigt er auf 130 Pferde bei 997 cm3. Das ist keine Explosion von roher Leistung, sondern eine präzise Kalibrierung für eine leichte Maschine, deren Berufung nicht darin besteht, Nürburgring-Rekorde zu brechen. Was diesen Motor einzigartig macht, ist sein Herstellungsprozess. Ein 160 Kilogramm schwerer Block aus Aluminium-Magnesium-Legierung läuft durch eine 5-Achsen-CNC-Fräsmaschine, und es entstehen 23 Kilogramm Motorteile. Das 6-Gang-Getriebe überträgt all das über eine Kette. Einfach, effizient, kohärent mit dem Geist eines sehr hochwertigen Sportmotors, eher als ein Rennprototyp.

Das Armaturenbrett verdient besondere Aufmerksamkeit. Sein Design ist direkt von den Uhrenkomplikationen von Richard Mille inspiriert, dieser Art und Weise, die Räder wie so viele ästhetische Argumente zu präsentieren. Genau das hat Bugatti mit seinem Tourbillon gemacht, und es ist auf beiden Seiten erfolgreich. Man spürt hier etwas, das die meisten Luxus-Motorradhersteller verpassen: die Kohärenz zwischen Partner und Produkt. Die Zusammenarbeit mit Aston Martin für die AMB 001 und AMB 001 Pro hatte wunderschöne Streckenmaschinen hervorgebracht, die jedoch auf wenige Privatstrecken beschränkt waren. Die RMB01 zielt auf eine andere Nutzung ab, oder zumindest behauptet sie das. Die sehr gestreckte Fahrposition deutet eher auf lange, offene Kurven hin als auf eine sonntägliche Runde.
Für 240.000 Euro pro Stück für 150 Einheiten weltweit konsultiert der typische Käufer keine Verbrauchskennzahlen. Er wählt zwischen einem Ferrari GTC4Lusso und diesem Brough, und wählt vielleicht beide. Was die RMB01 wirklich bietet, ist ein Objekt, das gleichzeitig zur Welt der Motorräder und zur Welt der Sammlerstücke gehört. Die beiden freiliegenden Auspuffkrümmer, in einem selbstbewussten Hot-Rod-Stil, erinnern daran, dass sich dort ein Motor befindet und dass dieser Motor weiß, wie man sich Gehör verschafft. Für den Rest bleibt abzuwarten, ob dieses Fahrzeug jemals anders als bei niedriger Geschwindigkeit auf den Küstenstraßen Südfrankreichs gefahren wird. Aber das ist nicht wirklich das richtige Kriterium, um auch eine Richard Mille Uhr zu beurteilen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : France
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