Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 996 cc
- Leistung
- 100.0 ch @ 8000 tr/min (73.6 kW)
- Drehmoment
- 95.1 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 72°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5:1
- Bohrung × Hub
- 98 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 45 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre tubulaire
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous le moteur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Tankinhalt
- 17.50 L
- Trockengewicht
- 185.00 kg
- Neupreis
- 15 000 €
Übersicht
Als Thierry Henriette und sein auvergneisches Team die VB1 auf dem Pariser Salon im Jahr 1999 präsentierten, rieb sich ganz Frankreich die Augen. Ein tricolores Sportgerät, das den Italienern gewachsen ist, mit 100 Pferdestärken aus einem V2-Motor mit 72 Grad und fast einem Liter Hubraum, einem Vier-Scheinwerfer-Blick, der den Asphalt mit kalter Aggressivität fixiert, und einer Silhouette, die man für einen transalpinen Import halten könnte. Voxan Boxer Numéro 1, das war der Codename; die Ambition war dementsprechend hoch.

Man muss sich diese Maschine genau ansehen, um zu verstehen, woher die Inspiration kommt. Die flache Blase, die Carbon-Verkleidungen, die aufgeschnittene Tankflanke, die spitz zulaufende Sitzbank: All das steht in offenem Dialog mit den Referenz-Sportgeräten der damaligen Zeit. Die beiden großvolumigen Schalldämpfer unter der Sitzbank erinnern zudem an eine gewisse Ducati 996, was sicherlich kein Zufall ist. Mit 185 Kilogramm Trockengewicht und einem Fassungsvermögen von 17,5 Litern positioniert sich die VB1 in den gleichen Gewässern wie ihre direkten Konkurrenten. Der angezeigte Preis von 15.000 Euro verortnet das Gerät eindeutig im Premium-Segment, wo die Anforderungen der Käufer keinen Platz für Mittelmäßigkeit lassen.
Der Motor, den sie sich mit der Café Racer teilt, ist eine schöne Mechanik. Der V2 entwickelt sein maximales Drehmoment von 95 Nm bei 6500 Umdrehungen, und seine Leistung begrenzt sich auf 8000 Umdrehungen pro Minute. Zwischen diesen beiden Werten lebt das Gerät wirklich. Darunter schnurrt es mit einer etwas faulen Gelassenheit. Das Problem liegt an den zugelassenen Auspuffanlagen und einem Übersetzungsvorbehalt, der für die Straße und nicht für unaussprechliche Genüsse gedacht ist. Die sportliche Fahrweise, die die Linie des Geräts verspricht, wird nicht durch einen frischen Adrenalinschub bestätigt; es ist eher eine Frage der Muskeln als der hohen Drehzahl. Der erfahrene Rennfahrer wird weitergehen. Der Tourenfahrer, der sich auszeichnen möchte, wird jedoch Stoff zur Befriedigung finden.
An Bord gibt es keine Kompromisse beim Komfort. Die Sitzbank ist hoch und fest, die Handgelenke finden Platz unter den Schwingen, der Oberkörper kippt nach vorne. Die VB1 verlangt einen ständigen körperlichen Einsatz bei Richtungswechseln; sie dreht nicht spontan, sondern lenkt mit Autorität. Die 41-Millimeter-Upside-Down-Gabel und der Monoschwingarm unter dem Motor bieten auf jeder Seite 120 Millimeter Federweg, was für ein Sportgerät dieser Generation Standard ist. In einer schnellen Kurve verrichtet das Doppelrohr-Chassis ernsthaft seine Arbeit, aber der Pilot, der eine Leichtigkeit einer GSX-R erwartet, wird enttäuscht sein.

Im Alltag ist die VB1 eine erschöpfende Begleiterin. Die vom Zweizylinder freigesetzte Wärme steigt direkt zum Fahrer, das Geräusch in der Stadt grenzt an das Unerträgliche, und die Fahrposition verbietet jede Fahrt von mehr als hundert Kilometer ohne Rückenschmerzen. Genau hier offenbart sich die wahre Natur dieser Maschine. Sie ist kein Allzweckgerät, sondern eine Erklärung. Ein Objekt, das so sehr betrachtet werden soll wie gefahren, wie eine industrielle Skulptur, die gelegentlich aus ihrem Sockel herabsteigt. Für den leidenschaftlichen Sammler oder den Wochenendfahrer, der ein französisches Motorrad mit Charakter in einer von Japanern und Italienern dominierten Welt sucht, bleibt die VB1 ein singuläres, in seinen Fehlern wie in seinen Qualitäten kohärentes Angebot.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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