Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 78.0 ch @ 7300 tr/min (57.4 kW)
- Drehmoment
- 88.3 Nm @ 5000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 73.6 x 93 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre moulé en aluminium
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 76 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 649.00 mm
- Tankinhalt
- 12.00 L
- Gewicht
- 249.00 kg
- Trockengewicht
- 239.00 kg
- Neupreis
- 19 990 €
Übersicht
Wenn ein Pariser Umbauer einen amerikanischen Cruiser in den Schwarzlicht taucht, kann das Ergebnis spektakulär oder grotesk ausfallen. Mit der NEON-Serie haben Tank Machine und Indian Motorcycle Paris Étoile die zweite Klippe klar umschifft. Clément Molina, der Designer hinter dem Atelier Tank Machine, wählte die Scout Bobber Sixty als leere Leinwand – eben wegen ihrer Reinheit der Linie. Auf Basis dieser 999 Kubikzentimeter, angetrieben von einem V-Twin mit 60-Grad-Winkel, der 78 PS bei 7300 Umdrehungen und 88,3 Nm ab 5000 Umdrehungen leistet, entschied er sich, auf der visuellen statt der mechanischen Ebene stark zuzuschlagen.

Die Inspiration kommt von den Lackierungen der amerikanischen Nascar Series, jenen bunten Boliden, die in den Ovalkurven niemanden kaltlassen. Drei Kombinationen aus fluoreszierenden Farbtönen wurden ausgewählt, jede mit einem passend abgesteppten Sattelbezug kombiniert, um jede Inkohärenz zu vermeiden. Bei einem Motorrad mit 249 Kilogramm Fahrgewicht und einem tief liegenden Sattel auf 649 Millimetern setzt der visuelle Effekt einen radikalen Kontrapunkt zu den matten Schwarz-Tönen, die das Bobber-Segment beherrschen. Genau das beansprucht Molina für sich: mit der strengen Nüchternheit zu brechen, die in diesem Milieu fast zu einem obligatorischen Dresscode geworden ist.
Die Transformation beschränkt sich nicht auf den Lack – und genau hier gewinnt das Projekt an Substanz. Der hochgezogene Tracker-Lenker verändert die Sitzposition spürbar; die direkt an den Griffen montierten Rückspiegel und vorderen Blinker verleihen der Maschine einen klar bekennenden Dirt-Track-Charakter. Die Scheinwerfernacelle folgt derselben Logik mit einer integrierten LED-Einheit, deren Tagfahrlicht-Position vom Lenker aus einstellbar ist. Unter dem Sattel ersetzt der Schalldämpfer Supertrapp Black Edition die Serienanlage, ein Luftfilterkit von Trask vervollständigt das Ensemble. Die breiten AVON-Reifen, die Felgen und die meisten Anbauteile sind in mattem Schwarz gehalten und bilden so einen dunklen Hintergrund, vor dem die Neonfarben visuell explodieren. Die Gabelmanschetten, ein Detail, das bei eiligen Umbauten häufig vergessen wird, sind ebenfalls dabei.
Fahrdynamisch bleibt die Scout Bobber Sixty das, was sie ist: eine zugängliche Amerikanerin mit einem 12-Liter-Tank, der größere Touren begrenzt, einem Riemenantrieb und einem ordentlichen, wenn auch nicht sportlichen Fünfganggetriebe. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h positioniert die Maschine klar im städtischen und gemäßigten Straßengebrauch, fernab jeglicher Performanceorientierung. Die Bremsanlage – zwei 298-Millimeter-Scheiben mit Zwei-Kolben-Sattel vorne und Einkolben-Sattel hinten – ist dem Charakter des Motorrads angemessen. Der Rahmen aus Druckgussaluminium bietet eine strukturelle Steifigkeit, die die alten Scout-Modelle aus Stahl nicht in gleichem Maße garantierten. Mit 19 990 Euro positioniert die NEON-Serie das Projekt klar im Premium-Segment des Custom-Umbaus – zu einem Preis, der einen Großteil der Bobber-Liebhaber mechanisch ausschließt.
Die Zielgruppe ist eindeutig erkennbar: ein Stadtfahrer oder erfahrener Tourenfahrer, der für Individualisierungsarbeit empfänglich ist und bereit, eine polarisierende Ästhetik zu übernehmen. Dies ist kein Motorrad für jemanden, der im Strom klassischer Cruiser aufgehen möchte. Es ist eine Kleinserie, die in erster Linie visuell existieren soll – und auf genau diesem Terrain hat Tank Machine seinen Auftrag mit einer Konsequenz erfüllt, die viele Umbauer nicht erreichen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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