Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1254 cc
- Leistung
- 136.0 ch @ 7750 tr/min (99.3 kW)
- Drehmoment
- 143.0 Nm @ 6250 tr/min
- Motortyp
- Two cylinder boxer, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5:1
- Bohrung × Hub
- 102.0 x 76.0 mm (4.0 x 3.0 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Electronic fuel injection with ride-by-wire throttle system
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Dry sump
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Two-section frame, front- and bolted on rear frame, load-bearing engine
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Shaft drive (cardan) (final drive)
- Kupplung
- Multiplate wet clutch, hydraulically operated
- Vorderradaufhängung
- Upside-down telescopic fork, Ø 45 mm
- Hinterradaufhängung
- Cast aluminum single-sided swing arm with BMW Paralever; WAD strut (travel-related damping), spring pre-load hydraulically adjustable
- Federweg vorne
- 140 mm (5.5 inches)
- Federweg hinten
- 140 mm (5.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. Four-piston calipers.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. Two-piston calipers.
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Radstand
- 1530.00 mm
- Länge
- 2202.00 mm
- Breite
- 925.00 mm
- Höhe
- 1255.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 243.00 kg
- Neupreis
- 15 850 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Sport-GT? In einem Markt, der von überausgestatteten Enduros und Hypersportlern mit Touchscreen dominiert wird, wirkt die BMW R 1250 RS 2021 wie eine Widerstandskämpferin. Als direkte Erbin der R 1200 RS führt sie eine Vision des Motorradfahrens fort, die viele für überholt hielten: die des schnellen Reisens, der genussvoll verschlungenen Kilometer, den Oberkörper leicht hinter eine Verkleidung geneigt, die den Wind schneidet, ohne einen zum TT-Rennfahrer zu machen. Auf dem Papier spricht das Datenblatt der BMW R 1250 RS für sich. Unter der Verkleidung schlägt der Flat-Twin mit 1254 cc, befeuert durch die ShiftCam-Technologie, die ihm eine variable Ventilsteuerung auf dem Niveau bester Automobilmechanik verleiht. Ergebnis: 136 PS bei 7750 U/min und vor allem 143 Nm Drehmoment ab 6250 U/min, mit einer bemerkenswerten Verfügbarkeit über den gesamten Drehzahlbereich. Dieser Boxer mit zwei Persönlichkeiten zeigt sich in der Stadt ebenso zahm wie angriffslustig auf einer kurvigen Landstraße. Die bmw r 1250 rs Höchstgeschwindigkeit streift die 200 km/h, was ausreicht, um ohne Minderwertigkeitskomplex die Straße zu erobern – sei es gegenüber einer Kawasaki Ninja 1000SX oder der verstorbenen Honda VFR 800, ihrer historischen Rivalin, die aus dem Katalog verschwunden ist.

Der Übergang von der 1200 zur 1250 beschränkt sich nicht auf eine bloße Hubraumerhöhung. ShiftCam verwandelt den Charakter des Boxermotors grundlegend. Im unteren und mittleren Drehzahlbereich arbeitet die Einlass-Nockenwelle mit einem Teillastprofil, das Effizienz und Geschmeidigkeit bevorzugt. Ab einem bestimmten Schwellenwert schaltet ein elektromechanischer Mechanismus auf aggressivere Nocken um, um die volle Leistung freizusetzen. Diese doppelte mechanische Natur macht den Motor im Alltag deutlich angenehmer als den alten Block. Man gewinnt an Laufruhe, ohne etwas vom Charakter einzubüßen. Das Ganze ist Euro5-homologiert, bei einem zurückhaltenden Verbrauch von 4,7 Litern auf 100 km. Bei einem 18-Liter-Tank ergibt sich eine komfortable Reichweite von rund 380 Kilometern zwischen zwei Tankstopps. Der Langstreckenfahrer wird es zu schätzen wissen.
Auf der Fahrwerksseite hat die RS den bei BMW seit 2015 bewährten Telelever zugunsten einer 45-mm-Upside-Down-Gabel aufgegeben – konventioneller, aber auch kommunikativer. Der Paralever bleibt hinten treu im Dienst, gekoppelt an den Kardanantrieb, jene BMW-Signatur, die einem die Kettenpflege erspart. Der zweiteilige Stahlrohrrahmen nutzt den Motor als tragendes Element – eine Architektur, die das Gewicht auf 243 kg fahrfertig begrenzt. Das ist kein Leichtgewicht, aber eines der leichtesten Modelle der R-Reihe. Die Bremsanlage setzt auf schwimmend gelagerte 320-mm-Scheiben mit radial montierten Vierkolben-Bremszangen, unterstützt von einem seit dem Modelljahr 2020 nicht mehr abschaltbaren ABS. Der Radstand von 1530 mm – 15 mm mehr als beim Roadster R 1250 R, von dem sie abgeleitet ist – verleiht ihr eine beruhigende Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten.

An Bordelektronik mangelt es nicht. Die Modi Road und Rain werden serienmäßig mit der Traktionskontrolle ASC und der Berganfahrhilfe geliefert. Für anspruchsvolle Fahrer fügt das Paket Riding Mode Pro die Modi Dynamic und das konfigurierbare Dynamic Pro hinzu, dazu die Traktionskontrolle DTC, das kurvenoptimierte ABS Pro und die Motorbremskontrolle. Der Zubehörkatalog der BMW R 1250 RS ist für sich allein ein finanzieller Abgrund: Quickshifter, Griffheizung, Tempomat, schlüsselloses Starten, semiaktive Dynamic ESA-Federung der neuesten Generation, die sich automatisch an die Beladung anpasst. Das 6,5-Zoll-TFT-Display, per BMW Motorrad App mit dem Smartphone verbunden, ersetzt vorteilhaft den alten Digitaltacho. Navigation, Musik, Anrufe: alles läuft über das Cockpit.
Mit einem Katalogpreis von 15 850 Euro positioniert sich die BMW R 1250 RS 2021 im oberen Mittelfeld des Segments. Wer nach einer bmw r 1250 rs gebraucht Ausschau hält, findet Modelljahre 2019 oder 2020 zu günstigeren Preisen auf dem Gebrauchtmarkt, da sich das Modell zwischen den Versionen 2022, 2023 und 2024 kaum verändert hat. Drei Ausstattungslinien stehen zur Wahl: Basic in schlichtem Dunkel, Exclusive mit grauem Rahmen und goldenen Bremszangen sowie Sport, die mit schwarz lackierten Felgen und einem Motorschutz aus Edelstahl einen Akzent setzt. Diese Sport-GT richtet sich an den erfahrenen Motorradfahrer, den Liebhaber langer, zügig absolvierter Strecken, der sich nicht zwischen Fahrvergnügen und Kilometerkomfort entscheiden will. Sie hat weder die Geländevielseitigkeit einer GS noch den Biss einer S 1000 RR, aber sie besetzt eine Nische, die bei BMW sonst niemand wirklich bedient. Eine Probefahrt mit der BMW R 1250 RS genügt in der Regel, um zu verstehen, warum ihre Besitzer ihr treu bleiben – manchmal über mehrere Generationen hinweg. In einer Welt voller Enduros und Roadster zieht sie ihre Bahn mit einer mechanischen Eleganz, die selten geworden ist.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS deactivatable
- Poignées chauffantes
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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