Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1130 cc
- Leistung
- 135.0 ch @ 9250 tr/min (99.3 kW)
- Drehmoment
- 117.7 Nm @ 6500 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 88 x 62 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 53 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d\'acier relié à des éléments de fonderie
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 199.00 kg
- Neupreis
- 12 900 €
Übersicht
In Pesaro im Jahr 2004 präsentiert, hat der Roadster von Benelli seinen Ruf aufgebaut, bevor auch nur ein einziges Exemplar auf offener Straße gefahren war. Man kommt kaum daran vorbei: Die TNT 1130 sieht aus wie etwas, das ein Ingenieur unter maximalem Druck an einem Abend kurz vor dem Abgabetermin entworfen hat. Die Frontansicht wirkt raubtierartig, die seitlichen Kühler erinnern an Insektenanhängsel, und das Gesamtbild vermittelt den Eindruck eines Industrieprototyps, der versehentlich aus dem Konstruktionsbüro entkommen ist. Kein Zufall. Benelli wollte einen starken Eindruck hinterlassen, und auf diesem visuellen Terrain ist die Wette aufgegangen.

Unter dieser radikalen Verkleidung verbirgt sich ein Antrieb, der von der Tornado abgeleitet ist, dem Sportler, den die italienische Marke einige Jahre zuvor herausgebracht hatte. Der Reihendreizylinder erhält einen Hubraum von 1 130 cc, mit einer Bohrung von 88 mm, einem Hub von 62 mm und einem Verdichtungsverhältnis von 11,5:1. Das Ergebnis: 135 PS bei 9 250 U/min und vor allem 117,7 Nm bei 6 500 U/min. Dieses Drehmoment, das bei einer vernünftigen Drehzahl abrufbar ist, positioniert die TNT in einem muskulösen Bereich, den viele ihrer Zeitgenossinnen nicht zu erreichen vermögen. Zum Vergleich: Eine Yamaha R1 der damaligen Ära liefert rund 106 Nm, eine Kawasaki ZX-12R rund 120 Nm. Kein schlechtes Ergebnis für eine Naked Bike.
Der Rahmen ist ein Stahl-Rohrgitter, das mit Gussknotenpunkten verbunden ist – eine Architektur, die an die Brutale von MV Agusta erinnert, dem direkten Konkurrenten und ästhetischen Referenzpunkt des Segments. Die Heckschleife dient gleichzeitig als Sitzhalterung, Befestigungspunkt für den Auspuff und Aufnahme für die Soziusgriffe, alles in minimalem Platzbedarf. Die 50-mm-Upside-down-Gabel mit 120 mm Federweg und der hintere Monodämpfer mit gleichem Federweg bewältigen das Trockengewicht von 199 kg der Maschine. Dieses Gewicht bleibt für das Format überschaubar, und die Sitzhöhe von 780 mm macht die TNT für Fahrer mittlerer Statur zugänglich. Das Sechsganggetriebe überträgt die Leistung per Kette, und die Bremsanlage besteht vorne aus zwei 320-mm-Scheiben mit Vierkolbensätteln sowie einer einzelnen 240-mm-Scheibe hinten.
Die Frage nach der Zielgruppe verdient eine offene Antwort. Diese Benelli richtet sich weder an Anfänger noch an Freunde des Langstreckenkonforts. Mit ihrem 17-Liter-Tank, dem kompakten Format und der schneidenden Leistung ist die TNT 1130 für erfahrene Fahrer bestimmt, die eine charakterstarke, urbane und schnelle Maschine suchen, die wenn die Strecke es erlaubt auf 240 km/h zu beschleunigen vermag. Der damalige Preis von 12 900 Euro positionierte sie gegenüber der Ducati Monster S4R, die ausgereifter, aber optisch weniger spektakulär war, sowie gegenüber der Brutale MV Agusta, die teurer und exklusiver war.

Was die TNT wirklich auszeichnet, ist diese Kombination aus roher optischer Präsenz und motorischer Muskulosität. Kein Allrounder, kein Tourenfahrzeug, kein Werkzeug für zaghafte Fahrer. Eine Maschine, die für jene konzipiert wurde, die jeden Kilometer spüren wollen und von ihrer Maschine keine Sanftheit verlangen. Kompromisse existieren, insbesondere bei der Soziusergonomie und dem nahezu nicht vorhandenen Stauraum, doch das ist nicht das Terrain, auf dem sich der Ruf der TNT entscheidet. Benelli bewies 2004, dass ein italienischer Hersteller zweiter Reihe die etablierten Großhubraummaschinen aufmischen kann, und dieser nervöse Dreizylinder ist heute ein Sammlerstück für Liebhaber atypischer Roadster.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!