Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 143.0 ch @ 9500 tr/min (105.2 kW)
- Drehmoment
- 101.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8:1
- Bohrung × Hub
- 97 x 67,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 57 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en alliage alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 133 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 211.00 kg
- Trockengewicht
- 185.00 kg
- Neupreis
- 16 849 €
Übersicht
Novarese hatte etwas begriffen, das viele Hersteller Jahre brauchen, um es einzugestehen: Es reicht nicht, den Leistungsregler hochzuschieben, um eine Hochleistungsversion zu rechtfertigen. Mit der RSV-R Factory des Jahrgangs 2008 hat Aprilia nicht einfach ein paar zusätzliche PS auf einen bestehenden Block gepfropft. Die Marke aus Noale hat ein Motorrad von Grund auf mit der Logik eines Rennvorbereiders gebaut, und das spürt man beim ersten Blick auf diesen Doppelschleifen-Aluminiumrahmen in einem dezenten Gold, der sich bis zu den geschmiedeten Felgen fortsetzt.

Diese Felgen verdienen es, genauer betrachtet zu werden. Es sind keine gewöhnlichen Gussräder, die für den Anlass neu lackiert wurden. Das hier verwendete Schmiedealuminium weist eine höhere Festigkeit bei einer um 25 % geringeren Masse im Vergleich zu einem klassischen Gussrad auf. Bei einer Maschine, die trocken auf 185 kg kommt, verändert jedes an den ungefederten Massen eingesparte Gramm die Richtungswechsel grundlegend. Dasselbe Trockengewicht erreichte bereits die RSV 1000 SP von vor einigen Jahren, eine Maschine, die dem reinrassigen Superbike vorbehalten war. Der Vergleich ist nicht zufällig: Er sagt, wo diese Factory in der Hierarchie der Sportler wirklich steht.
Der V2-Motor mit 60-Grad-Bankwinkel und 997,6 cc leistet 143 PS bei 9.500 U/min bei einem Drehmoment von 101 Nm bei 8.000 U/min – Werte, die nach Überarbeitung der Motorsteuerung und dem Austausch der Auslassventile gegenüber der Vorgängergeneration erzielt wurden. Im Vergleich zu einer R1 oder CBR 1000RR aus derselben Epoche gewinnt Aprilia weder den Hubraumkrieg noch den PS-Kampf auf dem Datenblatt. Was die Factory unterscheidet, ist die Stimmigkeit des Gesamtpakets: eine 43-mm-Upside-down-Gabel von Öhlins, ein einstellbares Öhlins-Federbein mit einstellbarer Vorspannung, Druck- und Zugstufe, dazu ein Lenkungsdämpfer mit doppelter Kammer derselben schwedischen Marke. Am Fahrwerk wurden offensichtlich keinerlei Budgetkompromisse eingegangen, und die ab Werk montierten Pirelli SuperCorsa Pro bestätigen, dass das natürliche Revier dieser Maschine die Rennstrecke oder kurvenreiche Straßen mit hohem Sinuositätskoeffizienten bleiben.
Carbon ist an der Factory kein kosmetisches Verkaufsargument. Die vorderen und hinteren Schutzbleche, die Lüftungsöffnungen, die Gabelkopfverkleidungen und die seitlichen Tankabdeckungen sind alle aus Kohlefaser. Das ist weniger Gewicht an gezielten Stellen, mit dem visuellen Hinweis, dass dieses Motorrad einer Logik echter Leistung folgt. Zu 16.849 Euro richtete sie sich 2008 an ein klar definiertes Publikum: den Sportbike-Enthusiasten, der den Unterschied zwischen einer dreifach einstellbaren Gabel und einem Werkskartuschenfahrwerk kennt, denjenigen, der sich nicht mit einer korrekten Federung zufriedengibt, wenn eine hervorragende Federung existiert. Das ist keine Maschine für Einsteiger oder für lange Strecken mit Gepäck. Es ist ein reinrassiger Sportler, mit einem Sattel auf 810 mm Höhe und 18 Litern Tank, um bis zum nächsten Stopp auf der Autobahn oder an der Boxeneinfahrt durchzuhalten.
Wo manche japanischen Hersteller die Ergonomie verfeinert oder den Komfort verbessert hätten, um ihre Kundschaft zu erweitern, hat Aprilia es vorgezogen, jeden investierten Euro auf das zu konzentrieren, was zählt, wenn man mit hoher Drehzahl in eine Kurve geht. Die Factory ist nicht für jeden perfekt. Sie ist perfekt für das, was sie zu sein behauptet.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!