Schlüsselleistung

143 ch
Leistung
🔧
998 cc
Hubraum
⚖️
211 kg
Gewicht
🏎️
280 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
810 mm
Sitzhöhe
18.0 L
Tankinhalt
💰
15 900 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
998 cc
Leistung
143.0 ch @ 9500 tr/min (105.2 kW)
Drehmoment
101.0 Nm @ 8000 tr/min
Motortyp
Bicylindre en V à 60°, 4 temps
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
11.8:1
Bohrung × Hub
97 x 67,5 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection Ø 57 mm

Fahrwerk

Rahmen
double poutre en alliage alu
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur Öhlins, déb : 133 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Hinterreifen
190/50-17

Abmessungen

Sitzhöhe
810.00 mm
Tankinhalt
18.00 L
Gewicht
211.00 kg
Trockengewicht
185.00 kg
Neupreis
15 900 €

Übersicht

Während Honda seine CBR1000RR verfeinerte und Yamaha die R1 konsolidierte, schlug Aprilia mit seiner RSV-R Factory 2006 eine radikalere Richtung ein. Von Kompromissen zwischen Alltagstauglichkeit und Rennstrecke keine Spur: Dieser 997 cm³ große V-Twin mit 60-Grad-Abstimmung, überarbeitet mit neuer Motorelektronik und neu gestalteten Auslassventilen, leistet nun 143 PS bei 9.500 U/min bei einem Drehmoment von 101 Nm bei 8.000 U/min. Fünf PS mehr als im Vorjahr – auf dem Papier mag das unscheinbar wirken, doch im Kontext einer Maschine, die bereits an ihren Grenzen operiert, gewinnt es eine ganz andere Bedeutung.

Aprilia RSV-R 1000 Factory

Was die Factory wirklich von der Standard-RSV-R unterscheidet, ist ihr Ausstattungsniveau. Öhlins Racing auf beiden Seiten, kompromisslos: 43-mm-Upside-down-Gabel vorne, hinten ein volleinstellbares Monofederbein mit Vorspannung, Druck- und Zugstufe, dazu ein Lenkungsdämpfer mit Doppelkammer derselben schwedischen Marke. Zum Vergleich: Viele Konkurrentinnen der damaligen Zeit boten in der Einstiegsklasse ihrer Sportlinien noch hauseigene, einfach verstellbare Fahrwerke. Hier kommt man direkt mit straßenzugelassenem Wettkampfmaterial in Berührung. Das Aluminium-Brückenrahmen, in jenem charakteristischen Gold lackiert, das sich bis zu den geschmiedeten Felgen fortsetzt, verleiht der Maschine eine ästhetische Kohärenz, die in diesem Segment selten ist.

Die geschmiedeten Aluminiumfelgen verdienen besondere Aufmerksamkeit: 25 % leichter als herkömmlich gegossenes Aluminium, reduzieren sie die ungefederten Massen und verbessern die Lenkpräzision auf messbare, nicht nur theoretische Weise. In Kombination mit den montierten Pirelli SuperCorsa Pro – 120/70-17 vorne und 190/50-17 hinten – verleihen sie dieser Maschine eine Agilität, die ihre 211 kg im vollgetankten Zustand nicht unbedingt vermuten lassen. Trocken kommt sie auf 185 kg, exakt das Gewicht der RSV 1000 SP, jener Superbike-Homologationsversion, die vor einigen Jahren ein Vermögen kostete. Technischer Fortschritt hat etwas Befriedigendes, wenn er sich so materialisiert.

Carbon findet sich am vorderen und hinteren Schutzblech, den Belüftungsöffnungen, den Gabelbrücken-Deflektoren und den seitlichen Tankabdeckungen. Es handelt sich nicht um kosmetisches Carbon, das nur der Optik wegen aufgeklebt wurde: Jedes Teil spart dort Gewicht, wo es sinnvoll ist. Mit einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h und einem Verdichtungsverhältnis von 11,8:1 richtet sich die Factory nicht an den Gelegenheitsfahrer. Die Sitzhöhe von 810 mm und die durch diesen Maschinentyp vorgegebene Fahrposition filtern das Publikum auf natürliche Weise: Sie wendet sich an erfahrene Piloten, die sich gleichermaßen auf der Rennstrecke wie auf offener Straße wohlfühlen und wissen, wie man 143 PS ohne ausgefeilte elektronische Sicherheitssysteme beherrscht.

Zu einem Preis von 15.900 Euro – rund 2.000 Euro weniger als die Version von 2005 – nimmt die Factory 2006 eine interessante Marktposition ein. Sie versucht nicht, mit den japanischen Supersportlern beim Preis-Leistungs-Verhältnis zu konkurrieren, sondern spielt eine andere Karte: zugängliche Exklusivität, Racing-DNA ohne den Preis des reinen Rennsports. Wer den ausgeprägten Charakter des transalpinen V-Twins akzeptiert – seine Vibrationen, sein Temperament –, für den bleibt diese RSV-R Factory eines der ehrlichsten Angebote in diesem Segment. Sie gibt nicht vor, etwas anderes zu sein, als sie ist.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.67 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.48 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
141.3 ch/L
In der Kategorie Sport · Hubraum 499-1995cc (3697 verglichene Motorräder)
Leistung 141 ch Top 43%
48 ch Median 130 ch 212 ch
Gewicht 211 kg Leichter als 39%
184 kg Median 204 kg 266 kg
L/G-Verhältnis 0.67 ch/kg Top 44%
0.24 Median 0.64 1.08 ch/kg

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