Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 134.0 ch (98.6 kW)
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 76 x 55 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection + compresseur
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur et monobras, déb : 139 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Tankinhalt
- 3.50 L
Übersicht
Wenn Kawasaki einen Prototyp vorstellt, erwartet man das Extreme. Einen Zentrifugalkompressor, einen Gitterrohrrahmen, erschreckende Zahlen. Mit der Ninja H2 HySE spielt der japanische Hersteller eine andere, fast philosophische Partitur: Was, wenn der Kraftstoff der Zukunft keine Batterie wäre, sondern das erste Element des Periodensystems?

Das Projekt startete im März 2023, diskret, fast vertraulich. Die Ingenieure aus Akashi nahmen den Reihenvierzylinder mit 998 cm³ der Ninja H2, diesen aufgeladenen Motor, der hier 134 PS entwickelt, und überarbeiteten ihn tiefgreifend, um eine Direkteinspritzung von Wasserstoff in die Zylinder zu ermöglichen. Auch das Fahrwerk wurde überarbeitet und integriert Tanks, die in seitlichen Koffern von je 25 Litern untergebracht sind, samt dem gesamten eingebauten Versorgungssystem. Die Reichweite bleibt bescheiden, der Wasserstofftank entspricht lediglich 3,5 Liter Äquivalent, und die Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h begrenzt. Das ist keine Rennmaschine, sondern ein fahrendes Labor.
Was aus dem Auspuff kommt, fasst die gesamte Wette zusammen: Wasser. Fast ausschließlich. Eine winzige CO2-Spur, die mit der Restverbrennung von Motoröl zusammenhängt, aber nicht mehr. Für einen Verbrennungsmotor ist das ein radikaler Bruch. Der Antriebsstrang bleibt klassisch: Sechsganggetriebe, Kettenantrieb, Reifen 120/70 vorne und 190/55 hinten auf 17-Zoll-Felgen. Die Doppelscheibenbremsen mit 320 mm und radialen Vierkolbensätteln vorne leisten gute Arbeit. Die Architektur überrascht einen an die Standard-H2 gewöhnten Fahrer nicht. Das ist gewollt.

Die Positionierung ist klar und bewusst: Die HySE ist nicht für den Showroom bestimmt. Kawasaki strebt eine Vermarktung für die breite Öffentlichkeit zu Beginn der 2030er Jahre an, im Rahmen seiner Strategie zur CO2-Neutralität. Während andere Hersteller alles auf Elektromobilität setzen, halten die Japaner eine thermische Verteidigungslinie aufrecht, indem sie schlicht den Kraftstoff wechseln. Das ist eine kohärente industrielle Vision, insbesondere für Märkte, in denen die Ladeinfrastruktur unzureichend ist und wo die Energiedichte von Wasserstoff gegenüber Batterien einen echten Vorteil darstellt.

Die verbleibende Frage ist jene der Alltagstauglichkeit. Wasserstoff zu finden bleibt heute eine Übung, die einigen Industriezonen vorbehalten ist. Doch das galt auch für die ersten Benzinpumpen vor hundertzwanzig Jahren. Kawasaki setzt ein Datum, und die Ninja H2 HySE ist ihre Unterschrift am Ende des Vertrags. Den ikonischsten Motor der Modellpalette mit dem häufigsten Element des Universums zu vereinen ist eine Botschaft ebenso sehr wie eine technische Demonstration.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Taille de l'écran TFT couleur : 16,51 cm / 6.5 pouces
- Jantes aluminium
- Béquille centrale
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : Japon
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