Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 140.0 ch (103.0 kW)
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.1 : 1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- deltabox double poutre en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Neupreis
- 22 000 €
Übersicht
Ist es noch sinnvoll, eine reine Rennstrecken-Supersport 600 zu entwickeln, während der Markt scheinbar von dieser Kategorie abwandert? Yamaha antwortet mit seiner R6 2017 Racing mit einem deutlichen Statement. Dieses Motorrad ist keine serientechnik mit Aufklebern, sondern ein Renninstrument, das direkt aus der Genetik der R1 und, per Kapillarwirkung, der YZR-M1 aus der MotoGP abgeleitet ist. Zum Preis von 22.000 Euro richtet sie sich an ein sehr spezifisches Publikum: den Rennfahrer in der Supersport-Meisterschaft oder den Streckenliebhaber, der die Ausrüstung sucht, die der Profis am nächsten kommt, ohne eine Basis umbauen zu müssen.

Die Philosophie ist klar. In der Supersport-Welt sind die erlaubten Modifikationen minimal. Yamaha bietet daher eine Version an, bei der das Wesentliche bereits optimiert ist. Die Verkleidung, die für eine 8-prozentige Verbesserung der Luftdurchdringung entwickelt wurde, der Akrapovič-Auspuff aus Titan, das Öhlins-Kit für die 43-mm-Telegabel und die Brembo-Bremsanlage mit ihren zwei 320-mm-Scheiben vorne, sind Racing-Komponenten, die im Händlernetz verfügbar sind. Es ist ein fahrfertiges Motorrad, bei dem der Vorbereitungsaufwand auf ein Minimum reduziert ist. Für Werksfahrer wie Mahias oder Caricasulo ist es fast das Motorrad, das sie unter dem Sitz finden würden.
Technisch gesehen behält sie das Herzstück bei, das die Legende der R6 begründet hat: den 599 cm³-Reihenvierzylinder, der hier auf 140 PS gebracht wird. Yamaha hat jedoch eine Dosis moderner Elektronik hinzugefügt. Die Traktionskontrolle (TCS) ist über den Lenker bedienbar, und das Quickshifter-System (QSS), das dem der R1 nachempfunden ist, ermöglicht Getriebewechsel ohne Kupplung. Es finden sich auch die YCC-T-Systeme zur Gassteuerung und YCC-I für die variable Einlasssteuerung. Dies sind Werkzeuge, die die Präzision verfeinern, aber die inhärente Aggressivität des Motorrads nicht verwässern. Das Deltabox-Chassis wurde überarbeitet, mit einem schmaleren Magnesium-Heckrahmen, um den Fahrer näher an den Tank zu bringen und die Aerodynamik zu verbessern.
Im Vergleich zu Konkurrenten wie der Honda CBR600RR oder der Kawasaki ZX-6R, die manchmal einen eher straßenorientierten Ansatz gewählt haben, positioniert sich die Yamaha YZF-R6 2017 Racing als radikale Option. Sie hat keinerlei Absicht, den Alltag zu erleichtern. Ihr hoher Sattel, ihr 17-Liter-Tank und ihre rein rennstreckenorientierte Ausrichtung bestimmen ihr Einsatzgebiet. Es ist ein Spezialistenmotorrad für diejenigen, die verstehen, dass bei einer 600 der Kampf in den hohen Drehzahlen, in der Feinheit der Kurven und in der Fähigkeit, jedes Pferd auszureizen, stattfindet. Mit ihren 140 PS bleibt sie eine formidable Waffe auf einer gewundenen Strecke, vielleicht schärfer und nervöser als einige Rivalen, die ihren Charakter gemildert haben.
Ihr hoher Preis und ihr exklusiver Charakter machen diese R6 Racing zu einem fast sammlerfähigen Objekt, einem Zeugnis des Engagements von Yamaha im Rennsport, selbst wenn die 600er-Klasse scheinbar in den Niedergang gerät. Sie ist nicht für den Hobbyfahrer gedacht, der ein vielseitiges Sportmotorrad sucht, sondern für den Streckenrennfahrer, der die ultimative Grenze zwischen Serie und Rennen sucht. Yamaha beweist damit, dass es auch weiterhin Supersport-Motorräder mit der Seele einer echten Rennmaschine herstellen kann, selbst wenn sich das Feld der Gegner verengt. Wenn sie bei 280 km/h heult, erinnert sie daran, dass das Spektakel der 600er auf einer Rennstrecke eine Frage reiner Leidenschaft, Technik und Mut ist.
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