Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1063 cc
- Leistung
- 62.0 ch @ 5750 tr/min (45.3 kW)
- Drehmoment
- 85.0 Nm @ 2500 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 8.3:1
- Bohrung × Hub
- 95.0 x 75.0 mm (3.7 x 3.0 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Steuerung
- Single Overhead Cams (SOHC)
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 113 mm
- Federweg vorne
- 140 mm (5.5 inches)
- Federweg hinten
- 113 mm (4.4 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Dual disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 130/90-16 67S
- Hinterreifen
- 170/85-15 M/C 77S
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 710.00 mm
- Radstand
- 1645.00 mm
- Bodenfreiheit
- 145.00 mm
- Länge
- 2465.00 mm
- Breite
- 945.00 mm
- Höhe
- 1095.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 272.00 kg
- Neupreis
- 9 500 €
Übersicht
Man spricht oft von ihr als der letzten echten Virago, aber die XVS 1100 Drag Star Classic von 2002 ist mehr eine Aussage. Yamaha, das bereits eine solide Auswahl an Tourenmotorrädern mit der Wildstar oder der Royalstar hatte, entscheidet sich hier für rohe Authentizität anstelle von übermäßigem Pomp. Dieses 272 kg leichte Gefährt mit seinem Radstand von 1645 mm und einem Sitz, der nur 710 mm über dem Boden liegt, verankert sich ohne Komplexitäten im Low-Rider-Geist. Sie ist nicht dazu gedacht, zu protzen, sondern zu fahren.

Das Herzstück ist dieser alte V2 mit 1063 cm³, der von der Virago übernommen, aber mit neuen Kolben und Pleueln überarbeitet wurde. Die Zahlen sprechen für sich: 62 PS bei 5750 U/min und 85 Nm Drehmoment ab 2500 U/min. Es ist eine Motorisierung, die nicht nach reiner Leistung strebt, sondern ihre Kraft mit einer gemäßigten Großzügigkeit abgibt, die für Tourenmotorräder typisch ist. Sie zieht ohne Eile vorwärts, mit einer ruhigen Autorität, die die bescheidene 17-Liter-Tankkapazität vergessen lässt. Die Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h ist kein Ziel, sondern eine theoretische Grenze, die nur wenige Besitzer testen werden.
Was überrascht, besonders für eine Custom dieses Zeitalters, ist ihr Fahrverhalten. Das Doppelrohrrahmen-Chassis und die Federung – eine 41-mm-Gabel und ein Monoschwingarm – leisten ernsthafte Arbeit. Die Fahrstabilität ist ehrlich gesagt gut, und die Bremsleistung, mit ihren doppelten Scheiben vorne, ermöglicht sogar ein wenig Spaß, ohne beten zu müssen. Es ist ein Motorrad, das trotz seines sehr entspannten Aussehens eine dynamische Fahrweise akzeptiert. Sie beschränkt sich nicht darauf, ihr Gewicht zu schleppen; sie reagiert, wenn man sie fordert.
Aber es gibt Kompromisse. Das Fünfganggetriebe, besonders im ersten Gang, ist kein Musterbild der Diskretion und sein Klappern kann überraschen. Die Kardanwelle ist ein Pluspunkt für die Langlebigkeit und den Benutzerkomfort, trägt aber zu diesem Gefühl von roher Mechanik bei. Und auf dem Soziusbereich ist klar: Nach einigen Kilometern wird der Rücksitz zur Strafe. Diese Drag Star ist eine Maschine für den einzelnen Fahrer, einen Reisenden, der ein komfortables und leistungsfähiges Custom-Motorrad sucht, ohne die Extravaganzen amerikanischer Modelle.
Letztendlich positionierte sie sich mit einem damaligen Preis von 9500 Euro als glaubwürdige und weniger protzige Alternative zu Harley oder Honda Shadow. Sie war weder das leistungsstärkste noch das luxuriöseste Modell, bot aber eine seltene Mischung aus authentischem Charakter und relativer Agilität. Für diejenigen, die ein japanisches Custom-Motorrad mit echtem Temperament wollten, das in der Lage ist, die Straße zu befahren, ohne nur eine rollende Skulptur zu sein, war die Drag Star Classic eine vernünftige Wahl. Sie bewies, dass man tief, breit und schwer sein kann, ohne langweilig zu fahren.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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