Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1063 cc
- Leistung
- 62.0 ch @ 7570 tr/min (45.6 kW)
- Drehmoment
- 85.3 Nm @ 2500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 8.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 95 x 75 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 113 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 282 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Hinterreifen
- 170/80-15
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 690.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 261.00 kg
- Neupreis
- 9 500 €
Übersicht
Kann eine Maschine, die nur 62 PS auf der Tankanzeige anzeigt, im Jahr 2006 noch Träume wahr werden lassen? Yamaha antwortet mit der Drag Star Classic, einem Cruiser, der beweist, dass rohe Leistung nicht das einzige Kriterium für eine gelungene Tour ist. Dieser große V-Twin mit 1063 cm³, entnommen der Virago, aber mit überarbeiteten internen Komponenten, liefert ein großzügiges Drehmoment von 85 Nm bereits bei 2500 Umdrehungen. Das sind weit entfernt von den stratosphärischen Zahlen der Sportmodelle, aber hier ist das Ziel ein anderes: einen deutlichen und linearen Schub zu liefern, sobald man das Gas aufmacht, ohne die Arme zu zerreißen. Das Ergebnis ist ein sanfter Motor, der mit ruhiger Autorität brummt und ohne Eile reagiert, wenn man ihn beansprucht. Mit einer theoretischen Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h wird sie einer Sport-Touring nicht herausfordern, aber sie bietet eine ausreichende Bandbreite für Landstraßen.

Was an dieser Drag Star wirklich überrascht, ist ihr dynamisches Verhalten. Mit einem Trockengewicht von 261 kg und einer Sitzhöhe von nur 69 cm scheint sie ein reiner statischer Custom zu sein. Aber Yamaha hat sein Fahrwerk bearbeitet. Die 41-mm-Teleskopgabel und der Monoschwingarm sorgen für einen deutlichen Komfort und, was noch wichtiger ist, ein Fahrverhalten, das weit über die Standards des Segments hinausgeht. Man kann ihr in Kurven vertrauen, wo viele ihrer amerikanischen Konkurrenten anfangen zu knurren. Die Bremsanlage mit zwei Scheiben vorne und einem hinten ist effektiv und proportioniert, so dass man sogar ein wenig spielen kann, wenn das Gelände es zulässt. Es ist ein Motorrad, das trotz seines Low-Rider-Looks nicht zögert, sich zu bewegen.
Aber es gibt Kompromisse. Das Fünf-Gang-Getriebe, besonders im ersten Gang, ist kein Vorbild für Stille und Präzision und erinnert manchmal an die alten Gewohnheiten von Custom-Antrieben. Und wenn Sie Fahrten mit einem Sozius planen, bereiten Sie sich auf Kommentare vor: Der Platz hinten ist eher ästhetisch als funktional gestaltet, ein Klassiker bei dieser Art von Maschine. Der 17-Liter-Tank, gekoppelt mit einem moderaten Verbrauch dank des wenig verdichteten Motors (8,3:1), bietet eine korrekte, aber keine außergewöhnliche Reichweite für lange Strecken.
Zur Einführung mit 9500 Euro angesiedelt, präsentierte sich die Drag Star Classic als eine glaubwürdige und agilere Alternative zu traditionellen amerikanischen Cruisern. Sie richtete sich an Fahrer, die die klassische Custom-Ästhetik suchen – breite Felgen, niedrige Linie, Kardanantrieb – aber nicht vollständig auf den Fahrspaß verzichten wollen. Im Vergleich zu einem Harley-Davidson der damaligen Zeit war sie oft erschwinglicher und einfacher im Alltag zu handhaben. Es ist ein Motorrad für denjenigen, der eine Straßenpräsenz, einen tiefen Klang und eine Haltung möchte, ohne unbedingt ein Abenteurer auf der Autobahn sein wollen. Sie ist treu dem Star-Geist von Yamaha: zugänglich, gut verarbeitet und immer mit einem Hauch von japanischem Spaß in einem oft sehr ernsten Segment.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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