Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1584 cc
- Leistung
- 71.0 ch @ 5300 tr/min (52.2 kW)
- Drehmoment
- 117.7 Nm @ 3300 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2:1
- Bohrung × Hub
- 95.3 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche à parallélogramme
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque , étrier simple piston
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque , étrier 2 pistons
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 200/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.62 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 767.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 333.00 kg
- Trockengewicht
- 318.00 kg
- Neupreis
- 19 325 €
Übersicht
Wie sähe eine Harley aus, wenn man sie aller Schnörkel entledigen würde, wenn man sie auf die rohe Essenz eines Motorrads zurückführen würde, das für die Flucht und nicht für das Wohnzimmer konzipiert ist? Die Cross Bones von 2011 ist die Antwort aus Milwaukee, ein Manifest auf zwei Rädern, das nach Öl, verbranntem Gummi und Straßendunst riecht. Das ist keine Maschine für sensible Seelen oder Chrom-Liebhaber. Mit ihrem matt schwarzen Tank, ihrem einzelnen Scheinwerfer und ihren klaren Linien wirkt sie direkt aus einer genialen Heimwerkerwerkstatt der 50er Jahre entsprungen, ein selbstgebautes Custom-Motorrad mit bescheidenen Mitteln. Neben ihr würde eine Softail Standard fast schon verfeinert wirken.

Das visuelle Markenzeichen ist diese schwarze Springer-Gabel, ein kühnes ästhetisches und mechanisches Experiment. Sie verleiht ihr diesen trügerisch archaischen Blick, diese Ausstrahlung eines unbezwingbaren alten Kuckucks, der durch einen Ape-Hanger-Lenker ergänzt wird, der eine Arm ausgestreckte, aufrechte Position diktiert, würdig eines Kapitäns an der Steuer seines Schiffes. Der Solo-Sattel mit Federung, niedrig bei 76,7 cm, verspricht schmerzfreie Tage, ist aber eine Falle. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Beherrschung des Ganzen. Mit ihren 333 kg fahrbereit und einer unterdimensionierten Vorderradbremse – einer einfachen Scheibe, die von einem Einkolben-Bremssattel erfasst wird –, erfordert die Cross Bones Respekt und die Vorwegnahme jeder Bewegung. Der Twin-Cam 1584 ist ein Fels in der Brandung. Seine 71 Pferde wirken auf dem Papier bescheiden, aber seine 117,7 Nm Drehmoment, verfügbar ab 3300 U/min, schleudern Sie mit der Autorität eines alten Diesels aus Kurven. Man streift nicht die 180 km/h, man erreicht sie mit der Entschlossenheit eines Bulldozers.
Für wen ist dieses Motorrad gemacht? Sicher nicht für den Anfänger, der vom Stil beeindruckt, aber schnell von Gewicht und begrenzter Bremswirkung überwältigt wird. Es ist die Maschine des romantischen und starrköpfigen Reisenden, desjenigen, der Charakter über Perfektion, Emotion über Effizienz bevorzugt. Für fast 20.000 Euro ist es eine Herzensentscheidung, fast eine politische Erklärung gegen das aseptisierte Motorrad. Man könnte ihr eine Indian Scout Bobber vorziehen, die agiler und moderner ist, oder eine Yamaha Bolt, die zugänglicher ist. Aber keine hat diese Aura eines Einzelstücks aus einer geheimen Garage, diese Persönlichkeit eines modernen Freibeuters. Die Cross Bones ist kein perfektes Motorrad, bei weitem nicht. Aber für denjenigen, der eine Seele sucht, eine Geschichte, die man bei jedem Stopp erzählen kann, ist sie, in ihrer Unvollkommenheit selbst, terriblement juste.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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