Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 95.0 ch @ 11500 tr/min (69.3 kW)
- Drehmoment
- 61.0 Nm @ 9500 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12:1
- Bohrung × Hub
- 62 x 49.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 160/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Radstand
- 1415.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 214.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 6 860 €
Übersicht
Wie viel PS hat eine Yamaha FZS 600 Fazer von 2003? Genau 95, aus einem Reihenvierzylinder geschöpft, der von der Thundercat übernommen wurde, mit einer Verdichtung von 12:1, der sein Bestes bei 11 500 U/min abliefert. Auf dem Papier nichts Neues unter der Verkleidung. Und dennoch hat dieser Jahrgang 2002-2003 in sämtlichen Yamaha FZS 600 Fazer Foren für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Der Grund lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: neue Frontverkleidung. Fast eins zu eins von der großen Schwester FZS 1000 übernommen, verwandelt sie die Silhouette dieses vielseitigen Tourers in etwas deutlich Markanteres. Die Scheinwerfer gewinnen an Effizienz und korrigieren nebenbei einen der wenigen Kritikpunkte, die man den Vorgängerversionen vorwerfen konnte. Die Fazer hat ihren etwas blassen Musterschüler-Auftritt gegen ein Gesicht eingetauscht, das Blicke auf sich zieht.

Die Kehrseite der Medaille ist der Windschutz. Die neu gestaltete Scheibe lässt deutlich mehr Wind durch, und die komfortable Reisegeschwindigkeit sinkt um rund zwanzig km/h. Für ein Motorrad, das in der Spitze 220 km/h erreichen kann, ist das ein Kompromiss, der sich auf langen Autobahnfahrten bemerkbar macht. Yamaha hat dies teilweise mit einem auf 22 Liter vergrößerten Tank kompensiert, also zwei Liter mehr als beim Vorgängermodell. Damit lassen sich die Tankstopps hinauszögern, und die Fazer wird als Reisemaschine noch glaubwürdiger. Der Auspuff ist nun aus Edelstahl gefertigt, ein Zeichen für die insgesamt verbesserte Verarbeitungsqualität des Motorrads: besser ablesbare Rückspiegel, auf Silentblöcken montierte Blinker – kleine Details, die in der Summe die wahrgenommene Qualität spürbar steigern.
Beim Fahrwerk bleibt der Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen unverändert an Ort und Stelle, ebenso wie die teleskohydraulische 41-mm-Gabel und das hintere Zentralfederbein, jeweils mit 120 mm Federweg. Der Radstand von 1 415 mm verleiht der Maschine eine Balance, um die sie viele Konkurrentinnen beneiden. Mit ihren 214 kg fahrfertig lässt sich die Yamaha FZS 600 Fazer mit verblüffender Leichtigkeit bewegen. Sie wendet in der Stadt ohne Murren, reiht Kurven auf Landstraßen mit Präzision aneinander und gibt Fahrern Sicherheit, die einen stressfreien Einstieg in die große Hubraumklasse suchen. Die Bremsanlage mit zwei 298-mm-Scheiben und Vierkolben-Festsätteln vorne erledigt ihre Arbeit ehrlich, kann aber mit den aktuellen Standards in Sachen Biss nicht ganz mithalten.
Der 599-cc-Vierzylinder mit seinen 61 Nm Drehmoment bei 9 500 U/min bleibt das Herzstück des Charakters dieser Maschine. Er ist geschmeidig, gleichmäßig und lässt sich nie aus der Ruhe bringen. Man könnte ihm einen leichten Mangel an Durchzugskraft in den unteren Drehzahlen vorwerfen, eine Spur weniger Temperament im Vergleich zu dem, was die damalige Konkurrenz bot – allen voran die Suzuki Bandit 600. Doch genau diese Laufruhe gehört zum Konzept: Die Fazer ist keine verkleidete Sportlerin, sondern eine selbstbewusste Allrounderin. Für alle, die das Werkstatthandbuch der Yamaha FZS 600 Fazer suchen: Die Technik ist bemerkenswert zugänglich, was ihren nach wie vor soliden Kurs auf dem Gebrauchtmarkt erklärt.

Mit einem Neupreis von 6 860 Euro im Jahr 2003 blieb die FZS 600 Fazer in der Version RJ02 als eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse im Naked-Segment positioniert. Sie richtet sich gleichermaßen an den täglichen Pendler wie an den Wochenendfahrer, an den Führerscheinneuling wie an den Tourenfahrer, der eine zuverlässige Maschine sucht, ohne sich finanziell zu ruinieren. Von der Version 1999 bis zu jener von 2005 hat sich das Rezept nie grundlegend geändert, und genau darin liegt ihre Stärke. Das Facelift 2003 hat ihr lediglich das Äußere verliehen, das ihr fehlte, um mit ihren dynamischen Qualitäten Schritt zu halten. Ein gelungener Eingriff, auch wenn der Windschutz darunter gelitten hat.
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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