Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 95.0 ch @ 11500 tr/min (69.3 kW)
- Drehmoment
- 61.2 Nm @ 9500 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.0:1
- Bohrung × Hub
- 62.0 x 49.6 mm (2.4 x 2.0 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 120 mm (4.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Dual disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 110/60-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 160/60-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Radstand
- 1415.00 mm
- Bodenfreiheit
- 130.00 mm
- Länge
- 2080.00 mm
- Breite
- 710.00 mm
- Höhe
- 1180.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 214.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 6 860 €
Übersicht
Was hat Yamaha nur dazu bewogen, an einem Rezept zu rühren, das so gut funktionierte? Die Yamaha FZS 600 Fazer 2002 tritt mit einem neuen Gesicht an – einer Cockpitverkleidung, die direkt von der großen Schwester, der 1000er, inspiriert ist. Der optische Eindruck ist gelungen, das wird niemand bestreiten. Die Linie gewinnt an Charakter, was die alte Generation, die seit der Yamaha FZS 600 Fazer 1999 produziert wurde, an fast schon zu braver Zurückhaltung mitbrachte. Die neu gestalteten Scheinwerfer bieten eine deutlich überzeugendere Ausleuchtung und korrigieren damit nebenbei einen der wenigen Kritikpunkte, die man dem Vorgängermodell ankreiden konnte. Doch dieses Facelift hat seinen Preis, und zwar nicht den, der auf dem Preisschild mit 6 860 Euro steht.

Die Kehrseite der Medaille lässt sich in verlorenen Stundenkilometern auf der Autobahn messen. Die neue Scheibe, kürzer und sportlicher geschnitten, opfert den aerodynamischen Schutz. Rechnen Sie mit rund zwanzig km/h weniger komfortabler Reisegeschwindigkeit, bevor die Halswirbelsäule sich in Erinnerung ruft. Für ein Motorrad, das in der Spitze 220 km/h erreicht, ist das ein Kompromiss, der auf langen Strecken ins Gewicht fällt. Yamaha hat mit einem auf 22 Liter vergrößerten Tank – zwei Liter mehr als zuvor – und einem Edelstahl-Endtopf gegengesteuert, der die Optik aufwertet. Kosmetische Anpassungen, gewiss, aber solche, die im Alltag zählen. Die Rückspiegel bieten endlich eine ordentliche Sicht nach hinten, die auf Silentblöcken montierten Blinker stecken Stürze besser weg, ohne glatt abzubrechen, und die Verarbeitungsqualität insgesamt legt eine Stufe zu.
Unter dem überarbeiteten Kleid bleibt die Technik strikt identisch. Der Reihenvierzylinder mit 599 cc, von der Thundercat übernommen, leistet seine 95 PS bei 11 500 U/min und ein Drehmoment von 61,2 Nm bei 9 500 U/min. Wie viel PS hat eine Yamaha FZS 600 Fazer von 2003? Die Antwort ist dieselbe: Der Motor blieb während der gesamten Bauzeit des Modells von 2001 bis 2005 unverändert. Dieses Triebwerk ist ein sicherer Wert, geschmeidig und im mittleren Drehzahlbereich gut verfügbar, auch wenn man sich etwas mehr Biss in den unteren Drehzahlen wünschen würde. Das Verdichtungsverhältnis von 12:1 und die Ventilsteuerung mit 4 Ventilen pro Zylinder sorgen für eine ehrliche Leistungsausbeute, ohne jemals ins Brutale abzugleiten. Das Sechsganggetriebe verrichtet seine Arbeit präzise, der Kettenantrieb gibt keinen Anlass zu besonderer Erwähnung.
Auch das Fahrwerk bleibt unverändert, und das ist gut so. Der Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, die teleskophydraulische Gabel mit 41 mm und das Federbein am Heck – beide mit 120 mm Federweg – bilden ein ausgewogenes Gesamtpaket. Mit 214 kg fahrfertig und einer Sitzhöhe von 790 mm bleibt die Fazer für die meisten Staturen zugänglich. Sie schlängelt sich mit einer Agilität durch den Stadtverkehr, die ihr Gewicht nicht vermuten lässt, legt sich mühelos in Kurven und gibt sowohl dem unerfahrenen Fahrer als auch dem Wiedereinsteiger Sicherheit. Sie ist zwar kein A2-taugliches Motorrad ohne Drosselung, stellt aber eine ausgezeichnete Wahl für alle dar, die nach dem Führerschein eine unkomplizierte Allrounderin suchen. Gegenüber einer gröberen Suzuki Bandit 600 oder einer nervöseren Honda Hornet spielt die Fazer die Karte der Leichtigkeit und Vielseitigkeit. In den einschlägigen Foren finden sich heute zahlreiche Meinungen zur Yamaha FZS 600 Fazer, und der Tenor ist bemerkenswert einheitlich: solide Zuverlässigkeit, einfache Wartung dank eines gut dokumentierten Werkstatthandbuchs zur Yamaha FZS 600 Fazer und ein Fahrvergnügen, das auch mit zunehmenden Kilometern nicht nachlässt.

Unterm Strich bestätigt dieser Test der Yamaha FZS 600 Fazer 2002, dass der Jahrgang nichts revolutioniert. Yamaha hat seiner Allrounderin lediglich ein schmeichelhafteres Gewand verpasst, auch wenn der Autobahnkomfort darunter leidet. Das Datenblatt der Yamaha FZS 600 Fazer 2002 bleibt das einer Maschine, die dafür konzipiert wurde, alles ordentlich zu können, statt in einem Bereich zu glänzen. Das ist ihre Stärke seit dem ersten Tag, und keine noch so ansprechende Verkleidung wird diesen zutiefst ehrlichen Charakter ändern.
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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