Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 78.0 ch @ 11500 tr/min (57.4 kW)
- Drehmoment
- 51.7 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 65,5 x 44,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- en alu coulé sous pression
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 795.00 mm
- Tankinhalt
- 19.40 L
- Gewicht
- 203.00 kg
- Trockengewicht
- 180.00 kg
- Neupreis
- 5 990 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Zeit, als der Markt der mittelgroßen Roadster einem Schlachtfeld glich? Hornet, SV 650, Bandit, ER-6n: Jeder Hersteller wollte sein Stück vom Kuchen. Yamaha, gestärkt durch den Erfolg der Fazer, entschied sich, auf beiden Seiten zu spielen, und brachte seine FZ6 600 im Modelljahr 2007 in einer auf 78 PS gedrosselten Version heraus. Die Rechnung ist einfach: die mechanische Basis der Generation 2004–2006 übernehmen, den Reihenvierzylinder mit 600 ccm zähmen und das Ganze zu einem Preis der Yamaha FZ6 600 unter der Marke von 6.000 Euro anbieten. Bei genau 5.990 Euro positioniert Yamaha seine Naked Bike direkt im Visier der A2-Führerscheininhaber und jungen Motorradfahrer, die ein zugängliches Vierzylinder-Motorrad suchen, ohne auf sportliches Temperament verzichten zu müssen.

Auf dem Papier mag die Leistung der Yamaha FZ6 600 bescheiden wirken. 78 PS bei 11.500 U/min und 51,7 Nm Drehmoment bei 10.000 U/min – das liegt deutlich hinter den 98 PS der S2-Version zurück. Doch man muss diese Mechanik in ihrem Kontext betrachten: ein von der R6 abgeleiteter Motor mit Einspritzung, vier Ventilen pro Zylinder und einem Verdichtungsverhältnis von 12,2:1. Dem Aggregat fehlt es nicht an Durchzugskraft, sobald es in höhere Drehzahlen gebracht wird. Man muss es zwar erst hochdrehen, aber der Drehzahlanstieg bleibt geschmeidig, und der typisch japanische Vierzylindercharakter bietet ein Fahrvergnügen, das die konkurrierenden Twins nicht liefern können. Gegenüber der Kawasaki ER-6n oder der Suzuki Bandit 650 spielt die FZ6 eine andere Melodie: weniger Drehmoment im unteren Drehzahlbereich, dafür aber ein Durchhaltevermögen und eine Klangkulisse, die auf offener Straße den Unterschied ausmachen.
Beim Fahrwerk hat Yamaha nicht gespart. Der druckgegossene Aluminiumrahmen, von der Fazer übernommen, bietet eine Steifigkeit, die schon in den ersten Kurven Vertrauen schafft. Die teleskophydraulische Gabel mit 43 mm Durchmesser und das Zentralfederbein bieten jeweils 130 mm Federweg – ein akzeptabler Kompromiss zwischen Reisekomfort und sportlicher Spurtreue. Die Bremsanlage setzt auf zwei 298-mm-Scheiben mit Vierkolben-Bremssätteln vorne und eine 245-mm-Scheibe hinten. Nicht genug, um mit radialer Ausstattung zu konkurrieren, aber ausreichend für die 203 kg Leergewicht vollgetankt und die Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Die Bereifung in 120/70-17 und 180/55-17 verleiht dieser FZ6 trotz ihrer Drosselung das Format einer Großen.
Was diese Naked-Version von der Fazer unterscheidet, ist vor allem ihre Erscheinung. Ohne Verkleidung erinnert der kantig gezeichnete Scheinwerfer entfernt an die MV Agusta Brutale und verleiht der Maschine einen markanten Charakter. Der breitere Lenker als bei der S-Version lädt zu einer entspannten, fast dominanten Sitzposition ein. Die Sitzhöhe von 795 mm nimmt die meisten Körpergrößen problemlos auf, und der 19,4-Liter-Tank ermöglicht eine respektable Reichweite sowohl für den Alltagsverkehr als auch für Wochenendausflüge. Die Meinungen zur Yamaha FZ6 600 stimmen übrigens in diesem Punkt überein: Ihre Vielseitigkeit bleibt ihr stärkstes Argument, sei es in der Stadt, auf Landstraßen oder auf Schnellstraßen.
Bleibt die Frage der Positionierung. Im Jahr 2007 spielte diese gedrosselte FZ6 600 das Schweizer Taschenmesser gegenüber stärker spezialisierten Konkurrentinnen. Sie hatte weder das sofortige Drehmoment eines Twins noch die Leichtigkeit eines Einzylinders. Dafür brachte sie den Adel eines Vierzylinders zu einem vernünftigen Versicherungstarif und einem überschaubaren Kaufpreis mit. Heute ist der Preis einer Yamaha FZ6 600 Fazer 2006 oder einer FZ6 S2 2010 auf dem Gebrauchtmarkt nach wie vor sehr erschwinglich, was sie zu einer sicheren Wahl macht – zum Einstieg oder zum Fahren ohne sich zu ruinieren. Ein Motorrad ohne besonderen Geniestreich, aber ohne gravierenden Mangel. Die Art von Maschine, die man lange in der Garage behält, gerade weil sie alles korrekt beherrscht.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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