Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 12000 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 65,5 x 44,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- en alu coulé sous pression
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 795.00 mm
- Tankinhalt
- 19.40 L
- Trockengewicht
- 180.00 kg
- Neupreis
- 6 860 €
Übersicht
Wie viel PS hat die Yamaha FZ6 600? Genau 98, bei 12.000 U/min aus einem Reihenvierzylinder herausgeholt, der von der R6 abgeleitet ist. Und genau das ist das Programm dieser Naked, die 2004 im Yamaha-Katalog erschien: das Temperament einer reinrassigen Sportmaschine im Gewand eines Streetfighters zu bieten. 2005 ist das Rezept perfekt eingespielt. Der 600-cc-Motor dreht kurz, mit einer Bohrung von 65,5 mm bei einem Hub von nur 44,5 mm und einem Verdichtungsverhältnis von 12,2:1, das keinen Zweifel an seiner Rennstreckenherkunft lässt. All das untergebracht in einem druckgegossenen Aluminiumrahmen ohne Schweißnähte, der trocken 180 kg auf die Waage bringt. Der Preis einer Yamaha FZ6 600 in Frankreich lag damals bei 6.860 Euro, ein aggressiver Tarif gegenüber der damaligen Konkurrenz.

Auf der Straße setzt die FZ6 N zunächst mit ihrem Stil ein Zeichen. Ihr runder Scheinwerfer mit fast italienischer Anmutung, ihr breiter Lenker und ihre puristische Linie atmen urbane Attitüde. Man steigt auf einen Sattel in 795 mm Höhe, vertretbar für eine durchschnittliche Statur, und entdeckt ein gut ablesbares digitales Cockpit. Es genügt, den Schlüssel zu drehen, um zu verstehen, warum die Bewertungen der Yamaha FZ6 600 von 2005 auch zwanzig Jahre nach ihrer Markteinführung so positiv ausfallen. Die Maschine hat Charisma. Sie zieht Blicke auf sich, sie macht Lust aufs Fahren.
Der Vierzylinder spielt eine Partitur in zwei Akten. Unter 6.000 U/min hält sich das Drehmoment von 62,8 Nm, das bei 10.000 Touren anliegt, dezent zurück. Die Mechanik schnurrt, zeigt sich zahm, fast zu brav. Der Stadtverkehr lässt sich mühelos bewältigen dank eines gut gestuften Sechsganggetriebes und einer ruckfreien Einspritzung. Dann überschreitet der Drehzahlmesser die 8.000 U/min und das Temperament ändert sich radikal. Der Sound legt eine Stufe zu, der Vierzylinder erwacht und schiebt kräftig bis in den roten Bereich. Die Leistung der Yamaha FZ6 600 entfaltet sich dann ohne Zurückhaltung, mit einem linearen Schub, der die Maschine auf ihre 220 km/h Höchstgeschwindigkeit bringt. Dieses Loch im mittleren Drehzahlbereich spaltet die Gemüter: Drehmoment-Puristen werden eine Kawasaki Z 750 bevorzugen, deren 750 cc in den mittleren Drehzahlen deutlich großzügiger sind. Wer aber gerne hohe Drehzahlen sucht, findet darin ein süchtig machendes Vergnügen.
Fahrwerksseitig bieten die 43-mm-Telegabel und das hintere Federbein jeweils 130 mm Federweg. Keine ausgefeilten Einstellmöglichkeiten, aber ein gesundes und berechenbares Verhalten. Die FZ6 lenkt leichtfüßig ein, legt sich mühelos in Kurven, und die Bremsanlage mit zwei 298-mm-Scheiben vorne samt Vierkolben-Bremssätteln flößt Vertrauen ein. Der Hinterreifen in 180/55-17 haftet gut auf dem Asphalt, und der 19,4-Liter-Tank ermöglicht eine ordentliche Reichweite für Wochenendtouren. Diese Yamaha richtet sich vor allem an den Motorradfahrer, der eine vielseitige Maschine für Stadt, Landstraße und gelegentliche sportliche Ausfahrten sucht. Inhaber der Führerscheinklasse A2 können sie in der gedrosselten Version in Betracht ziehen, während der erfahrene Motorradfahrer auf der Suche nach einem leichten Spielzeug für kleine Landstraßen hier auf seine Kosten kommt.
Bleibt die Frage des aktuellen Marktes. Der Preis einer Yamaha FZ6 600 Fazer S2 2010 oder einer FZ6 600 Fazer 2006 in Frankreich variiert je nach Laufleistung und Zustand, aber der Marktwert bleibt erschwinglich. Genau das ist die Stärke dieser Maschine: zuverlässig, leicht zu warten, angenehm zu fahren – sie altert gut. Gegenüber den Hornet 600, SV 650 und anderen Z 750 derselben Epoche hält die FZ6 ihren Rang mit einem Killerargument: diesem zivilisierten R6-Motor, der morgens in der Stadt zahm sein kann und sonntags auf einer Landstraße wild werden kann. Nicht die drehmomentstärkste, nicht die radikalste, aber zweifellos eine der ausgewogensten ihrer Generation.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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