Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 618 cc
- Leistung
- 60.0 ch @ 9500 tr/min (44.1 kW)
- Drehmoment
- 53.0 Nm @ 6750 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5:1
- Bohrung × Hub
- 80 x 61.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 45 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 148 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/60-17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 160/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 770.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 193.00 kg
- Trockengewicht
- 177.00 kg
- Neupreis
- 8 495 €
Übersicht
Im Jahr 2004 ritt Ducati mit einer Selbstverständlichkeit auf der Popkultur-Welle, die sich nur wenige italienische Hersteller zu eigen machten. Nachdem Bologna seine 998 in Matrix-Farben gehüllt hatte, wurde das Konzept auf die kleine Monster 620 übertragen – eine limitierte Serie in einem dunklen Grün, direkt inspiriert vom Universum von Neo und Gefährten. Der Tank übernahm das berühmte Motiv der herabfließenden Codezeilen auf schwarzem Hintergrund, eine unverhohlene Anspielung auf den Blockbuster der späten Neunziger. Marketing-Gimmick oder wirklich gute Idee? Vermutlich ein bisschen von beidem. Aber man muss anerkennen, dass diese Lackierung der kleinen Monster einen Auftritt verlieh, den die Standardfarben ihr nicht bieten konnten.

Unter diesem kinematografischen Kleid steckte die wohlbekannte Technik der Monster 620: ein luftölgekühlter V-Twin mit 618 ccm Hubraum, im 90-Grad-Winkel angeordnet, wie es die Tradition aus Bologna vorsieht. Mit 60 PS bei 9500 U/min und einem Drehmoment von 53 Nm ab 6750 Touren war hier keine Rennstreckenbestie am Werk. Aber die Monster-Philosophie zielte nie auf pure Leistung ab. Dieser Zweiventiler pro Zylinder mit Einspritzung bot ein direktes Ansprechverhalten und einen liebenswerten Charakter im mittleren Drehzahlbereich. Das Fünfganggetriebe reichte für den Stadt- und Landstraßeneinsatz völlig aus, auch wenn ein sechster Gang die Autobahnfahrten weniger brummig gestaltet hätte. Angekündigte Höchstgeschwindigkeit: 186 km/h. Ehrlich für eine Maschine, die nie den Anspruch erhob, in der Liga der Sportler mitzuspielen.
Der Gitterrohrrahmen aus Stahl, visuelles Markenzeichen der Monster-Familie, nahm eine 43-mm-Upside-Down-Gabel und ein Federbein am Heck auf. Nichts Einstellbares auf Wettbewerbsniveau, doch das Gesamtpaket blieb stimmig für ein Motorrad mit 193 kg Gewicht vollgetankt. Die Bremsanlage mit zwei vorderen 320-mm-Scheiben und Vierkolben-Sätteln zeigte sich vertrauenerweckend und großzügig dimensioniert für das Format der Maschine. Die Sitzhöhe von nur 770 mm machte sie zur Verbündeten kleinerer Staturen oder Anfänger, die stressfrei beide Füße auf den Boden setzen wollten. Ein 15-Liter-Tank erforderte auf langen Strecken regelmäßige Stopps, aber niemand kaufte eine Monster 620, um Europa ohne Pause zu durchqueren.
Im Vergleich zur damaligen Konkurrenz kreuzte diese 620 die Klingen mit der Suzuki SV 650 und der Yamaha FZ6 – Rivalinnen, die bei vergleichbarem Preis oft besser mit Leistung und Ausstattung bestückt waren. Für 8495 Euro spielte die Matrix die Karte der Exklusivität statt die des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Man zahlte für das Ducati-Wappen, den sichtbaren Gitterrohrrahmen, den Sound des V-Twins und diese Lackierung, die an der roten Ampel nicht unbemerkt blieb. Neben den im selben Jahr angebotenen Serien Capirex und Catwoman fügte sich die Monster 620 Matrix in eine Strategie thematischer Sondermodelle ein, die Sammler und Liebhaber ausgefallener Stücke ansprach.
Rückblickend bleibt diese kleine Ducati ein liebenswertes Objekt. Nicht die leistungsstärkste, nicht die bestausgestattete, aber mit einem Charakter ausgestattet, den die japanischen Roadster derselben Epoche kaum erreichten. Ein Motorrad, gedacht für die Stadt und die Sonntagsausfahrt, getragen von einem Stil, der die Bescheidenheit des Datenblatts vergessen ließ. Für Ducati-Neulinge oder Filmfans, die in Matrix-Grün fahren wollten, war sie ein glaubwürdiges Eintrittsticket in die Welt von Borgo Panigale.
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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