Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 150.0 ch @ 11000 tr/min (110.3 kW)
- Drehmoment
- 105.9 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 77 x 53,6 mm
- Ventile/Zylinder
- 5
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- en alu coulé sous pression
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø nc, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 220.00 kg
- Trockengewicht
- 199.00 kg
- Neupreis
- 11 499 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Zeit, als Yamaha beschloss, den Vierzylinder seiner R1 in einen Rahmen einer vollverkleideten Tourenmaschine zu stecken? Das war 2006, und die Yamaha FZ1 1000 Fazer mischte die Karten im Segment der muskulösen Sport-GT neu. Der Jahrgang 2011 führt das Rezept fort, ohne es umzukrempeln, und genau darin liegt vielleicht die ganze Stärke des Konzepts. Unter der aggressiv getönten Verkleidung spuckt der 998-cc-Block mit fünf Ventilen pro Zylinder 150 PS bei 11 000 U/min aus und liefert 105,9 Nm Drehmoment bereits ab 8 000 Touren. Zahlen, die diese Maschine auch heute noch im oberen Bereich platzieren – gegenüber einer Suzuki Bandit 1250 S oder einer Kawasaki Z1000 SX derselben Ära. Die Umstellung auf Einspritzung, übernommen aus der Überarbeitung von 2006, hat die Lastwechselreaktionen beseitigt, die man der alten FZS 1000 mit ihren Vergasern mitunter vorwarf. Das Ansprechverhalten am Gasgriff ist direkt, linear, beinahe zahm im unteren Drehzahlbereich, bevor es oberhalb von 7 000 Touren schlagartig erwacht.

Das Fahrwerk entlehnt seine Philosophie der FZ6 – in der XXL-Version. Der Aluminium-Druckgussrahmen steckt die 150 PS des Triebwerks klaglos weg, unterstützt von einer telehydraulischen Upside-down-Gabel und einem Zentralfederbein mit jeweils 130 mm Federweg. Die Vorderradbremsen – zwei 320-mm-Scheiben mit Vierkolben-Sätteln – flößen ab der ersten kräftigen Bremsung Vertrauen ein. Das Hinterrad mit seiner einzelnen 245-mm-Scheibe erledigt seine Arbeit solide, ohne besonders zu glänzen. Bereift mit 120/70-17 vorne und 190/50-17 hinten, zeigt die Fazer 1000 ein gesundes und berechenbares Fahrverhalten – sowohl auf kurvigen Landstraßen als auch auf der Autobahn, wo ihre Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h eine reine Formsache ist. Die 220 kg fahrfertig bleiben für eine Maschine dieser Klasse im Rahmen, auch wenn man die Masse bei niedrigem Tempo beim Rangieren auf dem Parkplatz spürt.
Das Gesamtdesign mit seiner kantigen Halbverkleidung und der gestreckten Linienführung altert recht gut. Der Auspuff mit seinem untypischen Profil bleibt eines der Details, die die Silhouette von den generischen Vier-in-eins-Anlagen der Konkurrenz abheben. Die Sitzbank auf 815 mm Höhe passt zu durchschnittlichen Staturen, ohne große Fahrer auszuschließen. Der 18-Liter-Tank ermöglicht ordentliche Etappen zwischen zwei Tankstellen – ein Punkt, den Tourenfahrer im Vergleich zu manch durstiger Konkurrentin zu schätzen wissen.
Bleibt die Frage des Preises. Mit einem Neupreis von 11 499 Euro im Jahrgang 2011 positionierte sich die Yamaha FZ1 1000 Fazer im Mittelfeld des Segments. Heute entfaltet diese Maschine ihren vollen Reiz natürlich auf dem Gebrauchtmarkt. Eine Yamaha FZ1 1000 Fazer gebraucht findet man zwischen 4 000 und 6 500 Euro, je nach Kilometerstand und Zustand – damit bietet sie eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse auf dem Markt der großen Sporttourer. Die Jahrgänge 2006, 2007 oder 2013 teilen im Wesentlichen dieselbe technische Basis; die Weiterentwicklungen beschränken sich auf kosmetische Anpassungen und Mapping-Änderungen. Die Wahl des Jahrgangs hängt vor allem vom lokalen Marktangebot und dem verfügbaren Budget ab.
An wen richtet sich diese Maschine? An den Motorradfahrer, der einen bissigen Vierzylinder will, ohne die rückenbrechende Sitzposition eines Supersportlers – der unter der Woche Kilometer frisst und sich am Wochenende ein paar Pässe gönnt. Die Fazer 1000 ist kein Anfängermotorrad; ihre 150 PS verlangen ein Mindestmaß an Erfahrung und Respekt. Doch für einen erfahrenen Piloten, der Vielseitigkeit sucht, ohne auf Fahrspaß zu verzichten, erfüllt sie alle Kriterien – mit einer robusten Mechanik und einem Fahrwerk, das seine Versprechen hält. Yamaha hat mit diesem Modell das Rad nicht neu erfunden. Die Marke hat schlicht eine bewährte Formel mit Ernsthaftigkeit und Beständigkeit umgesetzt, und das Ergebnis spricht für sich.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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