Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1250 cc
- Leistung
- 180.0 ch @ 9100 tr/min (132.4 kW)
- Drehmoment
- 155.9 Nm @ 7600 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 105 x 72 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Douple poutre périmétrique au chrome-molybdène relié à des platines en alu
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 119 mm
- Hinterradaufhängung
- Monobras et mono-amortisseur Öhlins, déb : 114 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage Brembo
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Brembo
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Tankinhalt
- 12.00 L
- Gewicht
- 222.00 kg
- Trockengewicht
- 196.00 kg
- Neupreis
- 34 211 €
Übersicht
Stellen Sie sich eine Werkstatt irgendwo im Wisconsin vor, eine Handvoll zwanghafter Ingenieure, ein V-Twin-Block aus der V-Rod und ein maßloser Ehrgeiz: die erste echte amerikanische Hypersportmaschine zu bauen. Nicht ein chromierter Custom, nicht ein muskulöser Roadster im Buell-Stil, sondern eine Maschine, die für den heißen Asphalt einer Rennstrecke gemacht ist. Das ist das Roehr-Projekt, und die 1250 SC ist seine radikalste Ausgestaltung.

Visuell ist die Maschine nicht ohne Klasse, aber sie hat Mühe, eine eigene Identität zu behaupten. Die Gabelverkleidung mit ihren übereinanderliegenden Scheinwerfern und Lufteinlässen erinnert aus einem bestimmten Blickwinkel an eine Yamaha R1, der Monobrach und die Karbonfaser-Heckverkleidung an eine MV Agusta F4 oder eine R1 aus der gleichen Epoche. Man denkt auch an die Längsträger einer Bimota SB8K, wenn man das in Chrom-Molybdän geschweißte Doppelrohrrahmen mit Aluminium-Seitenträgern betrachtet. Die Referenzen sind gut, das Ergebnis ist sorgfältig, aber man sucht vergeblich nach der visuellen Signatur, die dazu bringt, bei einem Blick "das ist eine Roehr" zu sagen. Als ob das Designbüro die besten Einflüsse aggregiert hätte, ohne zu zögern.
Während Bimota oder der ehemalige Mondial ihre Rahmen selbst bauten und ihre Motoren bei Suzuki, Honda oder Ducati bezogen, hat Roehr es umgekehrt: das Chassis wird lokal produziert, und das mechanische Herz ist bis zur letzten Ventil amerikanisch. Der 60°-V-Twin mit 1250 cm³ stammt direkt aus der V-Rod. Vier Ventile pro Zylinder, sehr eckige Maße von 105 x 72 mm, ein Verdichtungsverhältnis von 11,3:1, diese Basis ist bekannt. Aber die Ingenieure haben sich nicht damit begnügt, sie in einen sportlichen Rahmen einzusetzen. Sie haben einen Kompressor dazu gepasst, was die Gleichung grundlegend verändert. Die offizielle Leistung steigt auf 180 PS bei 9100 U/min, mit einem Drehmoment von 155,9 Nm bei 7600 U/min. Besser noch, der Kompressor erweitert den Drehzahlbereich des Motors: die Leistung ist früher, homogener und weniger linear abhängig von der Drehzahl. Für Liebhaber von Zahlen ermöglicht eine Neuprogrammierung der Steuerkennlinie das Überschreiten der 200-PS-Marke. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h ist dann nicht mehr überraschend.
Der Fahrwerksbereich entspricht dem angezeigten Anspruch. Upside-Down-Gabel von Öhlins mit 43 mm Durchmesser vorne, Einzelbremszylinder von Öhlins hinten, radiale Brembo-Sättel, Marchesini-Felgen, Akrapovic-Schalldämpfer: die Ausstattung ist die einer High-End-Rennstreckenmaschine, ohne erkennbare Kompromisse. Die Fußrasten sind in mehreren Positionen verstellbar, was zeigt, dass Roehr auch die Ergonomie auf der Rennstrecke im Blick hatte. Auf dem Papier ist das alles schwer zu kritisieren. Tatsächlich bleibt ein Schwachpunkt: das Gewicht. Mit 196 kg im Trocken- oder etwa 222 kg fahrfertig Gewicht weist die 1250 SC ein Defizit von etwa 20 kg gegenüber japanischen oder italienischen Superbikes der gleichen Epoche auf. Bei einer GSX-R1000 oder einer CBR1000RR bedeuten diese 20 kg eine signifikante Angabe bei schnellen Richtungswechseln. Die Leistung gleicht dies teilweise aus, aber das dynamische Gesamtbild bleibt eine offene Frage für jeden, der sie noch nicht wirklich ausprobiert hat.
Die 1250 SC richtet sich an ein sehr spezifisches Publikum: wohlhabende Enthusiasten, die von der Seltenheit und dem Charakter einer Maschine angezogen werden, die in Dutzenden von Exemplaren pro Jahr ohne die industriellen Zwänge eines großen Herstellers gebaut wird. Ihr 12-Liter-Tank fasst die Philosophie gut zusammen: die Reichweite ist nicht das Thema. Sofortiger Genuss, Exklusivität, ein motorisiertes Sammlerstück, das bietet Roehr. Mit 34.211 Euro in Frankreich nach Zulassung, Transport und Steuern ist der Preis hoch. Aber niemand kauft eine so vertrauliche Maschine, um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu suchen. Man kauft sie, weil keine andere so aussieht, weil der aufgeladene Twin anders klingt und weil die Idee einer Hypersportmaschine aus einer kleinen amerikanischen Werkstatt etwas Hartnäckig-Faszinierendes hat.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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