Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1250 cc
- Leistung
- 94.0 ch @ 7250 tr/min (69.1 kW)
- Drehmoment
- 108.0 Nm @ 6300 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 104 x 73,6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 63 mm
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 76 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 680.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 258.00 kg
- Trockengewicht
- 258.00 kg
- Neupreis
- 18 990 €
Übersicht
Irgendjemand bei Indian muss sich daran erinnert haben, dass die Marke 1949 versuchte, ihr Überleben mit einer abgespeckten Scout zu sichern, die mit Satteltaschen und einem Hauptständer ausgestattet war. Dieses Modell, das den Beinamen „Super" trug, gehörte zu den letzten vor dem Konkurs von 1953. Fünfundsiebzig Jahre später wiederholt sich die Geschichte unter weitaus günstigeren Vorzeichen, und die Super Scout 1250 spielt dieselbe Melodie: eine Custom, die ihr Gepäck fürs Wochenende mitnehmen kann, ohne dabei ihrer DNA untreu zu werden.

Denn man muss dieses Motorrad erst verstehen, bevor man darüber spricht: Es ist ein kunstfertig zusammengesetztes Patchwork. Die Speichenräder und die verchromten Rückspiegel stammen von der Classic, die reduzierten Schutzbleche und die Stollenreifen kommen von der Bobber, und der Auspuff setzt auf den Kontrast von Schwarz und Chrom – ein Alleinstellungsmerkmal in der Modellreihe. Um die Satteltaschen unterzubringen, ohne die Blinker in die Unsichtbarkeit zu verbannen, musste Indian das Heck verlängern. Das Ergebnis funktioniert mit den Koffern montiert, deutlich weniger ohne sie. Das ist der Preis dafür, eine Custom in eine Reisemaschine zu verwandeln, und solche architektonischen Kompromisse fallen ins Auge.
Das hier beanspruchte „Touring" ist mit Einschränkungen zu verstehen. Die beiden Hartschalenkoffer bieten ein solides Volumen für ein zweitägiges Wochenende, mehr nicht. Jeder Vergleich mit einer Roadmaster oder auch einer Indian Chieftain ist fehl am Platz. Was die Super Scout bietet, ist ein sanftes Touring: eine 35 Zentimeter hohe Windschutzscheibe, die sich in wenigen Sekunden abnehmen lässt, ein vollwertiger Soziussattel und dedizierte Fußrasten – etwas, das ihre Schwestermodelle nicht bieten. Für Fans von Zweipersonentouren ist das ein echtes Argument in einer Custom-Kategorie, in der der Beifahrer oft als lästiges Zubehör behandelt wird.
Die elektronische Ausstattung ist dem Kaufpreis von 18.990 Euro angemessen – einem Tarif, der identisch mit dem der Scout 101 ist, die Performance statt Reisekomfort wählt. Hier verfügt man über drei Fahrmodi, Traktionskontrolle, Tempomat, schlüsselloses Starten sowie einen 4-Zoll-TFT-Bildschirm mit integrierter GPS-Navigation und Smartphone-Konnektivität. Das ist vollständig, stimmig zur Positionierung und rechtfertigt den Preis zu einem großen Teil.
Der SpeedPlus-Motor ist die strukturelle Neuheit dieser Generation. Mit einem auf 104 mm vergrößerten Bohrungsdurchmesser bei 73,6 mm Hub auf nun 1.250 cm³ gebracht, leistet er 94 PS bei 7.250 U/min und 108 Nm bei 6.300 U/min. Dieses Drehmoment, das für einen amerikanischen V-Twin recht hoch im Drehzahlbereich erreicht wird, bricht mit den Gepflogenheiten des Genres. Der Stahlrohrrahmen ersetzt den früheren Aluminiumrahmen – eine traditionellere Wahl, die jedoch zu den vollgetankt 258 Kilogramm beiträgt. Der Sattel auf 680 mm Höhe bleibt zugänglich, doch dieses Gewicht erfordert Voraussicht beim Rangieren. Eine Sache wirft berechtigte Fragen auf: Die Vorgängergeneration gab 105 PS an. Diese Version verliert elf davon. Die Euro5+-Abgasnormen sind wahrscheinlich der Grund, doch Indian hielt es nicht für nötig, dies offen zu erklären. In diesem Punkt lässt die Transparenz zu wünschen übrig.
Die Super Scout richtet sich an Motorradfahrer, die die Silhouette einer Custom, die Kapazität eines Mini-Tourers und den Komfort einer modernen elektronischen Ausstattung wollen, ohne ein 350-Kilo-Gerät in Kauf nehmen zu müssen. Im Vergleich zu einer Harley-Davidson Low Rider ST oder einer Kawasaki Vulcan S behauptet sie eine stimmige Positionierung mit ausgeprägterer visueller Persönlichkeit und höherer Verarbeitungsqualität. Der Wermutstropfen bleibt das Gewicht von über 250 kg, das für Einsteiger abschreckend ist, sowie die Satteltaschen, die die Linie im leeren Zustand etwas verunstalten. Doch für all jene, die eine vielseitige Custom mit echtem amerikanischem Charakter suchen und gelegentlich in Richtung Sonne aufbrechen wollen, ist die Super Scout ein ernstzunehmendes Angebot.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Taille de l'écran TFT couleur : 10,16 cm / 4 pouces
- Jantes à rayon
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- Prise USB
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Valises
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
- Pays de fabrication : Etats-Unis
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