Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 798 cc
- Leistung
- 140.0 ch @ 12300 tr/min (103.0 kW)
- Drehmoment
- 87.0 Nm @ 10250 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 54.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Starter
- électrique
- Euro-Norm
- Euro 5
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tube d'acier relié à des platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons (M4.32 monobloc)
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 845.00 mm
- Tankinhalt
- 16.50 L
- Trockengewicht
- 175.00 kg
- Neupreis
- 18 700 €
Übersicht
Wer hat behauptet, dass Italienerinnen sich damit begnügen müssen, schön zu sein? Bei MV Agusta hat man entschieden, dass die Dragster 800 RR SCS weit mehr verdient als ein einfaches Facelift. Diese Version 2025 bedient sich ungeniert bei den Schwestermodellen der Baureihe: Die spektakulären Felgen der Superveloce 800 S ersetzen die bisherigen Tangentialspeichen, und die Carbon-Radabdeckung des Hinterrads stammt direkt von der 1000 Rush. Das Ergebnis ist ein muskulöser Roadster, der Chamäleon spielt und dabei seine Persönlichkeit eines raffinierten Raufbolds bewahrt. Mit 18 700 Euro bewegt man sich eindeutig im Revier der Premium-Nakedbikes, im direkten Wettbewerb mit der Brutale 800 und Ducatis Streetfighter V2. Der Eintrittspreis ist gesalzen, aber das Angebot hat den Vorzug, einzigartig zu sein.

Das eigentliche Kunststück dieser MV Agusta Dragster 800 RR SCS steckt in drei Buchstaben: SCS, für Smart Clutch System. Eine automatische Fliehkraftkupplung, entwickelt von Rekluse, die das Anfahren ermöglicht, ohne den linken Hebel zu berühren. Der Fahrer legt einen Gang ein, gibt Gas, und die Maschine schießt los. Für den Rest übernimmt der Quickshifter der dritten Generation das Hoch- und Runterschalten per Fuß. Der Aufpreis für dieses System beträgt rund 500 Euro, bei lediglich 36 Gramm Mehrgewicht auf der Waage. Der Nutzen ist konkret: saubere Starts, die mit einer herkömmlichen Kupplung ohne stundenlange Übung kaum zu reproduzieren sind. In der Stadt wird der Fahrkomfort dadurch grundlegend verändert. Stadtfahrer und Liebhaber unmittelbarer Fahrerlebnisse finden hier ein gewichtiges Argument gegenüber der Konkurrenz.
Unter der skulpturalen Verkleidung behält der Dreizylinder mit 798 cm³ seine 140 PS bei 12 300 U/min und 87 Nm Drehmoment bei 10 250 U/min. Das Verdichtungsverhältnis von 13,3:1 bestätigt das wilde Temperament dieses Triebwerks, dessen Bohrung/Hub von 79 x 54,3 mm eine Architektur verrät, die darauf ausgelegt ist, gierig in hohe Drehzahlen zu klettern. Die Mechanik erhielt interne Optimierungen, und das Elektronikmanagement wurde grundlegend überarbeitet. Die Trägheitsmesseinheit (IMU) speist nun ein Kurven-ABS, eine verfeinerte Traktionskontrolle und einen präziseren Anti-Wheelie-Modus. Ein Tempomat vervollständigt das Arsenal, abschaltbar durch eine negative Drehbewegung am Gasgriff, dessen Rückmeldung überarbeitet wurde. Das 5,5-Zoll-TFT-Display und der adaptive Kurvenscheinwerfer modernisieren das Gesamtpaket, ohne die Linie zu beschweren.

Das Fahrwerk bleibt ein Meisterstück nach Art von Varese. Der Stahl-Gitterrohrrahmen auf Aluminium-Platten nimmt eine vollständig einstellbare 43-mm-Upside-down-Gabel von Marzocchi und ein ebenfalls in allen Richtungen justierbares Sachs-Federbein auf. Die Bremsanlage von Brembo setzt sich aus radial montierten M4.32-Monoblock-Sätteln zusammen, die vorn auf zwei 320-mm-Scheiben zupacken, sowie einem Doppelkolben-Sattel auf einer 220-mm-Scheibe hinten. Mit 175 kg Trockengewicht, einem 16,5-Liter-Tank und einer Sitzhöhe von 845 mm bleibt die Dragster kompakt, bissig und auf enge Kurvenkombinationen zugeschnitten – nicht auf lange Autobahnfahrten. Die Höchstgeschwindigkeit von 244 km/h wird die Unersättlichen zufriedenstellen, auch wenn diese Maschine anderswo ihr Bestes gibt.
Seit ihrem ersten Auftritt hat die MV Agusta Dragster 800 RR SCS nicht aufgehört, sich weiterzuentwickeln – Version für Version, vom Jahrgang 2020 bis 2024, bis hin zu dieser Ausgabe 2025, die das transalpine Know-how bündelt. Sie richtet sich weder an Anfänger noch an Langstrecken-Tourenfahrer. Ihr Spielfeld sind kurvenreiche Landstraßen, sonntägliche Ausfahrten unter Gleichgesinnten, urbane Runs, bei denen die Blicke der Passanten jeden Chronometer ersetzen. Eine Maschine mit Charakter, nicht perfekt wegen ihres Preises und des eingeschränkten Komforts auf langen Strecken, aber unwiderstehlich für jeden, der etwas anderes sucht als einen millimetergenau kalibrierten japanischen Roadster.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS MK100
- Nombre de mode de conduite : 4
- Taille de l'écran TFT couleur : 13,97 cm / 5.5 pouces
- Jantes aluminium
- Shifter
- Amortisseur de direction
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- GPS
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Contrôle de traction
- Contrôle anti wheeling
- Jantes forgées
- Centrale inertielle
- Phares adaptatifs en virage
- Contrôle du frein moteur
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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