Schlüsselleistung
Technische Daten
- Kupplung
- Wet, multi-disc with mechanical drive → Wet, multi plate with slipper clutch
- Federweg hinten
- 120 mm (4.7 inches) → 125 mm (4.9 inches)
- Vorderradbremse
- Double disc. Floating disc, 4-piston → Double disc. ABS. Floating disc, 4-piston
- Hinterradbremse
- Single disc. 4-piston → Single disc. ABS. 4-piston
- Trockengewicht
- 167.00 kg → 168.00 kg
Motor
- Hubraum
- 798 cc
- Leistung
- 140.0 ch @ 13100 tr/min (102.2 kW)
- Drehmoment
- 86.0 Nm @ 10100 tr/min
- Motortyp
- In-line three, four-stroke
- Kühlung
- Oil & air
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3:1
- Bohrung × Hub
- 79.0 x 54.3 mm (3.1 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Mikuni Full Ride-By-Wire
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Zündung
- Integrated ignition - injection system MVICS (Motor and Vehicle Integrated Control System) with three injectors Engine control unit Eldor EM2.0, throttle body full drive by wire Mikuni, pencil-coil with ion-sensing technology, control of detonation and
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Mixed steel trellis and aluminium plates for high torsional rigidity
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, multi plate with slipper clutch
- Vorderradaufhängung
- Marzocchi “UPSIDE DOWN” telescopic hydraulic fork with rebound-compression damping and spring preload external and separate adjustment
- Hinterradaufhängung
- Progressive Sachs, single shock absorber with rebound and compression damping and spring preload adjustment
- Federweg vorne
- 125 mm (4.9 inches)
- Federweg hinten
- 125 mm (4.9 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating disc, 4-piston
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. 4-piston
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Radstand
- 1380.00 mm
- Bodenfreiheit
- 160.00 mm
- Länge
- 2085.00 mm
- Breite
- 725.00 mm
- Tankinhalt
- 16.60 L
- Trockengewicht
- 168.00 kg
- Neupreis
- 13 890 €
Übersicht
Was trennt ein gut geborenes italienisches Naked Bike von einer echten Verführungswaffe? Zwei Buchstaben. RR. 2016 beschließt MV Agusta, bei seiner Brutale 800 – bereits in der Standardversion bemerkenswert – den Regler weiter aufzudrehen und eine schärfere, leistungsstärkere, exklusivere Variante daraus zu formen. Der Reihendreizylinder mit 798 ccm steigt von 125 auf 140 PS bei 13 100 U/min. Fünfzehn Pferdestärken, gewonnen durch ernsthafte Arbeit an der Gemischaufbereitung: Verdopplung der Einspritzdüsen, auf 50 mm verbreiterte Ansaugkanäle, neu gestalteter Airbox. Das Drehmoment klettert auf 86 Nm, doch man muss es sich hoch holen, bei 10 100 U/min. Hier herrscht die Philosophie eines Motors, der sich in den Drehzahlen entfaltet – weit entfernt vom satten Drehmoment europäischer Twins, das schon im Standgas anliegt. Die MV Agusta Brutale 800 RR kennt keine Nachsicht. Sie verlangt Drehzahl, Einsatz, eine Gashand, die mit Überzeugung aufzieht. Wer einen gemütlichen Roadster für den Alltag sucht, sollte besser bei einer Street Triple oder einer MT-09 vorbeischauen.

Das Datenblatt der MV Agusta Brutale 800 RR 2016 offenbart ein Verdichtungsverhältnis von 13,3:1 und eine kurzhubige Auslegung mit 79 x 54,3 mm Bohrung mal Hub. Dieser Motor liebt hohe Drehzahlen – es ist in seiner Geometrie festgeschrieben. Mit 168 kg Trockengewicht platziert das Leistungsgewicht diese Italienerin im oberen Segment gegenüber ihren direkten Konkurrentinnen. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h bestätigt das ballistische Potenzial der Maschine. Beim Fahrwerk setzt MV auf das bewährte Rezept der Standard-Brutale: ein Hybridrahmen aus Stahl-Gitterrohr und Aluminium-Seitenplatten, eine einseitige Schwinge, ein kurzer Radstand von 1 380 mm. Die Bodenfreiheit von 160 mm und die auf 810 mm thronende Sitzbank zeichnen eine kompakte, nervöse Maschine, die auf Kurvendynamik getrimmt ist. Das Gesamtpaket funktioniert, das bestreitet niemand.
Was diese RR-Version wirklich auszeichnet, ist die Sorgfalt beim Fahrwerk. Die 43-mm-Upside-down-Gabel von Marzocchi, komplett aus Aluminium, spart ein Kilogramm Gewicht gegenüber der Basisversion. Ihre Tauchrohre tragen eine eloxierte Oberfläche und eine DLC-Beschichtung, die keineswegs nur kosmetischer Natur sind: Die Reibungsreduzierung verbessert die Ansprechempfindlichkeit. Druck- und Zugstufe sowie Vorspannung – alles einstellbar. Hinten bietet ein progressiver Sachs-Monodämpfer dieselben Einstellmöglichkeiten. Ein Lenkungsdämpfer vervollständigt das Paket – willkommen bei einem derart agilen Vorderrad. Beim Bremsen kommen schwimmend gelagerte 320-mm-Scheiben zum Einsatz, die von radialen Brembo-Vierkolben-Sätteln gepackt werden, mit einem Bosch-ABS der neuesten Generation, das in der Lage ist, ein Abheben des Hinterrads beim Bremsen zu kontrollieren. Für einen Test der MV Agusta Brutale 800 RR sollte man besser trainierte Unterarme mitbringen.
Die Bordelektronik, gesteuert über die MVICS-Plattform, bietet vier Motormappings, einen bidirektionalen Quickshifter EAS 2.0 und eine achtstufig einstellbare Traktionskontrolle. Das ist üppig, doch Vorsicht: Man sollte sich nicht vollständig auf diese Assistenzsysteme verlassen. Sie kanalisieren die Leistung, ersetzen aber nicht den Fahrer. Die MV Agusta Brutale 800 RR ist kein A2-Motorrad – sie richtet sich an erfahrene Motorradfahrer, die in der Lage sind, 140 PS in einem wespenschlanken Gehäuse zu beherrschen. Optisch verleihen die neu gestalteten Fünfspeichen-Felgen und der Motorspoiler einer ohnehin magnetischen Linie zusätzlichen Charakter. Mit einem Preis von 13 890 Euro im Jahr 2016 kostet die MV Agusta Brutale 800 RR mehr als eine Speed Triple oder eine 1090R von KTM, doch sie spielt auf einem anderen Feld: dem der mechanischen Emotion und des italienischen Prestiges. Auf dem Gebrauchtmarkt werden die Jahrgänge 2015 bis 2022 zu unterschiedlichen Preisen gehandelt, je nach Wartungszustand und Kilometerstand. Eine Nachrüst-Auspuffanlage – oft die erste Investition der Besitzer – befreit einige Pferdestärken und vor allem einen Dreizylinder-Sound, der einem die Haare zu Berge stehen lässt. Dennoch sorgen die Zuverlässigkeit und das Kundendienstnetz von MV Agusta weiterhin für geteilte Meinungen. Das ist der Preis dafür, italienisch, exklusiv und kompromisslos zu fahren.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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