Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 798 cc
- Leistung
- 125.0 ch @ 11600 tr/min (91.9 kW)
- Drehmoment
- 80.9 Nm @ 8600 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 54.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tube d'acier relié à des platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 125 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 811.00 mm
- Tankinhalt
- 16.60 L
- Trockengewicht
- 167.00 kg
- Neupreis
- 14 090 €
Übersicht
Was trennt eine MV Agusta Brutale 800 Dragster wirklich von einer klassischen Brutale 800? Auf dem Papier nicht viel. Unter der Haut gerade genug, um einen nervösen Roadster in eine urbane Sensationsmaschine zu verwandeln. Der Dreizylinder mit 798 cm3 spuckt nach wie vor seine 125 PS bei 11 600 U/min und 80,9 Nm Drehmoment bei 8 600 U/min aus. Die Zahlen sind identisch. Aber Varese hat die Leistungskurve überarbeitet, um ein direkteres, spontaneres Ansprechverhalten zu erzielen. Die Art von Abstimmung, die man ab dem ersten Gasgriff spürt, nicht auf einem Datenblatt.

Stilistisch spielt die Dragster eine andere Karte als ihre Cousine. Das abgeschnittene, skulpturale Heck verleiht dieser 2017er-Version eine Hot-Rod-Optik auf zwei Rädern, die die Standard-Brutale nicht besitzt. Motorschutz, Ziernähte auf der Sitzbank, spezifische Felgen, Spiegel an den Lenkerenden: Die kosmetischen Details häufen sich und rechtfertigen teilweise die Preispositionierung bei 14 090 Euro. Der Lenker, in drei Positionen verstellbar, erlaubt es, das Cockpit anzupassen – je nachdem, ob man in der Stadt den Harten markieren oder über Landstraßen cruisen will. Die Sitzhöhe von 811 mm bleibt für die meisten Staturen zugänglich. Der Sozius hingegen muss sich mit einer Briefmarke als Sitzfläche begnügen. Besser allein fahren.
Das Chassis übernimmt das bewährte Rezept der Brutale-Familie: Stahl-Gitterrohrrahmen mit Aluminium-Platten, 43-mm-Upside-down-Gabel, Monofederbein hinten mit Einarmschwinge. Der wesentliche Unterschied liegt im breiteren Hinterreifen in 200/50-17, der ebenso zur gedrungenen Ästhetik der Maschine beiträgt wie zur Traktion. Die Brembo-Bremsen, zwei 320-mm-Scheiben vorne mit radialen Vierkolben-Sätteln, bieten eine Verzögerungsleistung auf der Höhe der Fahrleistungen. Das alles bei 167 kg trocken, ein Wert, bei dem so manche Konkurrentin vor Neid erblassen würde. Gegenüber einer Triumph Street Triple RS oder einer Yamaha MT-09 zeigt die MV Agusta Brutale 800 Dragster ein niedriges Gewicht, das sich in echter Agilität beim Fahren niederschlägt. Die Bordelektronik, die Plattform MVICS 2.0, bietet vier Fahrmodi, Traktionskontrolle, Ride-by-Wire-Gasgriff, EAS-Schaltautomat und Bosch-ABS. Eine vollständige Ausstattung für ein Motorrad dieser Generation.
Soll man zuschlagen? Die MV Agusta Brutale 800 Dragster richtet sich an denjenigen, der sich abheben will, der die Banalität eines japanischen Roadsters ablehnt, ohne gleich in die Welt der Hypernakeds abzudriften. Es ist ein Motorrad mit Charakter, zugeschnitten auf die Stadt und Sonntagsausfahrten, nicht darauf, mit seinem 16,6-Liter-Tank Autobahnkilometer zu fressen. Die Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h bestätigt, dass es ihr nicht an Atem fehlt, doch ihr natürliches Spielfeld bleibt das Nebenstraßennetz und enthusiastisch genommene Kreisverkehr-Einfahrten. Wer eine Stufe höher sucht, kann sich der MV Agusta Brutale 800 Dragster RR zuwenden, die später auch als Lewis-Hamilton-Edition für Sammler aufgelegt wurde. Auf dem Gebrauchtmarkt bleibt die Brutale 800 Dragster RR übrigens ein begehrtes Modell. Der Test dieser Dragster offenbart ein Motorrad, das ans Herz wächst, schön anzusehen und angenehm zu fahren ist, aber im Grunde eine ästhetische und charakterliche Variation der Brutale bleibt. Das ist kein Makel. Es ist eine bewusste Entscheidung aus Varese: zwei unterschiedliche Temperamente auf identischer mechanischer Basis anzubieten. Das Ergebnis ist eine rassige Italienerin, die auf keinem Parkplatz einer anderen gleicht, mit einem Verdichtungsverhältnis von 13,3:1, das daran erinnert, dass dieser kleine Dreizylinder dafür gebaut wurde, hoch und laut zu drehen. Vorausgesetzt, man akzeptiert den Preis transalpiner Exklusivität.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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