Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 798 cc
- Leistung
- 125.0 ch @ 11600 tr/min (91.2 kW)
- Drehmoment
- 81.0 Nm @ 8600 tr/min
- Motortyp
- In-line three, four-stroke
- Kühlung
- Oil & air
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3:1
- Bohrung × Hub
- 79.0 x 54.3 mm (3.1 x 2.1 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Mikuni
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Zündung
- Integrated ignition - injection system MVICS (Motor and Vehicle Integrated Control System) with three injectors Engine control unit Eldor EM2.0, throttle body full drive by wire Mikuni, pencil-coil with ion-sensing technology, control of detonation and
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Mixed steel trellis and aluminium plates for high torsional rigidity
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, multi-disc with mechanical drive
- Vorderradaufhängung
- Marzocchi “UPSIDE DOWN” telescopic hydraulic fork with rebound-compression damping and spring preload external and separate adjustment
- Hinterradaufhängung
- Progressive Sachs, single shock absorber with rebound and compression damping and spring preload adjustment
- Federweg vorne
- 125 mm (4.9 inches)
- Federweg hinten
- 120 mm (4.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Floating disc, 4-piston
- Hinterradbremse
- Single disc. 4-piston
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Radstand
- 1380.00 mm
- Bodenfreiheit
- 160.00 mm
- Länge
- 2085.00 mm
- Breite
- 725.00 mm
- Tankinhalt
- 16.60 L
- Trockengewicht
- 167.00 kg
- Neupreis
- 13 490 €
Übersicht
Was treibt ein italienisches Werk dazu, einen ohnehin schon temperamentvollen Roadster zu nehmen und ihm das Heck mit dem Winkelschleifer abzusägen? Bei MV Agusta lautet die Antwort in einem Wort: Dragster. Die MV Agusta Brutale 800 Dragster Jahrgang 2014 übernimmt die mechanische Basis ihrer Schwester Brutale, verdichtet sie jedoch in eine kürzere, gedrungene, aggressivere Silhouette. Das Ergebnis ist ein Naked Bike, das wie eine geballte Faust auf zwei Rädern wirkt, mit einem gestutzten Heck, das ihr die Anmutung eines transalpinen Hot Rods verleiht. Die Ziernähte des Sitzes, der Motorschutz und die neu gestalteten Felgen fügen eine Detailarbeit hinzu, die die Standard-Brutale nicht bot. Mit 13 490 Euro positioniert MV diese Version zwischen einem einfachen Restyling und einer echten sportlichen Variante.

Unter dem 16,6-Liter-Tank schlägt derselbe Reihendreizylinder mit 798 cm3 Hubraum und einem Verdichtungsverhältnis von 13,3:1. Die 125 PS bei 11 600 U/min und die 81 Nm Drehmoment bei 8 600 U/min sind identisch mit denen der Brutale 800. Der Unterschied liegt in der Abstimmung: MV hat die Leistungsentfaltung überarbeitet, um ein zugleich direkteres und progressiveres Ansprechverhalten zu erzielen. Auf dem Papier revolutioniert das Datenblatt der MV Agusta Brutale 800 Dragster nichts. Im Sattel spürt man den Unterschied in der Spontaneität des Ride-by-Wire und im feiner abgestimmten Motorbremsenmanagement. Die elektronische Plattform MVICS 2.0 umfasst vier Fahrmodi, eine Traktionskontrolle, einen EAS-Schaltautomaten und ein Bosch 9MP ABS. Genug, um Fahrer zu beruhigen, die die angekündigten 245 km/h Höchstgeschwindigkeit ausreizen wollen, ohne in der Leitplanke zu landen.
Der Verbundrahmen aus Stahl-Gitterrohr und Aluminium-Seitenplatten bleibt jener der Brutale, mit einem kurzen Radstand von 1 380 mm, der die Agilität beim Kurveneinlenken begünstigt. Die Upside-Down-Gabel von Marzocchi und der Sachs-Stoßdämpfer bieten vollständige Einstellmöglichkeiten für Vorspannung, Zug- und Druckstufe. Die Brembo-Bremsen mit doppelten 320-mm-Schwimmscheiben und radial montierten Vierkolben-Sätteln packen überzeugend zu. 167 kg trocken – dieselbe Zahl wie bei der Brutale, und bemerkenswert niedrig für eine Maschine dieser Hubraumklasse. Zum Vergleich: Eine Triumph Street Triple R aus derselben Ära brachte ein ähnliches Gewicht bei etwas weniger Leistung auf die Waage, während eine Yamaha MT-09 mit einem günstigeren Preis und einem anderen Motorcharakter punktete. Die Dragster positioniert sich darüber in Sachen Exklusivität und Verarbeitung, was sich allerdings im Preis niederschlägt.
Das eigentliche Thema bei dieser Maschine ist ihre Identität. Die MV Agusta Brutale 800 Dragster ist kein grundlegend neues Modell. Sie ist eine mit dem Messer herausgeschnitzte Brutale, mit einer minimalistischen Sitzbank, auf der der Beifahrer nur Statistenrolle spielt, einem in drei Positionen verstellbaren Lenker und einer Hecklinie, die an jeder roten Ampel Blicke auf sich zieht. Die Sitzhöhe von 810 mm und die Bodenfreiheit von 160 mm machen sie zugänglich, ohne niedrig zu sein, komfortabel, ohne tourentauglich zu sein. Sie richtet sich an den urbanen Fahrer, der italienischen Charakter will und bereit ist, den Preis der Exklusivität zu zahlen. Wer einen Test der MV Agusta Brutale 800 Dragster sucht, wird ein Motorrad finden, das auf kurvigen Straßen Freude bereitet – wendig und klangvoll dank der charakteristischen Melodie des Dreizylinders. Die später folgende RR-Version und anschließend die Lewis Hamilton-Edition haben die Messlatte in Sachen Prestige und Ausstattung noch höher gelegt. Auf dem Gebrauchtmarkt bleibt die Brutale 800 Dragster RR übrigens ein gefragtes Modell. Doch diese erste Ausführung von 2014 legt den Grundstein für ein eigenständiges Temperament im Segment der sportlichen Mittelklasse-Roadster: das einer Italienerin, die Skulptur dem Zahlenüberbietungswettbewerb vorzieht.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!