Schlüsselleistung

125 ch
Leistung
🔧
798 cc
Hubraum
🏎️
245 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
811 mm
Sitzhöhe
16.6 L
Tankinhalt
💰
13 790 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
798 cc
Leistung
125.0 ch @ 11600 tr/min (91.9 kW)
Drehmoment
80.9 Nm @ 8600 tr/min
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
13.3 : 1
Bohrung × Hub
79 x 54.3 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection

Fahrwerk

Rahmen
treillis tubulaire en tube d'acier relié à des platines en alu
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 125 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Hinterreifen
200/50-17

Abmessungen

Sitzhöhe
811.00 mm
Tankinhalt
16.60 L
Trockengewicht
167.00 kg
Neupreis
13 790 €

Übersicht

Was trennt ein radikales Motorrad von einer reinen Stilübung? Genau diese Frage stellt die MV Agusta Brutale 800 Dragster, Jahrgang 2016. Auf dem Papier erwartet man eine Bestie für den Drag Strip, ein Monster, das darauf zugeschnitten ist, den Asphalt zwischen zwei Ampeln zu verbrennen. In der Praxis hat Varese eine subtilere Partitur gespielt. Die Dragster ist vor allem eine Brutale 800, die durch den Winkelschleifer gegangen ist – verkürzt, gestrafft, mit einem abgeschnittenen Heck, das ihr das Aussehen eines sprungbereiten Pitbulls verleiht. Die Verarbeitung steigt gegenüber der Cousine um eine Stufe: Motorspoiler, aufwendig gestaltete Sitzbank, sorgfältig gearbeitete Felgen. Das visuelle Ergebnis ist gelungen, das muss man anerkennen. Aber ein schönes Kleid macht noch kein Rennpferd.

MV Agusta Brutale 800 Dragster

Unter dem 16,6-Liter-Tank findet sich der gleiche Dreizylinder mit 798 cm3 wie bei der Brutale. Die 125 PS bei 11.600 U/min und die 80,9 Nm bei 8.600 U/min haben sich um kein Jota verändert. Der Unterschied steckt im Motormapping, das überarbeitet wurde, um ein direkteres und spontaneres Ansprechverhalten zu bieten. Die Verdichtung von 13,3:1 bestätigt, dass dieser kleine Block gerne hoch dreht, sehr hoch. Beim Test der MV Agusta Brutale 800 Dragster macht sich der Unterschied im mittleren Drehzahlbereich bemerkbar, wo der Dreizylinder mit einer geradezu wütenden Konstanz schiebt. Die 245 km/h Höchstgeschwindigkeit bleiben ein achtbarer Wert für eine Maschine dieser Klasse. Gegenüber einer Triumph Street Triple R oder einer Yamaha MT-09 mangelt es dem italienischen Triebwerk nicht an Argumenten, auch wenn die Konkurrenz oft günstigere Tarife aufruft als die hier verlangten 13.790 Euro.

Das Chassis übernimmt das bewährte Rezept der Brutale-Familie: Gitterrohrrahmen aus Stahl, verschraubt auf Aluminium-Motorplatten, 43-mm-Upside-down-Gabel, Zentralfederbein mit 125 mm Federweg an beiden Enden. Das Datenblatt der MV Agusta Brutale 800 Dragster offenbart eine bemerkenswerte Besonderheit: den Hinterreifen in 200/50-17, breiter als bei der Standard-Brutale. Die Brembo-Bremsen, zwei 320-mm-Scheiben vorne mit radialen Vierkolben-Sätteln, werden dem Ruf des italienischen Herstellers gerecht. Das Ganze bei 167 kg Trockengewicht, ein Wert, der so manche Konkurrentin vor Neid erblassen lässt. Dieses Leichtgewicht, kombiniert mit dem in drei Positionen verstellbaren Lenker, erlaubt es, die Maschine sowohl an nervöses Stadtfahren als auch an engagiertere Sessions anzupassen. Die MVICS-2.0-Bordelektronik bietet vier Fahrmodi, Traktionskontrolle, Ride-by-Wire-Gasgriff, EAS-Quickshifter und Bosch-ABS. Das Paket ist komplett.

Bleibt die Frage der Positionierung. Die MV Agusta Brutale 800 Dragster RR, die später erschien, wird den Regler noch weiter aufdrehen, insbesondere in der limitierten Lewis-Hamilton-Edition. Doch diese Version von 2016 legt bereits das Fundament einer Maschine mit starker Persönlichkeit. Der Beifahrer muss sich mit einem symbolischen Stück Sitzbank begnügen, thronend auf 811 mm Sitzhöhe. Das ist eindeutig ein Motorrad für den Solopiloten, den Stadtfahrer, der sich am Wochenende auf Landstraßen vergnügen will, oder für denjenigen, der ein mechanisches Objekt mit Charakter sucht. Auf dem Gebrauchtmarkt bleibt die Brutale 800 Dragster RR übrigens ein begehrtes Stück, deren Preis sich dank des emotionalen Kurswerts der Marke gut hält.

Seien wir ehrlich: Die Dragster ist keine mechanische Revolution. Es ist eine Brutale 800 mit radikaler ästhetischer Behandlung und einigen Charakteranpassungen. Aber genau das macht ihren Charme aus. MV Agusta verkauft hier eine Vision, ein Temperament, eine Ausstrahlung. Wer einen leichten, starken italienischen Roadster sucht, der sich von der japanischen Masse abhebt, für den kreuzt die 800 Dragster die richtigen Kästchen an. Man muss lediglich den Eintrittspreis akzeptieren und den mitunter launischen Ruf der Mailänder Elektronik. Eine leidenschaftliche Wette, mehr emotional als rational, wie so oft bei den Motorrädern aus Varese.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

🔧
Hubraumleistung
154.5 ch/L
In der Kategorie Naked bike · Hubraum 399-1596cc (3830 verglichene Motorräder)
Leistung 123 ch Top 26%
47 ch Median 97 ch 173 ch

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