Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1164 cc
- Leistung
- 152.0 ch @ 9800 tr/min (111.8 kW)
- Drehmoment
- 117.7 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 59.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.90 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Gewicht
- 280.00 kg
- Trockengewicht
- 236.00 kg
- Neupreis
- 12 999 €
Übersicht
Kann eine Legende elegant altern, ohne ihre Wurzeln zu verraten? Im Jahr 2004 versuchte Kawasaki mit der ZZ-R 1200, ein Motorrad, das versucht, das Erbe der berühmten ZZR 1100 zu modernisieren und gleichzeitig eine neue Berufung zu finden, dieses Wagnis einzugehen. Man ist weit entfernt von dem reinen und harten Sportmotorrad, das in den 90er Jahren für Aufsehen sorgte. Hier ist der Blick abgemildert, die imposante Silhouette und die abgerundeten Linien erinnern eher an eine coole GT als an einen Streckenkiller. Mit ihren 280 kg im vollgetankten Zustand zeigt sie von Anfang an ihre Größe: Man spielt nicht mit dem Format.

Das Herz der Maschine ist ein großer, mit Vergasern bestückter Reihenvierzylinder, der auf 1164 cm3 vergrößert wurde. Er glänzt nicht durch Technologie, sondern durch seinen authentischen Charakter und sein monströses Drehmoment von fast 12 Nm, das bereits im mittleren Drehzahlbereich verfügbar ist. Von 4500 bis 8000 U/min schiebt sie mit entwaffnender Großzügigkeit, bevor sie ihre 152 Pferde in einem rauhen und vibrierenden Gebrüll freisetzt, das einen erfasst. Es ist nicht das aseptische Brummen eines modernen Sportmotorrads, sondern ein wütendes und fleischliches Grollen. Das Getriebe, etwas weich, kann nicht mit der Präzision einer neueren Mechanik mithalten, erledigt aber seinen Job. Dieser Motor ist eindeutig das Highlight der Maschine, ein Hauch von Retro-Flair im Gegensatz zur manchmal blassen Effizienz aktueller Blöcke.
Leider, sobald es darum geht, Kurven zu fahren, schwindet der Charme. Das neue Chassis und die 43-mm-Gabel ermöglichen einen sanfteren Kurveneingang als ihre Vorgängerin, aber das Gewicht macht sich grausam bemerkbar. Die Federungen haben ab dem Moment, in dem der Asphalt nicht mehr perfekt ist, keine Standfestigkeit, was den Fahrer zu einer präventiven und maßvollen Fahrweise zwingt. Man muss sie behutsam einführen, ihr erlauben, ihre Stützen zu finden, und ein Gaspedal handhaben, das etwas zu unpräzise ist, um Purzelbäume zu schlagen. Sie verzeiht Fehler nur ungern und erfordert eine feste Hand. Ihr Element sind die Autobahn und die großen, stabilen Kurven, nicht die nervösen Kehren. Ihr Vorteil ist, dass der Windschutzschirm einen korrekten Schutz bis zu hohen Geschwindigkeiten bietet, was die ZZ-R zu einer komfortablen Reisemotorrad für lange Strecken macht.
Aber gerade hier liegt vielleicht das Problem. Indem Kawasaki versuchte, sie als Sport-GT gegenüber Konkurrenten wie der Honda CBR 1100 XX oder der Suzuki GSX1300R Hayabusa zu positionieren, machte es Kompromisse. Die Ausstattung ist spartanisch: kein teilweisen Doppelscheibenbremse am Armaturenbrett, eine manuelle Reserve und Zubehör für den Sozius, das im Vergleich zur 1100 deutlich reduziert ist. Zu einem Preis von fast 13.000 Euro stand sie Maschinen gegenüber, die ausgereifter und leichter waren.
Für wen ist also diese ZZ-R 1200? Für den sentimentalen Tourenfahrer, der die rohen Empfindungen eines temperamentvollen großen Motors sucht und bereit ist, mit einer schweren und anspruchsvollen Mechanik zu leben. Es ist kein Motorrad für Anfänger oder für Rennfahrer, die Präzision suchen. Es ist ein charismatisches Raumschiff, ein letzter Zuckung einer vergangenen Ära, bevor die Motorradwelt endgültig in die elektronische Einspritzung und die Gewichtsreduzierung abgleitet. Sie hat noch etwas zu bieten, aber man muss es auf die alte Art verarbeiten.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!