Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1164 cc
- Leistung
- 152.0 ch @ 9800 tr/min (115.3 kW)
- Drehmoment
- 117.7 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 59.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.90 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Radstand
- 1500.00 mm
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Gewicht
- 280.00 kg
- Trockengewicht
- 236.00 kg
- Neupreis
- 12 999 €
Übersicht
Motorrad: Kawasaki ZZ-R 1200 (2003)

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als „Sportler“ nicht zwangsläufig mit „trocken wie ein Schuss Peitsche“ und „Elektronik in allen Gängen“ verbunden war? Im Jahr 2003 wagte Kawasaki eine kühne Wette: die Wiederbelebung des Geistes einer Legende, der ZZR1100, dieser Furie, die eine Dekade zuvor Tachonadeln bis 280 km/h schraubte, aber ihr eine Reife-Kur verpasste. Das Ergebnis ist die ZZ-R 1200, ein ambivalentes Biest, das ausgelassen zwischen dem liebenswerten Dinosaurier und der etwas zu trägen GT hin- und herschwankt.
Auf den ersten Blick ist die Botschaft klar: Man ist nicht mehr in einer reinen Sportlerklasse unterwegs. Die Verkleidung hat ihre Aggressivität zugunsten runderer, klassischerer Linien aufgegeben, ähnlich wie bei einer Triumph Trophy der damaligen Zeit. Diese ästhetische Metamorphose kündigt eine strategische Neupositionierung an. Mit dem ZX-12R in der Rolle der Rakete wird die ZZ-R in den Status einer Sport-GT-Maschine verwiesen. Kawasaki hat daher die Fahrposition abgemildert, den Sattel auf 800 mm angehoben und die Fußrasten weiter auseinander gelegt. Gute Nachrichten für den Tourenfahrer, weniger für den Streckenrennfahrer, der sich schnell eingeengt fühlen wird. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, mit ihren 280 kg vollgetankt und ihrem imposanten Format erzwingt dieses Motorrad Respekt, sobald man ihn in die Garage schiebt. Es ist nichts für Anfänger.
Die Magie, wenn überhaupt Magie vorhanden ist, wirkt, sobald man den Zündschlüssel dreht. Der große Reihenvierzylinder mit 1164 cm3, der den Vergasern treu geblieben ist, knurrt mit einer Authentizität, die guttut. Vergessen Sie die chirurgische Präzision moderner Blöcke, hier geht es um Charakter, Vibrationen und eine heisere Stimme, die einen in den Bauch bohrt. Das Drehmoment ist ihr stumpfes Werkzeug: 117,7 Nm, verfügbar ab 6000 U/min, die Sie mit entwaffnender Großzügigkeit auf den Sattel kleben. Die Leistung ist hingegen für das Spektakel da, mit 152 Pferden, die bei hohen Drehzahlen freigesetzt werden, für Höchstgeschwindigkeiten von fast 280 km/h. Es ist brutal, direkt und herrlich berauschend. Im Gegensatz dazu verrät das Sechsganggetriebe sein Alter, mit einer weniger präzisen und schnellen Auswahl als bei zeitgenössischen Konkurrenten wie der Honda CBR1100XX oder der Suzuki GSX1300R Hayabusa.
Gerade im Vergleich zu diesen Referenzen zeigt die ZZ-R 1200 ihre dynamischen Grenzen. Ihr Perimeter-Alurahmen und ihre Federung leiden unter einem Mangel an Strenge, sobald der Asphalt wellig wird. Man muss sie mit der Zärtlichkeit eines Hundeführers lenken, Gewichtstransfers antizipieren und ein Gewicht berücksichtigen, das sich bemerkbar macht. Ihr Element sind die Autobahn und die großen, fließenden Kurven, wo ihre wirksame Blase und ihr weiches Motor ihre Qualitäten als Grand-Touring-Maschine offenbaren. Aber die Ausstattung ist trist: kein ausgeklügelter Bordcomputer, ein manueller Reserveumschalter und Ausstattungen für den Sozius, die im Vergleich zum Vorgängermodell 1100 deutlich reduziert sind.
Für wen ist sie also? Sicher nicht für den, der das neueste Technikpaket oder das wendigste Sportmotorrad sucht. Die ZZ-R 1200 ist ein UFO für Nostalgiker, für den, der glaubt, dass der Motor sprechen muss, bevor die Elektronik es tut, und der ihre Mängel im Namen eines einzigartigen Charakters akzeptiert. Zu einem Preis von fast 13.000 Euro neu stand sie vor vielseitigeren Gegnern. Heute ist es ein Motorrad mit Charakter, ein großer, ungeschliffener Bär, der an eine Zeit erinnert, in der Geschwindigkeit mit einem Hauch von Härte genossen wurde.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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