Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1164 cc
- Leistung
- 152.0 ch @ 9800 tr/min (111.8 kW)
- Drehmoment
- 117.7 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 59.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.90 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Tankinhalt
- 23.00 L
- Gewicht
- 280.00 kg
- Trockengewicht
- 236.00 kg
- Neupreis
- 12 999 €
Übersicht
Kann eine Maschine altern, ohne an Anziehungskraft zu verlieren? Im Jahr 2002 versuchte die Kawasaki ZZ-R 1200, mit dem kühnen Schachzug, eine Legende der 90er Jahre ins neue Jahrtausend zu transferieren. Man erkennt sofort das imposante Erscheinungsbild, die vertrauten Rundungen, diese ZZR-DNA, die scheinbar dafür geschaffen wurde, Autobahnen zu verschlingen. Doch hinter dieser neu gestalteten Verkleidung, die klassischer und weniger aggressiv ist als die der vorherigen 1100, verbirgt sich eine klare Neupositionierung: Das Rennpferd hat einer Sport-GT-Maschine Platz gemacht, einer schnellen Tourenmaschine, die auf Drehmoment und relativem Komfort setzt, anstatt auf die Jagd nach Rekorden.

Mit ihren 280 kg im vollgetankten Zustand erfordert die ZZ-R 1200 Respekt, bevor sie überhaupt startet. Der 800 mm hohe Sattel und der Beinabstand vermitteln einen Eindruck von Massivität, weit entfernt von der Leichtigkeit reiner Sportmaschinen der damaligen Zeit. Einmal im Sattel ist die Position tatsächlich weniger radikal, weniger nach vorne geneigt, was darauf hindeutet, dass Kawasaki nun auf den Reisenden abzielt, der lange Strecken ohne Rückenschmerzen legen möchte. Aber lassen Sie sich nicht täuschen: Dieses Motorrad ist nichts als ein folgsames Passagierschiff. Ihr Motor, ein großer 4-Zylinder-Reihenmotor mit 1164 cm3, der von Vergasern gespeist wird, ist ein echtes Charakterstück. Er leistet 152 PS bei 9800 U/min, aber vor allem sein Drehmoment von 117,7 Nm, das bereits bei mittleren Drehzahlen verfügbar ist, beeindruckt. Ab 4500 U/min erwacht das Biest mit einem deutlichen und süchtig machenden Schub, einem rauhen und vibrierenden Klang, der sich von dem aseptischen Brummen modernerer Motoren unterscheidet. Der Vergleich mit einer GSX-R der damaligen Zeit ist unbestreitbar: Hier geht es nicht um Finesse, sondern um rohes Gefühl. Die in Frankreich gedrosselte Version reduziert die Höchstwerte etwas, aber das Wesentliche des Vergnügens, diese Drehmomentwelle, die Sie auf den Sitz presst, ist durchaus vorhanden.
Auf kurvenreichen Straßen offenbart die ZZ-R ihre Grenzen. Ihr perimeter Aluminiumrahmen und ihre 43-mm-Gabel sorgen für eine beruhigende Stabilität in geraden Linien, aber es mangelt an Präzision, sobald der Asphalt sich windet. Man muss behutsam vorgehen, Richtungswechsel antizipieren und ein beträchtliches Gewicht in Kauf nehmen, das sich in engen Kurven bemerkbar macht. Das Getriebe ist zwar präzise, aber nicht so schnell wie ein modernes sequentielles Getriebe. Sein bevorzugtes Terrain sind große Kurven und lange Geraden, wo sein doppelt gewölbter Scheibenwindschutz einen korrekten Schutz bis zu... beträchtlichen Geschwindigkeiten bietet. Wo der Schuh drückt, ist die Ausstattung, die für eine GT dieses Preises spartanisch ist: kein teilweiser Tacho, eine manuelle Reserve und Zubehör für den Sozius, das hinter dem der vorherigen 1100 zurückbleibt.
An wen richtet sich diese Kawasaki ZZ-R 1200? Ganz klar an den Motorradfahrer, der eine Maschine mit starker Persönlichkeit sucht, eine kernige und charismatische Alternative zu den aseptischen GTs. Sie kann in Bezug auf Technologie oder Finesse nicht mit einer Honda CBR1100XX Blackbird oder einer Suzuki GSX1300R Hayabusa mithalten, aber sie bietet etwas Seltenes: Seele. Ein wütendes und großzügiges Wesen, das in der Ära perfekt elektronischer Motoren immer wertvoller wird. Für 12999 Euro damals kaufte man weniger ein Spitzenmotorrad als ein Stück Geschichte, einen letzten Atemzug der Ära großer Vergaser-Sportmaschinen. Eine Wahl des Enthusiasten, bewusst, mit seinen Fehlern und seinen... donnernden Qualitäten.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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