Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 738 cc
- Leistung
- 76.0 ch @ 9500 tr/min (55.9 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 66 x 54 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en tubes d’acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 160/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 220.00 kg
- Trockengewicht
- 202.00 kg
- Neupreis
- 6 097 €
Übersicht
Kawasaki stand im Jahr 2000 vor einem Problem: die Lücke zu schließen, die die alternde Zephyr hinterlassen hatte, ohne in die Falle des Mitläufertums zu tappen. Während Yamaha, Suzuki und Honda sich mit aufgeschärften 600ern bekämpften, spielte die grüne Marke eine andere Karte. Zwischen der ER-5 und der ZRX 1100 positioniert, kommt die ZR-7 mit 738 cm³ unter dem 22-Liter-Tank, einem Reihenvierzylinder, dessen Architektur auf eine andere Ära zurückgeht, und einem Preis von rund 6097 Euro – exakt das, was Suzuki für ihre Bandit verlangte. Die Botschaft ist klar: mehr Hubraum für dasselbe Budget, gegenüber Konkurrentinnen wie der Fazer, der GSF oder der Hornet.

Dieser Motor verdient es, genauer betrachtet zu werden. Zwei Ventile pro Zylinder, sichtbare Kühlrippen, ein Verdichtungsverhältnis von 9,5:1 und eine Bohrung von 66 mm bei einem Hub von 54 mm: Von modernen Architekturen ist man hier weit entfernt. Dennoch entwickelt diese altgediente Mechanik 62,8 Nm Drehmoment bei 7500 U/min – gegenüber Konkurrentinnen, die ihre Leistung erst in hohen Drehzahlbereichen suchen. Die ZR-7 spricht bereits aus dem mittleren Drehzahlbereich an, ohne künstliche Nervosität, mit einer Progressivität, die das K-tric-Zündungsoptimierungssystem noch weiter verstärkt. Die 76 PS liegen bei 9500 U/min an, was vertretbar bleibt, doch im alltäglichen Drehzahlbereich verschafft sich dieser Vierzylinder den entscheidenden Vorteil. Wer sich fragt, wie die Urteile zur Kawasaki 750 ZR-7 N von 2000 ausfallen, bekommt von den Fahrern meist dieselbe Antwort: ein gesunder, vorhersehbarer und im Betrieb sympathischer Motor.
Der Doppelschleifenrahmen aus Stahl begleitet, ohne zu enttäuschen. 220 kg vollgetankt, eine 41-mm-Gabel mit 130 mm Federweg, ein gleichwertiger Mono-Dämpfer hinten: nichts Revolutionäres, aber eine Gesamtkohärenz, die funktioniert. Die Sitzbank auf 815 mm schließt mittelgroße Fahrer nicht aus, und die leicht nach vorne geneigte Sitzposition bleibt auf Dauer natürlich. In der Stadt dreht die Maschine eng, gleitet mühelos durch den Verkehr, und die Motorflexibilität erlaubt lange Gänge auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Auf der offenen Straße zeigt sich das Vorderrad präzise, und Kurvenfolgen werden mit Flüssigkeit absolviert. Vorsicht jedoch auf schlechtem Untergrund: Das Hinterrad kann unruhig werden, wenn man es fordert. Die Bremsen – zwei 300-mm-Scheiben vorne mit Zwei-Kolben-Sätteln, eine 240-mm-Scheibe hinten – arbeiten progressiv. Das Hinterrad zeigt etwas wenig Biss, aber nichts Beunruhigendes.
In Sachen Ausstattung spart die ZR-7 nicht: Kraftstoffanzeige, Hauptständer, Zurrösen, Stauraum unter der Sitzbank für ein U-Schloss. Das sind Details, die bei der Wahl eines Alltagsmotorrads ins Gewicht fallen. Das einzige Bedauern gilt der Ketteneinstellung, die auf ein klassisches System umgestellt wurde, während die Vorgängerversion eine elegante Exzentereinstellung bot. Eine Kleinigkeit, aber symptomatisch für eine Rationalisierung, die Puristen aufstößt. Für Vielfahrer bietet die Version S mit ihrer Halbverkleidung einen willkommenen Schutz auf Autobahnabschnitten.
Die ZR-7 versucht nicht, zu beeindrucken. Sie steht zu einer veralteten Mechanik, einem schlichten Stil und einer vielseitigen Bestimmung ohne sportlichen Anspruch. Genau das kann manche Käufer abschrecken, die vom Image der abgeleiteten Supersportler angezogen werden, und alle anderen überzeugen: die regelmäßigen Fahrer, die ein zuverlässiges Motorrad wollen, das engagiert, aber nicht ermüdend ist und sowohl unter der Woche als auch am Wochenende auf kleinen Landstraßen gute Dienste leistet. Ein ehrlicher Roadster, gemacht für diejenigen, die wirklich fahren.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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