Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1133 cc
- Leistung
- 94.0 ch @ 8000 tr/min (69.1 kW)
- Drehmoment
- 97.1 Nm @ 5600 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.7 : 1
- Bohrung × Hub
- 73.6 x 99 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 60 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre moulé en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 51 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/80-16
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 649.00 mm
- Tankinhalt
- 12.50 L
- Gewicht
- 250.00 kg
- Trockengewicht
- 241.00 kg
- Neupreis
- 15 590 €
Übersicht
Was fehlte der Scout-Reihe, dass Indian beschloss, den Regler noch weiter als bei der Bobber aufzudrehen? Die Antwort lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Attitude. Die Indian Scout Rogue tritt 2022 mit einer einfachen Mission an – den zugänglichen Custom in eine Maschine mit böser Ausstrahlung zu verwandeln. Von einer technischen Revolution kann hier keine Rede sein. Es geht um Imagearbeit, um Haltung, um Details, die die Wahrnehmung verändern, ohne die Grundlagen anzutasten. Und das Ergebnis, das muss man anerkennen, funktioniert ziemlich gut.

Die Basis ist bekannt. Der 60°-V-Twin mit 1133 cc leistet 94 PS bei 8000 U/min und 97 Nm Drehmoment bei 5600 U/min. Ehrliche Zahlen, ausreichend, um die 250 kg vollgetankt auf 200 km/h in der Geraden zu bringen. Auf dem Papier nicht genug, um einer Harley Low Rider S Sorgen zu bereiten, aber die Scout Rogue spielt nicht in dieser Liga. Ihr Revier ist der Boulevard, der Seitenblick an der roten Ampel, die Silhouette, die sich in die Köpfe einbrennt. Der Motor bleibt identisch mit dem der Bobber, ohne spezifisches Mapping und ohne überarbeitete Auspuffanlage. Man hätte sich dennoch gewünscht, dass Indian beim Motorcharakter etwas gewagt hätte, um den Namen „Rogue" zu rechtfertigen. Das ist der größte Kritikpunkt an dieser Version.
Was sich ändert, ist die gesamte restliche Verkleidung. Indian hat nahezu die komplette Maschine geschwärzt, eine kompakte Lampenmaske montiert, die der Maschine einen verschlossenen Ausdruck verleiht, und einen Mini-Ape-Hanger-Lenker verbaut, der die Sitzposition aufrichtet. Das Vorderrad wächst auf 19 Zoll, während sich die anderen Scout mit 16 Zoll begnügen – das verfeinert die Lenkung und verleiht ein schlankeres Profil. Die auf 649 mm abgesenkte Sitzbank drückt den Fahrer dicht über den Boden. Es ist ein Custom im strengen Sinne: Man sitzt darin, nicht darauf. Der 12,5-Liter-Tank begrenzt die Reichweite der Indian Scout Rogue auf langen Strecken – rechnen Sie mit etwa 200 Kilometern bis zur Reserve. Für den Stadt- und Umlandverkehr reicht das. Für die Landstraße plant man besser seine Stopps ein.
Beim Fahrwerk erledigt der Aluminiumgussrahmen seinen Job ohne besondere Genialität. Die 41-mm-Telegabel bietet 120 mm Federweg, während sich die beiden hinteren Stoßdämpfer mit 51 mm begnügen. Das heißt im Klartext: Auf schlechter Straße bleibt der Komfort rudimentär. Die Bremsanlage mit einer einzelnen 298-mm-Scheibe pro Rad und bescheidenen Bremssätteln glänzt nicht gerade durch Bremskraft. Funktional, mehr nicht. Der Riemenantrieb und das Sechsganggetriebe bringen dafür eine echte Geschmeidigkeit im Alltag. Wichtig für alle, die sich die Frage stellen: kein Tempomat bei dieser Version 2022. Wer die Maschine individualisieren möchte, muss auf das Indian Scout Rogue Zubehörprogramm zurückgreifen, denn die Liste der werksseitigen Optionen bleibt kurz.

Gegenüber der Triumph Bonneville Bobber, britischer und feiner in der Verarbeitung, oder der Harley Low Rider S, brachialer und teurer, spielt die Scout Rogue die Karte des zugänglichen Indian Custom zu 15 590 Euro. Trotz der niedrigen Sitzbank eignet sie sich nicht für Anfänger – Gewicht und Hubraum verlangen ein Mindestmaß an Erfahrung. Die Stoßdämpfer der Indian Scout Rogue verdienen einen schnellen Austausch für jeden, der anders als nur in der Stadt fährt. Doch für denjenigen, der eine Maschine mit entschiedenem visuellen Charakter sucht, die mechanisch unkompliziert und offen für Custom-Individualisierung ist, erfüllt die Rogue ihren Vertrag. Sie verkauft Stil vor Leistung – und das tut sie ohne Komplexe.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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