Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1130 cc
- Leistung
- 115.0 ch @ 8500 tr/min (84.6 kW)
- Drehmoment
- 98.1 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 100 x 72 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 53 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 49 mm, déb : 100 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 60 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 292 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/55-18
- Hinterreifendruck
- 2.62 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 660.00 mm
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Gewicht
- 284.00 kg
- Trockengewicht
- 270.00 kg
- Neupreis
- 17 995 €
Übersicht
Wenn Milwaukee beschließt, seine eigenen Dogmen zu verraten, bleibt das Ergebnis nicht unbemerkt. Die V-Rod ist bereits in sich eine Anomalie im Harley-Davidson-Katalog. Die VRSCB Black von 2005 treibt dieses Experiment noch einen Schritt weiter, nicht indem sie die Formel neu erfindet, sondern das Bild bis auf die Knochen verdunkelt. Schwarz lackiertes Chassis, Motor in Schwarz-Silber-Zweifarbtönen, dunkle Bedienelemente, Instrumentierung auf einem verstellbaren Lenker versetzt, der die Fahrposition dem Roadster näherbringt: chirurgische Eingriffe, aber stimmig. Das Ergebnis erinnert eher an ein Gerät aus einer dystopischen Kinofilmwelt als an das sonnige Custom, an das uns Harley gewöhnt hat.

Was die V-Rod grundlegend von allem unterscheidet, was die Marke jemals produziert hat, ist ihr Motor. Der Revolution, 1.130 cm³, V-Twin, 60 Grad, flüssigkeitsgekühlt, DOHC und vier Ventile pro Zylinder, ist ein eigenständiges Wesen. Porsche Engineering wurde beauftragt, eine Basis für den Rennsport in eine serienreife Motorisierung zu verwandeln. Das Ergebnis ist ein Motor, der nichts mehr mit den Shovelhead, Evo oder Twin Cam gemein hat, die die Legende Milwaukee aufgebaut haben. Er leistet 115 PS bei 8.500 U/min und 98,1 Nm Drehmoment bei 7.000 U/min. Zum Vergleich: Der Twin Cam 1.450, der die Fat Boy oder die Electra Glide antreibt, erreicht um die 65 PS. Die VRSCB stellt daher einen beträchtlichen Leistungsschub innerhalb der Modellpalette dar, den die Zahlen allein nicht vollständig wiedergeben, da sich das Wesen der beiden Motoren stark unterscheidet.
Auf der Straße fährt sich diese Harley nicht wie eine Harley. Die niedrige Sitzbank mit 660 mm, das Gewicht von 284 kg vollgetankt und die asymmetrische Reifengröße, 120/70-19 vorne und 180/55-18 hinten, erinnern eher an die Codes japanischer Drag-Bikes als an traditionelle amerikanische Customs. Das Fünfganggetriebe in Verbindung mit einem Riemenantrieb sorgt für einen reibungslosen Betrieb, und die Bremsanlage mit doppelten 292-mm-Scheiben mit Vierkolben-Sätteln vorne ist seriös. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h erscheint angesichts der verfügbaren Leistung glaubwürdig. Angesichts einer noch nicht existierenden Ducati Diavel oder einem zeitgenössischeren Honda VTX 1800 spielt die VRSCB eine radikal andere Karte: Sie ist visuell spektakulär und mechanisch überraschend, aber sie beansprucht nicht die gleiche Vielseitigkeit.
Für 17.995 Euro im Jahr 2005 richtete sie sich klar an ein leidenschaftliches, zahlungskräftiges Publikum, das Harley fahren wollte, ohne die Vibrationen und die bescheidene Dynamik der traditionellen Modelle zu erleben. Weder wirklich tourenfähig, noch wirklich sportlich, bleibt die VRSCB Black eine faszinierende Industrie-Kuriosität: der Moment, in dem eine der konservativsten Marken der Welt beschloss, für ein Modell nach Regeln zu spielen, die nicht ihre eigenen waren.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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