Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1769 cc
- Leistung
- 122.0 ch @ 5500 tr/min (89.7 kW)
- Drehmoment
- 178.0 Nm @ 3800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 108 x 96.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- structure en aluminium moulé
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 114 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Hinterreifen
- 180/60-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 672.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 416.00 kg
- Trockengewicht
- 400.00 kg
- Neupreis
- 34 440 €
Übersicht
Vierhundertsechzehn Kilogramm auf der Waage, 1769 cm³ V-Twin und ein Topcase, das den Inhalt eines Handgepäckkoffers verschlingen kann. Die Indian Pursuit Dark Horse 2022 kennt keine halben Sachen. Sie steht in jener amerikanischen Grand-Touring-Tradition, in der alles massiv, komfortabel und mit Technik vollgepackt sein muss. Gegenüber der Harley-Davidson Road Glide Limited und der ehrwürdigen Roadmaster aus eigenem Hause spielt diese Pursuit dennoch eine andere Karte aus. Die eines modernen Motors, des PowerPlus, der den großen luftgekühlten Twins den Rücken kehrt und stattdessen auf Flüssigkeitskühlung, doppelte obenliegende Nockenwellen und vier Ventile pro Zylinder setzt. Das Ergebnis: 122 PS bei 5500 U/min und vor allem 178 Nm Drehmoment bereits ab 3800 Touren. Genug, um diese kolossale Masse auf den großen Überlandstraßen mühelos wieder zu beschleunigen.

Auf Basis der Challenger gebaut, übernimmt die Indian Pursuit Dark Horse deren gegossenen Aluminiumrahmen, die 43-mm-Upside-down-Gabel und die radial montierten Brembo-Vierkolben-Bremszangen an 320-mm-Scheiben. Das Fahrwerk mit seinem rahmenfesten Lenkkopf bietet eine leichtere Lenkung als bei Chieftain und Roadmaster. Ein echter Vorteil, wenn es darum geht, knapp eine halbe Tonne durch Kurvenfolgen zu dirigieren. Die Dark-Horse-Version zeichnet sich durch eine vollständige Schwarzbehandlung aus: Auspuff, Sturzbügel, Lenker, Fußrasten, Motordeckel. Kein Gramm Chrom in Sicht, im Gegensatz zur Limited, die in tausendfachem Glanz erstrahlt. Der Preis dieser dunklen Schlichtheit? 34 440 Euro, was sie in direkte Konkurrenz zur BMW K 1600 GTL und den großen Harleys stellt.
Beim Gepäck zieht die Pursuit an der Challenger vorbei – dank ihres abnehmbaren Topcases mit Quick-Release-System. Insgesamt stehen der Besatzung 133 Liter Stauraum zur Verfügung, genug für zwei Wochen Reise, ohne sich Gedanken über das Packen machen zu müssen. Der Sozius profitiert von einer breiten, in das Heckkoffer integrierten Rückenlehne, und die serienmäßige Sitzheizung mildert die kühlen Herbstmorgen-Starts. Die elektrisch verstellbare Windschutzscheibe ergänzt einen ohnehin großzügigen Windschutz, verstärkt durch seitliche Anbauteile vor den Knien, die Zusatzscheinwerfer und Belüftungsklappen für heiße Tage integrieren. Ein cleveres Detail, das vor dem Hitzestau im Stand bewahrt.
Die Bordelektronik kann mit dem mithalten, was europäische GT-Modelle bieten. Drei Fahrmodi (Regen, Standard, Sport) steuern Traktionskontrolle und Einspritzkennfeld. Das Kurven-ABS stützt sich auf eine IMU-Trägheitsplattform, der Tempomat ist serienmäßig, ebenso wie das schlüssellose Startsystem und die Zylinderabschaltung des hinteren Zylinders im Leerlauf zur Reduzierung der Hitzeentwicklung in der Stadt. Das elektronisch einstellbare Fox-Federbein hinten lässt sich über den 7-Zoll-Ride-Command-Bildschirm steuern, der zudem GPS, Apple CarPlay, eine 200-Watt-Soundanlage, Bluetooth und Intercom an Bord hat. Man bleibt jedoch eine Stufe unter den semiaktiven Fahrwerken, die BMW oder Yamaha an ihren Premium-Tourern anbieten – ein Punkt, den man bedenken sollte, wenn man eine gebrauchte Indian Pursuit Dark Horse gegen eine K 1600 desselben Jahrgangs abwägt.
Mit dieser Pursuit zielt Indian klar auf Kilometermacher, die amerikanischen Charakter wollen, ohne auf mechanische Modernität zu verzichten. Die 2023 Indian Pursuit Dark Horse hat diesen Kurs ohne große Umwälzungen fortgesetzt. Was kostet eine Indian Pursuit Dark Horse heute? Auf dem Gebrauchtmarkt tauchen die ersten Exemplare zu interessanten Preisen auf – für alle, die bereit sind, sich im Alltag mit 416 kg zu arrangieren. Denn das ist der einzige echte Vorwurf, den man ihr machen kann: dieses Gewicht, das allgegenwärtig ist, sobald man bei niedriger Geschwindigkeit rangieren oder die Maschine parken muss. Auf der Autobahn hingegen verwandelt es sich in souveräne Stabilität. Die Pursuit ist kein Motorrad für jedermann. Sie ist ein Ozeanriese auf zwei Rädern, selbstbewusst und effizient, geschaffen für große Durchquerungen und ferne Horizonte.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Bluetooth
- Poignées chauffantes
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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