Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1203 cc
- Leistung
- 123.0 ch (90.5 kW)
- Drehmoment
- 119.6 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 73.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 60 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/70-18
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 240.00 kg
- Trockengewicht
- 225.00 kg
- Neupreis
- 14 990 €
Übersicht
Wer hätte vor zehn Jahren darauf gewettet, dass Indian in der Lage sein würde, einen muskulösen Roadster auf den Markt zu bringen, der den Europäerinnen auf ihrem eigenen Terrain Konkurrenz macht? Die Indian FTR 1200 Rally 2022 ist jedoch genau das, mit ihren 123 PS aus einem 60°-V-Twin mit 1203 cc. Ein Aggregat, das dank einer großzügigen Bohrung von 102 mm bei einem kurzen Hub von 73,6 mm, einem Verdichtungsverhältnis von 12,5:1 und einem Drehmoment von 119,6 Nm ab 6000 U/min sauber dreht. Die Firma aus Springfield hat sich nicht damit begnügt, Aufkleber auf eine Standard-FTR zu kleben. Sie hat eine Maschine gebaut, die mit dem Scrambler-Universum flirtet, ohne jemals ganz darin einzutauchen.

Der Jahrgang 2022 bringt eine Reihe dezenter, aber willkommener Überarbeitungen mit. Die Motorkennfelder gewinnen an Feinheit, und Indian spendiert ein System zur Zylinderabschaltung des hinteren Zylinders im Leerlauf, damit der Fahrer im Hochsommer an der Ampel nicht gegart wird. Die Specs der Indian FTR 1200 Rally sprechen für sich: 240 kg fahrfertig, ein Tank von nur 13 Litern, eine Sitzhöhe von 815 mm und eine angegebene Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Der Stahlrohr-Gitterrahmen beherbergt eine 43-mm-Upside-down-Gabel mit 150 mm Federweg an beiden Enden. Die Bremsanlage von Brembo mit doppelter 320-mm-Scheibe vorn in Radialaufnahme flößt sofort Vertrauen ein.
Was die Rally von ihren Schwestern unterscheidet, ist diese vorgetäuschte Abenteurer-Haltung. Die Speichenfelgen mit Pirelli Scorpion Rally STR in 120/70-19 vorn und 150/70-18 hinten zeigen klar die Richtung an. Diese Stollenreifen schlagen sich auf leichten Pisten und trockenen Wegen wacker, aber auf einen aufgeweichten Singletrack sollte man sich besser nicht wagen. Der ProTaper-Lenker, gegenüber der Basisversion um 50 mm erhöht, richtet die Sitzposition auf und macht längere Touren weniger ermüdend. Ein dezentes Windschild schützt die minimalistische Instrumentierung. Die braune Sitzbank, der LED-Scheinwerfer und die LED-Blinker, der Tempomat und der USB-Anschluss vervollständigen eine für den Preis der Indian FTR 1200 Rally von 14 990 Euro recht umfangreiche Serienausstattung.
Gegenüber der Konkurrenz besetzt die FTR Rally eine einzigartige Nische. Die Ducati Desert X bietet ein echtes Offroad-Temperament, wiegt aber mehr und kostet mehr. Die Triumph Speed 400 und die Yamaha XSR900 zielen auf ein anderes Publikum. Die Harley-Davidson Pan America versucht ebenfalls den amerikanischen Adventure-Coup, allerdings in einer deutlich massiveren Klasse. Die Indian FTR 1200 Rally 2022 positioniert sich irgendwo zwischen dem temperamentvollen Roadster und dem Boulevard-Scrambler, ohne in einem der beiden Register wirklich zu brillieren. Das ist zugleich ihre Grenze und ihr Charme. Sie richtet sich an den Motorradfahrer, der eine vielseitige Maschine sucht, die auf der Straße schnell unterwegs sein kann, vor dem Café eine gute Figur macht und sich auf ein paar Kilometer Schotterpiste wagen kann, ohne eine Katastrophe zu riskieren.

Das Fazit dieses Tests der Indian FTR 1200 Rally lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: ein großzügiger Motor, ein solides Fahrwerk, ein Look, der in der aktuellen Motorradlandschaft seinesgleichen sucht. Der 13-Liter-Tank begrenzt die großen Etappen, und der Windschutz bleibt symbolisch. Doch wer ein amerikanisches Motorrad sucht, das sich nicht damit begnügt, zwischen zwei Dinern geradeaus zu fahren, sollte der FTR Rally Beachtung schenken. Der Kettenantrieb und das Sechsganggetriebe sorgen für eine moderne Mechanik, weit entfernt von den Riementraditionen aus Milwaukee oder Springfield. Indian beweist hier, dass die Marke mehr kann als Cruiser – und das ist vielleicht das schönste Kompliment, das man ihr machen kann.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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