Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1131 cc
- Leistung
- 158.0 ch @ 10200 tr/min (116.2 kW)
- Drehmoment
- 119.6 Nm @ 8400 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 88 x 62 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 53 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubulaire périmétrique relié à des platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques en pétale Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque en pétale Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 225.00 kg
- Trockengewicht
- 208.00 kg
- Neupreis
- 14 890 €
Übersicht
In einem kleinen italienischen Hersteller, der aus den Toten zurückgekehrt ist, eine der radikalsten Maschinen seiner Generation zu finden – das hätte vor zwanzig Jahren ein Lächeln hervorgerufen. Doch genau das bietet Benelli mit der TNT 1130 R 160, der extremen Variante eines Roadsters, der schon in seiner Standardform alles andere als zahm war. Der Dreizylindermotor mit 1131 cc hat im Vergleich zum Serienmodell keinen einzigen Kubikzentimeter zugelegt, doch die Ingenieure haben mit einer auf 12,5:1 erhöhten Verdichtung und überarbeiteten Steuerzeiten 158 PS bei 10 200 U/min sowie 119,6 Nm bei 8 400 U/min herausgekitzelt. Zwanzig PS mehr als die klassische TNT, gewonnen ohne aufwändige Elektronik. Das ist pures, altmodisches Handwerk.

Der Ducati Streetfighter aus derselben Epoche spielt leistungsseitig in derselben Liga. Damit enden die Gemeinsamkeiten, denn der Benelli besitzt einen Dreizylinder-Sound, den der bolognese V-Twin schlichtweg nicht reproduzieren kann. Dieser Motor entlädt seine Abgase durch eine Auspuffanlage aus Carbon, die ebenso viel zur Ästhetik wie zur Gewichtsreduktion beiträgt. Der durch Aluminiumplatten verstärkte Rohrrahmen hält 208 kg Trockengewicht zusammen, entsprechend 225 kg fahrfertig. Kein Leichtgewicht, aber bei 158 PS bleibt das Leistungsgewicht beeindruckend. Der auf 820 mm erhöhte Sattel und der aufrechte Lenker positionieren den Fahrer hoch im Geschehen, Arme leicht gestreckt auf einer Maschine, die nichts lieber tut als zu attackieren.
Die technische Ausstattung rechtfertigt einen Großteil der geforderten 14 890 Euro. Die 50-mm-Upside-Down-Gabel von Marzocchi arbeitet mit 120 mm Federweg, der Sachs-ZF-Heckdämpfer bietet dieselbe Amplitude. Die 320-mm-Wellenbremsscheiben vorne, gebissen von radialen Vierkolbensätteln, arbeiten mit chirurgischer Präzision. Der 190/50-17-Hinterreifen klebt das Hinterrad auf den Asphalt – mit einer Effizienz, die die 119,6 Nm Drehmoment bei einem weniger großzügigen Gummi schnell ins Wanken bringen würden. Das Sechsganggetriebe verwaltet die Übergänge ohne Zögern, der Kettenantrieb bleibt einfach zu warten.
Was die 1130 R 160 in ihrer Epoche wirklich auszeichnet, ist das aggressive, vollständig rote Outfit, das eine selbst in Schwarz und Carbon gekleidete Mechanik einhüllt. Durchbrochener Lichtmaschinendeckel, seitliche Airbox-Abdeckungen, dezenter Unterfahrschutz – all diese Verbundwerkstoffe erleichtern die Maschine, ohne in Angeberei zu verfallen. Benelli hat von Anfang bis Ende ein stimmiges Motorrad gebaut, bei dem jede ästhetische Entscheidung einer technischen oder gewichtsbezogenen Logik folgt. Die KTM Super Duke R derselben Epoche gebärdet sich auf der Straße lebhafter, doch ihr fehlt dieser skulpturale Charakter, dieses Gefühl, etwas Vollendetes und Selbstbewusstes in den Händen zu halten.
Die TNT 1130 R 160 richtet sich eindeutig weder an Anfänger noch an Gelegenheitsfahrer. Ihr scharfes Temperament, die spitze Hochdrehzahlleistung und der hohe 820-mm-Sattel machen sie zur Maschine für erfahrene Piloten, die mit kräftigen Drehmomenten und physisch fordernden Maschinen im Stadtverkehr umgehen können. Auf offener Straße oder auf der Rennstrecke entfaltet sie ihr volles Potenzial. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und der 16-Liter-Tank, der vor langen Etappen zum Tankstopp zwingt, sprechen für sich: Das ist kein Reisemotorrad, sondern ein Instrument, das auf Intensität getrimmt ist. Für all jene, die diesen Vertrag akzeptieren, ist es wohl einer der aufrichtigsten Ausdrücke des Streetfighters mit transalpinem Motor seiner Generation.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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